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| Sparkassentag 2019

Eine innovative Idee Hamburger Bürger

Ideen setzen sich durch, wenn sie innovativ sind und nachhaltig Nutzen stiften. Die Sparkassenidee tut dies seit mehr als zwei Jahrhunderten. Damals wie heute haben die Sparkassen eine hohe Integrationskraft für Wirtschaft und Gesellschaft. Ein Gastbeitrag von Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Hamburger Sparkasse.

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Mitte des 18. Jahrhunderts hatten sich Hamburger Bürger in der Patriotischen Gesellschaft zusammengeschlossen, um das Gemeinwohl zu fördern. Diese richtete 1778 als Teil ihrer Allgemeinen Versorgungs-Anstalt eine sogenannte „Ersparungs-Classe“ ein. Damit war die erste deutsche Sparkasse geboren. Im Zuge der Eingliederung Hamburgs ins französische Kaiserreich unter Napoleon wurde dieses Institut 1811 geschlossen. Die Gründung der Hamburger Sparkasse im Jahr 1827 ging dann wiederum auf die Initiative sozial engagierter Bürger zurück. Federführend wirkte hier der Hamburger Senator und spätere Bürgermeister Amandus Augustus Abendroth.

Im Zeitalter der Aufklärung war es gerade den Bürgern in den freien Stadtrepubliken ein Anliegen, aus eigener Initiative gemeinnützige Aufgaben zu übernehmen, deren Lösung andernorts von der Obrigkeit übernommen wurde. Dieser neue Bürgersinn zielte auch auf die Verringerung der Armut breiter Bevölkerungsschichten. Die Einrichtung einer Sparkasse erschien ihren Erfindern ein hierfür geeigneter Weg. Durch sichere und verzinsliche Anlage ihrer Ersparnisse sollten typische Kleinverdiener wie Dienstboten, Tagelöhner und Seeleute motiviert werden, sich selbst durch Sparen gegen wirtschaftliche Not zu wappnen – echte Hilfe zur Selbsthilfe. Zugleich war den Gründern der ersten Stunde bewusst, dass durch die Förderung von Fleiß und Sparsamkeit das Gemeinwesen als Ganzes gestärkt wird.

 

Sparkasse stärkt Integrationskräfte

Und heute? So nah bei den Menschen wie die Sparkassen ist keine andere Unternehmensgruppe in sämtlichen Regionen Deutschlands. Wir sind Finanzpartner für alle Bevölkerungskreise und die Mehrzahl der Unternehmen. Wir sind Treiber des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts und fördern die Lebensqualität direkt vor Ort.

Das liegt von Beginn an in der DNA unseres Geschäftsmodells und ist heute wichtiger denn je. Denn die Fliehkräfte in der Welt, in Europa und direkt vor unserer Haustür nehmen zu: Die Idee der europäischen Inte­gration und die Gemeinschaftswährung Euro werden immer wieder infrage gestellt. Durch die Niedrigzinsen geht die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander. Es fällt insbesondere in den Ballungszen­tren vielen Menschen schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Altersarmut ist ein wachsendes Thema. Zuwanderer müssen in Wirtschaft und Gesellschaft integriert werden. Die Sparkassen haben bürgernahe Antworten auf diese Herausforderungen. Wir machen allen Kundengruppen Finanzdienstleistungen leicht zugänglich. Ein Girokonto gibt es bei uns unabhängig von Herkunft, Einkommen und Vermögen. Mit unseren Filialen und SB-Standorten stellen wir die Bargeldversorgung sicher und bieten persönlichen Service und Beratung direkt vor Ort. Zugleich bauen wir unsere digitalen Services zügig weiter aus, um Finanzdienstleistungen noch einfacher, schneller und bequemer zu machen.

Durch die Finanzierung zahlreicher Projekte von Immobilieninvestoren tragen wir in Stadt und Land dazu bei, dringend gesuchten Wohnraum zu schaffen. Und als wichtigster Baufinanzierer in den Regionen verhelfen wir vielen Menschen zum Eigenheim – und das ist auch gut für die Vermögensbildung.

Wir weisen darauf hin, dass gerade in Niedrigzinszeiten Sparen wichtig ist. Denn wenn man immer alles ausgibt, hat man später zu wenig. Dabei ist bei Null- und Minuszinsen Wertpapiersparen fast die einzige Möglichkeit für die breite Bevölkerung, noch angemessene reale Vermögenszuwächse zu erzielen. Die Gemeinschaft der Sparer sorgt damit nicht nur für einen funktionierenden Geld-, Kredit- und Wirtschaftskreislauf unmittelbar in der Region, sondern darüber hinaus auch für Investitionen und Wachstum bei börsennotierten Unternehmen in Deutschland und der Welt.

Filialen als Treffpunkt im Kiez

Vielen Bürgern ist es wichtig, sich für ihr Umfeld und in ihrer direkten Nachbarschaft zu engagieren. Die Filialen der Sparkassen können der Ankerplatz sein, von dem aus lokale Netzwerke aktiv werden. So baut zum Beispiel die Haspa aktuell ihre Filialen zu lokalen Treffpunkten in den Stadtteilen aus, um den Menschen und Unternehmen über kompetenten Service und Beratung hinaus Mehrwerte zu bieten. In den neu gestalteten Räumen mit Wohlfühlatmosphäre können sich Nachbarn begegnen, austauschen und gemeinsam Pläne schmieden. Zum Beispiel das nächste Stadtteilfest oder eine gemeinnützige Initiative planen. In den Filialen findet eine Vielzahl von Veranstaltungen statt: vom Grill-Seminar oder Weinprobe über Konzerte und Lesungen bis zum Seminar zur Gesundheitsvorsorge oder zum Einbruchschutz in Kooperation mit der Polizei. Für Gewerbetreibende, Vereine und Institutionen aus der Umgebung gibt es zudem eine kostenlose Ausstellungsfläche.

Mit diesem innovativen Filialkonzept schaffen wir nicht nur neue Gesprächs- und Geschäftsanlässe, sondern stärken als Gastgeber, Kiezkenner, Netzwerker und Tippgeber für die Stadtteile auch die Gemeinschaft der Bürger vor Ort in der Region. Und machen sie zu echten Fans der Sparkassenidee.

Berichte und Gastbeiträge zum Sparkassentag finden Sie unter sparkassenzeitung.de.

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