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| Dekabank

Axel Weber verstorben

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Dekabank, Axel Weber, ist Anfang der Woche überraschend verstorben.

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Weber starb diese Woche Montag im Alter von 75 Jahren an Herzversagen. Er hinterlässt Frau und zwei Töchter. Der Sparkassenmann kam Anfang 2001 als stellvertretender Vorstandsvorsitzender zur Dekabank. Zuvor hatte er Vorstandsämter bei der Berliner Sparkasse und der Bremer Landesbank inne. Im Jahr 2002 übernahm Weber den Vorstandsvorsitz der Deka von Manfred Zaß.

 
Axel Weber zu seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender der Dekabank. Aufgenommen während einer Pressekonferenz im Herbst 2004. © dpa

Die Dekabank Deutsche Girozentrale war 1999 aus dem Zusammenschluss ihrer Vorgängerinstitute Deutsche Girozentrale und Dekabank GmbH hervorgegangen. Webers Amtszeit prägte das Zusammenwachsen der beiden Vorgängerinstitute mit sehr unterschiedlichen Kulturen zur heutigen Dekabank.

Webers Amtszeit als Vorstandschef der Dekabank, von Februar 2002 bis März 2005, wurde durch Turbulenzen an den Märkten geprägt. Das Platzen der Techblase und die Anschläge auf das World Trade Center waren Auslöser dafür. Im Verlauf der Immobilienfondskrise schied er 2005 schließlich aus seinen Ämtern aus und beendete nach mehr als vier Jahrzehnten seine Karriere in der Sparkassen-Finanzgruppe.

Bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2009 war er danach noch in leitender und später beratender Funktion bei der Deutschen Vermögensberatung tätig.

 
Axel Weber (Bildmitte) hat sich zeitlebens für die Kunst engagiert. Hier im Jahr 2004 gemeinsam mit dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (rechts) und dem damaligen Präsidenten der Stiftung Preussischer Kulturbesitz Klaus-Dieter Lehmann. © dpa

Persönlich war Weber ein großer Bewunderer zeitgenössischer Kunst, was auch seine Amtsführung beeinflusste. So begründete er die bankeigene Kunstsammlung und setzte sich für Kunst auf den Mitarbeiteretagen als verbindendes Element ein. Zudem gehört er zu den Mitbegründern des „Internationalen Hochhaus Preises“ der Stadt Frankfurt, der seit dem Jahr 2003 alle zwei Jahre vergeben wird.