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| Sparkassentag 2019

"Mut zur Digitalisierung"

Trotz des anhaltenden Immobilienbooms werden die Margen für die Erträge der Banken unter Druck bleiben. Das prognostizierte der Vorstandsvorsitzende der Berlin Hyp Sascha Klaus bei einem Talk zur Digitalen Transformation auf dem Deutschen Sparkassentag in Hamburg.

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Um die Ertragsrückgänge auszugleichen, müssten die Institute effizienter werden und die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen. Die Berlin Hyp wolle dabei vor allem in Prozessoptimierung und neue Geschäftsmodelle investieren. Klaus forderte „Mut zur Digitalisierung“ und stellte ein ganzes Bündel von Maßnahmen vor, mit denen sein Haus die Chancen der digitalen Transformation nutzen wolle. Neben der Einführung eines neuen Kernbankensystems werde die Berlin Hyp ein großes Projekt zur Optimierung des Kreditprozesses aufsetzen. Die Bank werde künftig bei der Vergabe von Krediten nicht mehr sequenziell arbeiten. Vielmehr sollten Doppelarbeiten vermieden und alle Beteiligten gleichzeitig an einem „Kunstwerk“, also der Bereitstellung des Kredits, arbeiten.

Als weitere Maßnahmen nannte Klaus die strategische Ressourcenplanung im HR-Bereich, um dem demografischen Wandel zu begegnen sowie einen crowdbasierten Immobilien-Besichtigungsservice. Darüber hinaus kündigte er die Zusammenarbeit mit Fintechs und Kooperationen zur besseren Abschätzung von Klimarisiken an. Der Berlin-Hyp-Chef wies darauf hin, dass sein Haus schon heute größter Emittent grüner Anleihen bei den Geschäftsbanken in Deutschland sei. Klaus malte das Zielbild eines „Ökosystems Immobilienfinanzierung“. Dazu sei es nötig, den Wandel im Unternehmen zu fördern – in der Unternehmenskultur, bei den Mitarbeitern und bei der Technologie.

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