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KfW-Hilfen
Blick in die Medien 25.03.2020
Banken und Sparkassen erleben einen Ansturm auf KfW-Notkredite, berichten die Medien heute.

KfW-Soforthilfe im Fokus

Das Interesse an den Sonderkrediten sei enorm, heißt es in Berichten des „Handelsblatts“ und der SparkassenZeitung. Einen Tag nach dem Start gebe es bereits Tausende Anträge auf Hilfe. Der DSGV teilte mit, man habe „ein sehr hohes Aufkommen an Informationswünschen und Beratungsbedarfen betroffener Unternehmen“ registriert. Allein bei der Haspa sollen mehrere Hundert Anfragen eingegangen sein. Die Commerzbank sprach von „einer hohen vierstelligen Zahl“ an Finanzierungsanfragen. Bei der Deutschen Bank gingen bereits mehr als 2000 Anfragen zum Notfalldarlehen ein. Die ersten Förderkredite wurden bereits bewilligt. Laut DSGV und Commerzbank seien die Banken dabei teils in Vorleistung getreten. Markus Berg von Berg Lund & Company sagte: „Die Sparkassen-Finanzgruppe und die genossenschaftliche Finanzgruppe gehen sehr entschlossen vor. Soweit ich sehen kann, ziehen in den beiden Verbünden alle an einem Strang – und das in hohem Tempo.“

Coronakrise überschattet Neuausrichtung

Die NordLB verzichtet nach Kapitalstärkung auf eine Prognose für 2020, melden SparkassenZeitung und „Börsen-Zeitung“. Bislang wurde noch keine Corona-Risikovorsorge gebildet. Die Landesbank verringerte 2019 ihren Verlust deutlich – von 2,4 Milliarden Euro im Jahr 2018 auf 69 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Auch erfüllt die NordLB nach der Kapitalerhöhung mit einer Kernkapitalquote von 14,5 (Vorjahr: 6,6) Prozent wieder aufsichtsrechtliche Anforderungen. NordLB-Aufsichtsratschef Hilbers sagte, die Landesbank besitze „das Potenzial für eine rentable Bank“. Derweil teilte NordLB-Chef Thomas Bürkle mit, man rechne nicht mit einem Verkauf der Deutschen Hypo und gehe davon aus, dass es 2021 eine Grundsatzentscheidung dazu geben werde.

Hoffnungen ruhen auf der Zeit nach Corona

Auf ein „wirklich gutes Geschäftsjahr“ 2018/19, bei dem das Neugeschäft erstmals über zehn Milliarden Euro lag, folgt bei der Deutschen Leasing das Corona-Kontrastprogramm. Das Virus infiziert auch das Geschäft des Marktführers. Deutsche-Leasing-Chef Kai Ostermann appellierte an die Politik, sämtliche Hilfsprogramme zugunsten des Mittelstandes für Leasing zu öffnen. „Auch wir wollen als Mittelstandsfinanzierer Verantwortung übernehmen und einen stabilisierenden Beitrag leisten, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken und bei Bedarf Kunden in dieser Krise Luft zu verschaffen“, so Ostermann.

Aufseher fordern Banken zu Dividendenverzicht auf

Die Finanzaufsicht Bafin rät Instituten angesichts der hohen Ungewissheit über die weiteren Entwicklungen von Boni und Dividenden ab, schreiben „Handelsblatt“ und SparkassenZeitung. Bafin-Präsident Hufeld betonte, man rate den Instituten, mit Kapitalressourcen sehr sorgfältig umzugehen. Eine Commerzbank-Sprecherin erklärte: „Wir schauen uns das genau an und entscheiden dann verantwortungsvoll.“

25. März 2020