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| Digitalisierung

Virtuelles Banking braucht Vertrauen

Im Zeitalter von App und Mausklick sind Geld und Finanzdienstleistungen weniger greifbar als je zuvor. Gerade das macht Vertrauen in den Anbieter umso wichtiger.

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Finanzdienstleistungen sind immer weniger von physischen Faktoren abhängig, wie der Verwendung von Bargeld, dem Besuch einer Filiale oder dem Aufbau der persönlichen Beziehung zu einem Berater. Zudem sind Verbraucher zunehmend besorgt darüber, wie personenbezogene Daten im digitalen Zeitalter behandelt werden.

Diese beiden Faktoren der digitalen Transformation lassen die Bedeutung des Themas Vertrauen steigen. Für den modernen Verbraucher überwiegt das Vertrauen demnach sogar den Preis, analysiert der Bank Blog“.

Markenvertrauen zweitwichtigstes Banken-Auswahlkriterium

Die fünf wichtigsten Faktoren für die Auswahl einer Bank sind einer Studie der britischen Medienagentur Raconteur zufolge:

  1. Einfacher und bequemer Service (47 Prozent),
  2. Vertrauen in die Marke (45 Prozent),
  3. Preis/Zinssatz (43 Prozent),
  4. Qualität und Schnelligkeit der Services (43 Prozent) sowie
  5. ein breites Netz an Geldautomaten (40 Prozent).

Cyber-Schutz als Vertrauensbringer

Der Agentur Raconteur zufolge, die hauptsächlich der „Times“ und der „Sunday Times“ zuliefert, war das Vertrauen in Kreditinstitute, Finanzdienstleister und Fintechs mit der weltweiten Finanzmarktkrise stark gesunken und hat sich in den vergangenen Jahren nur langsam erholt.

Im globalen Vergleich ist das Vertrauen der Verbraucher in Westeuropa am geringsten. Viel Vertrauen könnten sich Finanzdienstleister erarbeiten, indem sie in den Cyber-Schutz investieren − wie viele Sparkassen das tun.

Sparkassen haben gute Ausgangsposition

Laut der jährlichen Studie der Zeitschrift „Readers Digest“ zu den „Most Trusted Brands“ liegt die Marke „Sparkasse“ nicht nur im Bekanntheitsgrad deutscher Banken auf Platz eins, sie genießt auch mit Abstand das größte Vertrauen.

Das Vertrauen will aber immer neu erarbeitet werden, wie Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbands für Schleswig-Holstein, erst jüngst in der SparkassenZeitung klargestellt hat. Vertrauen könne nur aus einer inneren Haltung hervorgehen, die aus Überzeugung vorgelebt wird, so Boll. Es gelte, verantwortliches Handeln einzuüben und zu honorieren: Ausprobieren, Testen, Erfahrungen sammeln und auch mal ein Risiko eingehen. Sich auch mal etwas zu trauen, ohne dabei sicher zu sein, dass es garantiert gelingt.

„Diesen Mut müssen wir aufbringen, damit unsere Haltung uns mit den Menschen verbinden kann, die täglich ihr Bestes geben und uns in Finanzfragen seit Jahrhunderten Vertrauen schenken“, so Boll.