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Kartenzahlungen
Blick in die Medien 23.03.2020
Wie Medien berichten, nehmen Kartenzahlungen zu. Zudem begrenzen einzelne Kreditinstitute die Bargeldausgabe, heißt es weiter.

Bargeldversorgung bleibt gesichert

Einzelne Banken und Sparkassen würden aktuell die Bargeldabhebungen begrenzen, berichtet die „FAZ“. Grund dafür ist, dass manche Kunden aktuell Bargeld bunkern. Mit den Limits soll die breite Versorgung der Kunden sichergestellt werden, heißt es im Bericht. Der DSGV teilte dazu mit, es gebe für Mitgliedssparkassen keine Vorgaben zu Obergrenzen für Bargeldabhebungen. Die Bargeldversorgung sei gesichert und auch die Infrastruktur dafür werde aufrechterhalten. Das betonte auch die Bundesbank laut dem „FAZ“-Bericht und einem Bericht der SparkassenZeitung. Die Tresore seien voll. Derweil zeigt sich, dass die Deutschen in der Krise lieber kontaktlos zahlen. So stieg der Anteil kontaktloser Bezahlvorgänge an Zahlungen mit der Girocard auf mehr als 50 Prozent an. Die Sparkassen verweisen auf die bereits zuvor gestiegene Nutzung der Girocard. DSGV-Präsident Helmut Schleweis sagte: „Wir sehen generell starke Zahlen.“

1,2 Billionen Euro gegen die Krise

Bundesfinanzminister Olaf Scholz bietet alles auf, um die deutsche Wirtschaft zu retten, heißt es in Meldungen von „FAZ“, „Welt am Sonntag“ oder dem „Handelsblatt“. Scholz plane mit Rekordschulden und will einen 600-Milliarden-Fonds für Unternehmen schaffen. Der Nachtragshaushalt werde um mehr als 40 Prozent aufgestockt. Er werde mehr als 150 Milliarden Euro an zusätzlichen Ausgaben enthalten. Davon sollen neben Unternehmen auch Freiberufler, Mieter und Vermieter profitieren. Unter anderem soll es Soforthilfen für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer von bis zu 15.000 Euro geben. Auch soll das staatliche Kreditrisiko auf 90 Prozent erhöht werden. DIHK-Präsident Schweitzer reicht das nicht, er forderte eine Staatsgarantie von 100 Prozent.

Sorgen um Banken nehmen zu

Der globale Stabilitätsrat interveniert, heißt es in Berichten von „Börsen-Zeitung“, „Welt“ und „FAZ“. Die Coronakrise habe den globalen Finanzstabilitätsrat auf den Plan gerufen. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht stellte bislang nur Maßnahmen gegen die Coronakrise in Aussicht. Die EZB schaffte derweil weitere Erleichterungen für Banken. Angekündigt wurde mehr Flexibilität bei der Klassifizierung von Schuldnern sowie der Umsetzung von Strategien zur Reduzierung sogenannter NPLs, auch bekannt als notleidende Kredite. In der „FAZ am Sonntag“ forderte Privatbankenpräsident Peters von der EZB, „die Überschussliquidität der Finanzinstitute umfassend von den Negativzinsen zu befreien“. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann beruhigte im Interview mit der Welt die Sparer, die Situation sei herausfordernd, „allerdings sind das Finanzsystem und die Banken dieses Mal nicht Ausgangspunkt der Krise, und sie sind deutlich stabiler aufgestellt als vor der letzten Krise“. Weiter sagte er, „eine Rezession in Deutschland ist wohl unvermeidlich“.

EU-Kommission will Corona-Eurobonds

Streit unter EU-Staaten steht einer Einigung darüber im Weg, wie die Wirtschaftskrise bekämpft werden kann, heißt es in der „FAZ“. Währungskommissar Gentiloni forderte „Covid-19-Eurobonds“, die vom ESM herausgegeben werden sollen. Dieser Vorstoß stößt bislang aber auf wenig Gegenliebe seitens der Mitgliedsstaaten. ESM-Chef Regling stellte den Vorschlag vor, von dem er bereits am Montag gesprochen hatte: erweiterte vorbeugende Kreditlinien an Mitgliedstaaten als eine Art Garantie bei Schwierigkeiten bei der Refinanzierung der Staaten. Die Videokonferenz endete allerdings ohne konkrete Ergebnisse. Vor allem die Niederlande wehren sich gegen eine zu schnelle Nutzung des ESM und Eurobonds.

23. März 2020