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| NordLB

Grünes Licht aus Brüssel

Die EU-Kommission hat Medienberichten zufolge grundsätzlich grünes Licht für Umbau und Rettung der NordLB gegeben.

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Auf Arbeitsebene habe die Brüsseler Behörde die Kapitalspritze von rund 3,6 Milliarden gebilligt, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die offizielle Entscheidung könnte Ende November oder Anfang Dezember fallen. Die NordLB lehnte einen Kommentar dazu ab. Der Mehrheitseigner Niedersachsen erklärte, man sei weiter im engen Austausch mit Aufsicht und EU-Kommission. "Wir sind vorsichtig optimistisch, jedoch bleibt die finale Entscheidung der EU-Kommission abzuwarten. Auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte darüber berichtet.

 
Grünes Licht für die NordLB-Lösung, melden die Medien. Eine offizielle Stellungnahme steht aber noch aus. © dpa

Reuters hatte am Freitag berichtet, dass eine EU-Entscheidung auf Arbeitsebene unmittelbar bevorstehe und viele Beteiligte mit einem positiven Signal aus Brüssel rechneten. Die EU-Experten teilten die Einschätzung der Bundesregierung, dass die Hilfen der öffentlichen Hand für die Landesbank nicht gegen das EU-Wettbewerbsrecht verstoßen, sagte ein Regierungsvertreter. Die endgültige Entscheidung liege aber beim offiziellen Votum der Brüsseler Behörde.

Die alten und neuen Eigentümer der dringend auf Kapital angewiesenen Landesbank hatten sich im Sommer auf den Umbau und ein Geschäftsmodell für die NordLB geeinigt und dies in Brüssel eingereicht. Die Bank musste wegen Milliarden-Verlusten durch faule Schiffskredite vor dem Aus bewahrt werden und bekommt viel Geld von den Eigentümern. Niedersachsen und Sachsen-Anhalt schießen 1,7 Milliarden Euro zu, das Sparkassen-Lager gut 1,1 Milliarden Euro. Zudem stellt Niedersachsen Abschirmungen für Kredite bereit, die das Kapital der Bank um 800 Millionen Euro entlasten. Die Bank soll kleiner und regionaler werden. Die Zahl der Vollzeitstellen soll bis 2024 auf 2800 bis 3000 fallen. Zuletzt war die Zahl der Mitarbeiter von 5850 auf rund 5600 gesunken. (rtr)