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Blick in die Medien 27.11.19

Medien berichten über regionale Unterschiede im Bankgeschäft auf der Basis einer Studie von Deutsche Bank Research.

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Sparkassen prägen Kreditlandschaft

Die „Börsen-Zeitung“ berichtet über die Studie „Regionale Unterschiede im Bankgeschäft“ von Deutsche Bank Research. Demnach liegt der Anteil der Sparkassen am Kreditgeschäft fast überall bei mindestens 25 Prozent. Nur in Berlin, Hamburg und Sachsen sei der Anteil geringer. Die Genossenschaftsbanken seien eher im Süden und Westen stark, die Geschäftsbanken eher im Osten und in den Stadtstaaten. Insgesamt wurden Privatkredite von mehr als 1,237 Billionen Euro aufgenommen, davon entfallen 359 Milliarden Euro auf die Sparkassen, 295 Milliarden Euro auf die Geno-Banken, 200 Prozent auf Groß- und Privatbanken, der Rest auf Bausparkassen, Förder- und Landesbanken. Auch bei den Einlagen liegen die Sparkassen mit 691 Milliarden Euro vorn, gefolgt von den Geno-Banken mit 483 Milliarden Euro, den Kreditbanken mit 364 Milliarden Euro und den Großbanken mit 256 Milliarden Euro. Für die Sparkassen bedeutet das einen Einlagenüberhang von 332 Milliarden Euro – im Gegensatz zu der ausgewogenen Struktur der Großbanken mit 50 Miliarden Euro überträfen die Kredite teilweise sogar die Einlagenhöhe.

EZB forciert europäischen Zahlungsverkehr

Die Europäische Zentralbank entwerfe einen Zeitplan für den künftigen Zahlungsverkehr und fordere eine Weiterentwicklung in öffentlich-rechtlicher Struktur mit „SEPA Credit Transfer Instant“ als Basis. Das berichtet die „Börsen-Zeitung“. EZB-Direktor Coeuré habe eine gesetzliche Verpflichtung zum Einsatz von Instant Payments vorgeschlagen, sollte sich die Transaktionsmasse bis 2020 nicht deutlich erhöht haben. Ein Problem sei hier vor allem die Frontend-Infrastruktur, die von der Privatwirtschaft geschaffen werden müsse, schreibt das Blatt. Für Banken biete Sepa-Backend derweil eine Chance, Mastercard und Visa zu verdrängen. Zum anderen könnte die EZB eine Zentralbankwährung (CBDC) bringen, welche als Bargeld-Ersatz verwendet werden könnte. In China stehe eine CBDC vor der Marktreife und könnte den Handlungsdruck auf die EZB erhöhen. Weiter habe Coeuré die „Pan European Payment Initiative“ (Pepsi) von 20 europäischen Banken gelobt, zu denen auch die Deusche Bank gehöre. Die Initiative arbeite an einer grenzüberschreitenden Lösung im Zahlungsverkehr.

Meldefabrik für Europa

Bearing Point plane eine sogenannte Regtech Factory für Europa und verspreche Kostensenkungen im Meldewesen von bis zu 50 Prozent, schreibt die „Börsen-Zeitung“. Als Vorbild gelte das österreichische Projekt Aurep. Das Angebot werde im Markt begrüßt, das Einsparpotenzial jedoch bezweifelt, schreibt das Blatt. Ein Großteil der Kosten beruhe auf Datenbereitstellung, Datenqualität und individuellen Anforderungen von Kunden. Mit der EZB solle Bearing Point noch nicht über das Angebot gesprochen haben. Bundesweit komme Bearing Point auf einen Marktanteil von 56 Prozent, für den Vorstoß hat sich die Gesellschaft laut Medienbericht als Outsourcer zertifizieren lassen.