Zurück
NordLB
Blick in die Medien 3. Juni 2021
Die NordLB hat offenbar einen Nachfolger für ihren scheidenden Vorstandschef gefunden. Das berichtet das "Handelsblatt". Demnach soll es sich um einen Privatbanker handeln.

HVB-Vorstand Frischholz soll wohl neuer NordLB-Chef werden

Laut "Handelsblatt" sollen sich die Eigner der NordLB auf einen Nachfolger für Thomas Bürkle geeinigt haben, der zum Jahresende die Landesbank verlassen wird. Dabei soll es sich um den HVB-Privatkundenvorstand Jörg Frischholz handeln. Laut dem Bericht könnte Frischholz könnte bereits am Freitag vom Aufsichtsrat und der Trägerversammlung offiziell ernannt werden. Weder die Landesbank noch deren Eigner oder das Land Niedersachsen wollten den Medienbericht bislang bestätigen.

 

Verbraucherschützer klagen gegen Negativzinsen 

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) will gerichtlich klären lassen, ob Minuszinsen beziehunsgsweise Verwahrentgelte auf Tagesgeld- und Girokonten überhaupt erlaubt sind. Das berichtet heute ebenfalls das "Handelsblatt". Der Verband habe fünf Klagen eingereicht, unter anderem gegen einige Genossenschaftsbanken sowie eine Sparkasse. Dabei sei man laut vzbv bereit, bis vor den BGH zu ziehen. Wie ein vzbv-Sprecher zitiert wird, halte man Verwahrentgelte für private Kunden grundsätzlich für unzulässig. Der vzbv erläuterte, es gebe bei Girokonten zwar die gesetzliche Möglichkeit, Zahlungsdienste zu bepreisen, die Verwahrung von Einlagen würde nach Meinung der Verbraucherschützer dazu aber nicht zählen. Bei den Tagesgeldkonten argumentiere der vzbv wiederum, dabei handle es sich um Darlehensverträge, bei denen das Kreditinstitut als Darlehensnehmer gilt, der Zinsen zahlen müsse, aber keine Entgelte berechnen dürfe.

 

EU-Schulden- und Defizitregeln erst wieder ab 2023

Wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte, werden die Schuldenregeln auch im kommenden Jahr ausgesetzt. Das berichtet wiederum das "Handelsblatt". Grund dafür sei die schweren wirtschaftlichen Verwerfungen durch die Corona-Krise. Wie es weiter hieß, rechne man aber damit, dass die Regeln ab 2023 wieder gelten könnten. Der Grünen-Politiker Sven Giegold begrüßte die Entscheidung als richtigen Schritt; er sagte, es wäre falsch, in die Krise hinein zu sparen. Mittelfristig brauche es aber eine Reform der Haushaltsregeln, denn die alten Schuldenquoten würden nicht mehr zu den niedrigen Zinsen passen, so Giegold weiter.

 

Der „Blick in die Medien“ gibt einen kurzen Überblick über die Sparkassen- und Finanzthemen, die die Medien bewegen. Er gibt nicht notwendigerweise die Meinung der SparkassenZeitung oder des DSGV oder dem Verband vorliegende Informationen wieder. 

3. Juni 2021