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Coronakrise / aktualisiert
Hohe Nachfrage nach KfW-Krediten
In den ersten zwei Tagen nach Start des Corona-Hilfsprogramms für deutsche Unternehmen sind bei der staatlichen Förderbank KfW Kreditanträge von mehr als drei Milliarden Euro eingegangen.

Insgesamt lagen Dienstagabend 76 Anträge über 3,18 Milliarden Euro vor, wie die KfW am Mittwoch auf ihrer Internetseite mitteilte. Darunter seien acht Anträge im Volumen von 3,16 Milliarden Euro. Der weitaus größte Teil der Kreditanträge liege im Bereich zwischen 20.000 bis 35.000 Euro und werde für Betriebsmittel benötigt, erläuterte ein Sprecher.

Großer Ansturm steht noch bevor

Der große Ansturm steht der staatlichen KfW noch bevor: Die privaten Geldhäuser, die Sparkassen und Volksbanken berichteten in den vergangenen Tagen von Tausenden Anrufen von Firmen, die wegen der Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind und dringend Liquidität brauchen. 

Unternehmen können die Notfall-Darlehen der KfW seit Montag beantragen, die dann schnellstmöglich über die Hausbanken ausgezahlt werden sollen. Die Sonderkredite stehen Firmen zur Verfügung, die wegen der raschen Virusausbreitung in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind und Liquidität zur Überbrückung brauchen.

Kreditinstitute gehen in Vorleistung

Banken und Sparkassen versprachen, die Finanzierungsanfragen schnell zu bearbeiten und gegebenenfalls in Vorleistung zu gehen. „In besonders dringlichen Fällen sind Sparkassen bereits für Förderinstitute in Vorleistung getreten und haben unmittelbar Förderkredite ausgezahlt, obwohl ihnen die entsprechenden Deckungsmittel von der KfW erst zeitverzögert zur Verfügung gestellt werden“, sagte ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV).

Obwohl wegen der Ausbreitung des Coronavirus viele Bankbeschäftigte im Homeoffice arbeiten, seien bislang keine Verzögerungen im Bearbeitungsablauf erkennbar.

Deutsche Bank und Commerzbank erklärten beide, sie hätten bereits Darlehen genehmigt. „Die ersten Förderkredite sind bereits bewilligt und werden voraussichtlich noch diese Woche ausgezahlt“, sagte der Deutsche-Bank-Sprecher. (rtr)

Hier geht es zu weiteren Artikeln der SparkassenZeitung zum Umgang der Sparkassen mit der Coronakrise. 

24. März 2020