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06. Dezember 2017 - 10:54Personalpolitik – Interview

Personal als Erfolgs- und Kostenfaktor

von Thomas Schindler

Bernd Fröhlich, Vorsitzender des Fachausschusses Personal, über personalstrategische Schwerpunkte der Sparkassen-Finanzgruppe.

Setzt auf weiche Faktoren und eine Konsolidierung der Bildungslandschaft: Bernd Fröhlich, Vorsitzender des Fachausschusses Personal und Vorstandschef der Sparkasse Mainfranken Würzburg. (Peter Himsel)
DSZ: Herr Fröhlich, welche Aufgaben hat der Fachausschuss Personal?
Bernd Fröhlich: Der Fachausschuss ist gesamtverantwortlich für alle Themen rund um die Personalstrategie der Sparkassen-Finanzgruppe: Personalplanung, -controlling, -gewinnung und -einsatz gehören ebenso dazu wie das Change-Management sowie die Anreiz- und Beurteilungssysteme. Vertreter von Sparkassen, Regionalverbänden, Landesbanken, der Finanz Informatik (FI) und des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands engagieren sich hier für den Erfolgs- und Kostenfaktor Personal.
DSZ: Wie bringt man die Mitarbeiter dazu, auch in schwierigen Zeiten für ihre Sparkasse zu brennen?
Fröhlich: Das ist eine spannende Frage. Wir neigen dazu, stark in Kostenkategorien zu denken und die Mitarbeiter über Ziel- und Anreizsysteme zählen, messen und wiegen zu wollen. Doch wer Mitarbeiter motivieren will, muss vor allem auf Leidenschaft und Identifikation setzen. Die Mitarbeiter müssen zu Beteiligten werden, die verstehen, warum wir uns ändern. Auf dieser Basis können Mitarbeiter für ihr Unternehmen brennen. Doch meist wird zu wenig auf diese "weichen" Faktoren geachtet. Auch diesen Aspekt wollen wir im Fachausschuss Personal verstärkt berücksichtigen.
DSZ: Welche Schwerpunkte haben Sie im Fachausschuss identifiziert?
Fröhlich: Recruiting, Qualifizierung, Transformation, Personalkostenmanagement bilden vier Schwerpunkte. Erstens: Die demografische Entwicklung und die Tatsache, dass es nicht mehr so sexy ist, Bankkaufmann zu werden, erschweren das Recruiting. Wir müssen investieren, um qualifiziertes Personal für die Sparkassen zu gewinnen und zu halten. Zweitens: Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen und die fortschreitende Digitalisierung erfordern ständige Qualifizierung. Drittens verändern sich die Aufgabengebiete der Mitarbeiter auch künftig in immer höherer Geschwindigkeit. Last but not least müssen wir die Personalkosten im Griff behalten. Das gelingt nur mit stringenter Personalsteuerung und besserer Auslastung unserer qualifizierten Fachkräfte.
DSZ: Braucht es dafür neue Projekte?
Fröhlich: Wichtiger als Neues zu starten, ist es zunächst, vorhandene Projekte konsequent umzusetzen und praxistauglich zu machen: "Personalarbeit der Zukunft", "Arbeitgeberattraktivität 2.0" und "Auswirkungen der Digitalisierung" sind oder werden in den Sparkassen ausgerollt. Wenn nötig, werden wir nachsteuern. Dafür gibt es erstmals ein Vorratsbudget.
DSZ: Aber es geht auch um Zukunftsthemen.
Fröhlich: Zunächst soll das Karriereportal optimiert und in die Internet-Filiale 6.0 sowie auf sparkasse.de besser eingebunden werden, der Nutzer soll seine Ziele rascher erreichen und der Workflow verbessert werden: Künftig kann sich ein Interessent hier nicht nur schnell informieren, sondern sich auch gleich bewerben.
DSZ: Ein weiterer Punkt ist die Weiterentwicklung von Bildungsverbund und Kooperation der Akademien.
Fröhlich: In einem ersten Schritt haben wir zusammen mit den Akademien analysiert: Wo unterscheiden sich die Portfolios der Regionalakademien? Darauf aufbauend durchleuchten wir gemeinsam, wo Akademien sich ergänzen, gegenseitig unterstützen sowie gegebenenfalls einheitliche Onlinebildungsangebote entwickeln können. Ziel ist es, schlanker zu werden, die Qualität der Angebote zu verbessern und Redundanzen abzubauen. Bei Lehrinstitut und Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe sind wir bereits so weit, dass 2018 ein gemeinsamer Bildungsweg angeboten werden kann: der Abschluss mit diplomiertem Sparkassenbetriebswirt und Master of Business Administration.
DSZ: Wie führt man die IT-gestützten Personalverwaltungssysteme der FI in die Zukunft? Fröhlich: Die Systeme, mit denen die FI Personalverwaltung, -controlling und -planung unterstützt, müssen weiterentwickelt werden. Dann können Sparkassen auf externe Software verzichten und künftig auf die integrierten Systeme in der OSPlus-Welt zugreifen. Der FI wurden die Budgets genehmigt, damit diese ihre Systeme entlang eines mit den Regionalverbänden abgestimmten Anforderungskatalogs optimieren kann.
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