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08. Januar 2018 - 08:30Bank & Zukunft 2017

Kundenbezogener Dienstleister mit Finanzbezug

von Claus-Peter Praeg

Keine Initiative und kein Vorhaben in Banken und Sparkassen wird mehr gestartet, die nicht in Zusammenhang mit Digitalisierung stehen. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt jedoch, dass in vielen Häusern ein einheitliches Verständnis darüber fehlt, was Digitalisierung ist und was damit erreicht werden soll.

Eine Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Die Digitalisierung ihrer Branche hat Bankmanager auch 2017 am häufigsten beschäftigt. (monsitj/fotolia)
Die Ergebnisse der Trendstudie „Bank & Zukunft 2017“ des Stuttgarter Fraunhofer Instituts IAO zeigen, dass Digitalisierung vielfach dazu genutzt wird, um strategisch wichtige Projekte neu zu bezeichnen, die bereits seit vielen Jahren auf die Agenda gehört hätten. Aufgrund der Beschäftigung mit aktuellen Herausforderungen wie regulatorischen Auflagen sind sie jedoch verschoben oder nicht mit der notwendigen Konsequenz umgesetzt worden.

Mit Blick auf die allgemeinen Herausforderungen zeigen die aktuellen Studienergebnisse eine ähnliche Einschätzung der Teilnehmer wie in den Vorjahren. 88 Prozent der Befragten halten die anhaltende Niedrigzinsphase und 83 Prozent die Umsetzung einer steigenden Zahl regulatorischer Auflagen sowie damit einhergehender Anpassungen der betrieblichen Geschäftsprozesse als bedeutendste Herausforderungen. Ebenso werden die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die zunehmende Verlagerung des Bankings ins stationäre und mobile Internet als sehr bedeutend eingeschätzt (s. Abb. 1).
(BBL)
Die Frage nach der Reaktion von Banken und Sparkassen auf die genannten Herausforderungen beantwortet ein Blick auf die geplanten Maßnahmen der Institute. Hier zeigt sich, dass die Institute bemüht sind, ihre internen Strukturen und Abläufe zu optimieren. 79 Prozent der teilnehmenden Entscheidungs-träger bewerten die Umsetzung regulatorischer Maßnahmen, 73 Prozent die Digitalisierung betrieblicher und vertrieblicher Prozesse sowie 64 Prozent die Umsetzung von Kostensenkungs-programmen als prioritäre Maßnahmen. Auch hier unter-scheidet sich die Einschätzung kaum von den Bewertungen des Vorjahrs (s. Abb. 2).

Auffällig ist, dass drei von den vier am prioritärsten bewerteten Maßnahmen (insgesamt sind zwölf vorgegeben worden) auf interne Strukturen und Abläufe in den Häusern gerichtet sind. Sicherlich sind nach wie vor viele Voraussetzungen für effiziente und digitalisierte Prozesse in Banken und Sparkassen zu schaffen. Es sollte trotzdem kritisch hinterfragt werden, ob es bei den zu erwartenden weiter sinkenden Ertragsentwicklungen noch immer angebracht ist, sich auf die Optimierung bestehender Strukturen und Abläufe zu konzentrieren. Stattdessen sollten die Anstrengungen auf die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle mit dem Ziel ausgerichtet werden, neue und vor allem nachhaltige Ertragschancen für die Institute zu erschließen. Dabei sollte man sich verstärkt mit den Kunden und deren Bedürfnisse auseinandersetzten.
Immerhin geben 67 Prozent der Teilnehmer an, an digitalen Geschäftsmodellen zu arbeiten. Es bleibt abzuwarten, inwieweit diese Modelle geeignet sind, um damit wieder in eine Vorreiterrolle gelangen zu können und eine neue Ära im Banking einzuläuten. Insgesamt zeigt die Studie, dass das Thema „Digitalisierung“ bei den meisten Banken primär mit Effizienzsteigerung durch Kostensenkung und einer zunehmenden Automation der Geschäftsprozesse verbunden wird. Diese Sichtweise greift nach IAO-Meinung nach zu kurz. Sie schränkt die vielfältigen Gestaltungsmöglich-keiten der Digitalisierung zu stark ein.
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  1. Kundenbezogener Dienstleister mit Finanzbezug
  2. Handlungsfelder der Digitalisierung systematisch ermitteln
  3. Fazit und Perspektive
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