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09. April 2018 - 08:30CRR-Review

Lässt sich das Risiko mindern?

von Dr. Silvio Andrae

In der EU werden die Kapital- und Liquiditätsstandards überarbeitet. Das Gesetzgebungsverfahren ist noch nicht beendet. Ein Fallbeispiel zeigt mögliche Auswirkungen.

Eine Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

(BBL)
Vier Jahre nach der europäischen Kapitalverordnung und -richtlinie (CRR bzw. CRD IV) steht eine umfassende Überarbeitung an. Die EU-Kommission hat im November 2016 einen ersten Vorschlag unterbreitet. Das Reformpaket enthält unterschiedliche Regulierungsinitiativen. Mit dem Großteil werde internationaler Standard in EU-Recht umgesetzt. Der Gesetzgeber ist aber auch bereit, von den Vorgaben des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht und des Finanzstabilitätsrats abzuweichen. Auf diese Weise sollen Besonderheiten der EU berücksichtigt werden.

Der CRR/CRD-Review zählt für Banken und Sparkassen als eines der wichtigsten bankaufsichtlichen Vorhaben der nächsten Jahre. Dementsprechend sollte sich jedes Institut detailliert mit den neuen Bestimmungen auseinandersetzen und auf dem Laufenden halten.
Die folgende Fallstudie stellt die Auswirkungen ausgewählter Regelungen und deren Wechselwirkungen dar. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird auf eine detaillierte Erläuterung der einzelnen Vorschriften verzichtet. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ. Unterschiedliche Bilanz- und Portfoliostrukturen der Institute führen zu unterschiedlichen Resultaten und damit auch geschäftspolitischen Schlussfolgerungen.
Zuvor einige methodische Vorbemerkungen: Das analysierte Beispiel zeigt ein Institut mit einer Bilanzsumme von etwa 9,6 Milliarden Euro. Die risikogewichteten Aktiva (RWA) betragen zirka sechs Milliarden Euro, wobei 87 Prozent aus dem Kreditgeschäft stammen. Die harte Kernkapitalquote und die Gesamtkennziffer stehen zum Startzeitpunkt bei 10,4 bzw. 11,9 Prozent. Die Liquiditätsdeckungsquote liegt mit 103 Prozent knapp über den Mindestanforderungen.
Das Geschäftsmodell entspricht dem einer Retailbank. Abbildung 1 zeigt die wesentlichen Bilanzrelationen und Kennziffern. Die Bewertung erfolgt zu einem frei gewählten Stichtag. Insofern handelt es sich um eine statische Perspektive. Die in der CRR II vorgesehenen Übergangs-vorschriften spielen hier keine Rolle. Der Fokus ist auf die Standardansätze zur Bemessung der Risiken gerichtet. Wir nehmen an, dass die Handelsbuchpositionen und die Derivateportfolien über den CRR-Schwellenwerten liegen. Die aus Gründen der Verhältnismäßigkeit vorgesehenen vereinfachten Methoden sind somit nicht Gegenstand der Fallstudie.
(BBL)
Um die Wechselwirkungen der Auswirkungen angemessen abzubilden, werden die einzelnen Bilanzpositionen der Bank in eine synthetische Struktur überführt. Die einzelnen Bilanzpositionen sind den Buchstaben "A" (Aktiva) und "P" (Passiva) versehen. Auf diese Weise kann die Artikeldarstellung leichter nachvollzogen werden. In Abhängigkeit der Geschäftsarten tauchen in der Spalte "Volumen" vor allem die Buchwerte auf. In Ausnahmefällen sind es auch die Marktwerte wie bei den Wertpapierpositionen oder ein Exposure-Wert bei außerbilanziellen Derivaten. Zunächst wird der Analysegegenstand abgegrenzt. Konkret geht es um folgende Themenschwerpunkte der CRR II, die in der Abbildung 2 mit einem Stern gekennzeichnet sind:
  1. Einführung von neuen Bilanzstrukturkennziffern
  2. Einführung eines neuen Standardverfahrens zur Unterlegung von Kontrahentenausfallrisiken
  3. Einführung einer neuen Standardmethode zur Bemessung der Marktrisiken.
Sowohl die Einzeleffekte als auch die aggregierten Wirkungen werden zum Abschluss der Fallstudie zusammengefasst.
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  1. Lässt sich das Risiko mindern?
  2. Einführung von Bilanzstrukturkennziffern
  3. Eigenmittelunterlegung von Kontrahentenausfallrisiken
  4. Fazit
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