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| Negativzinsen / Blick in die Medien

Viel Aufregung um weniger als nichts

Der Branchen-Newsletter „finanz-szene.de“ widerlegt die Mutmaßung, Minuszinsen für Normalkunden könnten bald die Regel sein.

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Ausgerechnet der durchaus bankenkritische Newsletter „finanz-szene.de“ springt für die Kreditinstitute in die Bresche. In einer ausführlichen Analyse entkräftet der Infodienst teils polemische Berichte, die den Eindruck erwecken, Minuszinsen für Normalkunden könnten schon bald die Regel sein.

So bezögen sich die „aufgeregten Meldungen“ über „Negativzinsen ab dem ersten Euro“ in der Regel auf neu eröffnete Konten beziehungsweise neu angelegte Gelder – auch im „aktuell hochgekochten Fall“ der Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck. Sie erhebe seit Anfang Oktober bei Tagesgeldkonten ein „Verwahrentgelt“ von 0,5 Prozent – wovon Bestandskunden allerdings explizit ausgenommen werden. Das habe das Institut nach dem medialen Hype der vergangenen Tage auch nochmals klargestellt.

Bei bestehenden Einlagen sieht es gar nicht so schlecht aus

Bei den bestehenden Einlagen sehe es aber gar nicht so schlecht aus, wie ein Blick in die MFI-Zinsstatistik der Bundesbank zeige: Auf die Einlagen mit einer vereinbarten Laufzeit unter zwei Jahren kassieren Privatkunden im Schnitt immerhin noch 0,21 Prozent Zinsen. Für Einlagen mit Laufzeiten von mehr als zwei Jahren sind es sogar 1,15 Prozent. Kumuliert liegt in beiden Kategorien ein Sparguthaben von rund 278 Milliarden Euro.

Die Zinszahlungen deckten also nicht den Kaufkraftverlust, so „finanz-szene.de“. Aber es sei auch nicht so, dass die Zinsen flächendeckend verschwunden wären. Was übrigens auch für neue Einlagen gelte.

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