Anzeige
| Künstliche Intelligenz

Finanzdienstleister als Vorreiter

Die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe sehen in der Finanzbranche zahlreiche Anwendungsgebiete für künstliche Intelligenz. Die Bundesregierung solle die Finanzdienstleister daher ausdrücklich strategisch einbeziehen und Fördermaßnahmen verstetigen.

Anzeige
Künstliche Intelligenz (KI) sei in diesem Jahr das vorrangige industriepolitische Thema, schreiben die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe. KI sei ein The-Winner-Takes-It-All-Markt, heißt es in einem neuen Standpunkt der Volkswirte. Politische Fördermaßnahmen seien insofern „extrem wichtig“.

Bis 2025 fördert die Bundesregierung die Umsetzung der KI-Strategie mit insgesamt drei Milliarden Euro. Diese Förderung müsse verstetigt werden, um den Strukturwandel nachhaltig zu gestalten. KI biete zwar viele Chancen, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, doch müssten auch Datenschutz und Cybersicherheit gewährleistet sein.

 
Künstliche Intelligenz – für die Chefvolkswirte zurzeit das industriepolitische Thema Nr. 1. © dpa

Dem Finanzsektor komme eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung zu, schreiben die Volkswirte. Besonders in der Finanzbranche gebe es zahlreiche Anwendungsgebiete für KI, und die Sparkassen-Finanzgruppe habe das Potenzial, die Märkte voranzutreiben. Finanzdienstleister sollten in die KI-Strategie der Bundesregierung daher explizit einbezogen werden.

Zudem fordern die Volkswirte eine deutliche Verbesserung der digitalen Infrastruktur. Die Versteigerung der 5G-Mobilfunklizenzen eröffne die Möglichkeit, das Gefälle zwischen Stadt und Land abzubauen und eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Auch insofern könne der bisher vorgesehene Förderrahmen der Bundesregierung nur ein Anfang sein.