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11. Juli 2018 - 13:21DSGV

Leichter Validieren mit dem Risikomodell-TÜV

von Johannes Voit

Die Gesellschaft S-Rating und Risikosysteme prüft, ob die Risikomodelle der Sparkassen betriebssicher sind. Die Häuser liefern die Daten.

Berichtet über positives Feedback der Sparkassen: Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes DSGV-Vorstandsmitglied. (DSGV)
Validierung klar strukturiert und leicht gemacht – der Gesamtvorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) hat das Projekt "Grenzen von Verfahren zur Risikoquantifizierung" abgeschlossen.

Den Instituten wird damit eine Bibliothek mit Validierungskonzepten für die wichtigsten Risikoquantifizierungsverfahren bereitgestellt. "Damit wurde ein TÜV für Risikomodelle geschaffen", sagt Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes DSGV-Vorstandsmitglied. "Die anspruchsvollen Prüfungen der Betriebssicherheit eines Modells übernimmt die S-Rating und Risikosysteme quasi als TÜV. "

So, wie sich Autofahrer regelmäßig um Reifendruck, Ölstand und Kühlwasser kümmern müssten, verblieben natürlich auch Validierungsaufgaben beim Institut, sagt Schackmann-Fallis, "nämlich genau jene, bei denen es um die Daten und Prozesse vor Ort geht“. Ausgehend von einem Checkheft für die periodische Risikotragfähigkeitskonzeption wurden Analysehandbücher für die wichtigsten Risikomodelle zu Zins-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken erarbeitet.

Schwieriges wird nicht ausgespart

Neben einer Kurzbeschreibung der "Prüfaufgaben des TÜV", also der zentralen Validierungen durch die SR, werden den Instituten einheitliche Rezepte an die Hand gegeben, nach denen sie die vor Ort notwendigen Untersuchungen und Bewertungen von Daten und Prozessen mit überschaubarem Aufwand durchführen können. Dabei werden auch schwierige Themen nicht ausgegrenzt. Ein eigener Leitfaden zeigt auf, wo Fehlerquellen bei den häufig eingesetzten Expertenschätzungen lauern und wie diese identifiziert und eingegrenzt werden können.

Schätzungen sind oft von Intuition und Erfahrung geprägt und naturgemäß subjektiv, doch können sie durch eine kritische Analyse vom Beigeschmack des Willkürlichen befreit werden. So wird eine Grundlage für die von der Aufsicht ausdrücklich erlaubte "qualifizierte Expertenschätzung" gelegt. Damit werden die Institute auch in die Lage versetzt, einer möglichen Kritik von Prüfern an den vermeintlich unzuverlässigen Schätzergebnissen entgegenzutreten.

Sparkassen geben positives Feedback

TÜV-Plaketten – so wie sich Autofahrer regelmäßig um Reifendruck, Ölstand und Kühlwasser kümmern, verbleiben auch bei der Validierung von Risikomodellen daten- und prozessbezogene Aufgaben bei den Sparkassen. (dpa)
"Mit den Dokumenten hat das Projektteam aus Sparkassen, Verbänden, DSGV und SR eine standardisierte und pragmatische, aber auch umfassende Umsetzung der Mindestanforderungen an die Validierung von Risikosystemen geliefert. Nach aktueller Evidenz stellen die Ergebnisse eine weitgehend prüfungssichere Anleitung für Sparkassen sicher. Dementsprechend positiv ist das Feedback der Sparkassen, die die Dokumente einsetzen", sagt Schackmann-Fallis.

Er empfiehlt den Instituten, die Validierung der Quantifizierungsverfahren nicht nur aus einem aufsichtlichen Blickwinkel mit Fokus auf das Risiko zu sehen, "sondern auch den betriebswirtschaftlichen Nutzen sowohl bei der Erweiterung des Produktangebots als auch in der Unternehmensplanung zu realisieren".

Mit validen Daten und Modellen als Grundlage könnten Institute ihren Kunden beispielsweise komplexe Produkte anbieten, die dem Kunden Zusatznutzen bieten und ihm einen höheren Preis wert sind.
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