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NordLB
Jobabbau ohne Kündigungen
Gute Nachricht zum Firmenjubiläum: Die NordLB kommt bei der Halbierung ihres Personals auf 2800 Beschäftigte ohne betriebsbedingte Kündigungen aus.

„Wir werden den erforderlichen Mitarbeiterabbau vollständig auf freiwilliger Basis durchführen können“, erklärt NordLB-Konzernchef Thomas Bürkle. Bis Anfang Juni hätten genügend Mitarbeiter eine Vereinbarung über einen Aufhebungsvertrag oder „eine ruhestandsnahe Maßnahme unterzeichnet“. Dies sei eine gute Nachricht zum 50. Jubiläum.

Am 1. Juli 1970 schlossen sich die Niedersächsische Landesbank Girozentrale, die Braunschweigische Staatsbank, die Hannoversche Landeskreditanstalt und die Niedersächsische Wohnungskreditanstalt Stadtschaft zur neuen NordLB zusammen.

Die Landesbank hat ihre Konzernstrukturen in den vergangenen drei Jahren deutlich vereinfacht. Zum 1. September 2017 wurde die Bremer Landesbank vollständig integriert. Im Zuge der Fokussierung auf das Kerngeschäft hat sich die Bank zudem von verschiedenen Konzerntöchtern getrennt.

NordLB-Chef Thomas Bürkle: „Unser Fahrplan hat sich durch Corona nicht geändert, wir liegen voll auf Kurs.“

Gleichzeitig wurde die Bilanzsumme massiv reduziert, allein in den vergangenen drei Jahren um fast 40 Milliarden Euro. Die Bank hat die Schiffsfinanzierung aufgegeben, bleibt aber in den meisten ihrer traditionellen Geschäftsfelder aktiv. 

2019 musst das Hannoveraner  Institut wegen hoher Verluste durch faule Schiffskredite mit einem Rettungspaket der Eigentümer von 3,6 Milliarden Euro vor dem Aus bewahrt werden.

Die Bank soll nach dem Umbau deutlich kleiner und risikoärmer werden: „Unser Fahrplan hat sich durch Corona nicht geändert, wir liegen voll auf Kurs“, sagte Bürkle. Man werde bis 2024 rund 500 Millionen Euro in neue IT-Systeme und verschiedene Digitalisierungsinitiativen investieren. (rtr/DSZ)

30. Juni 2020