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Pandemie
Mehr Schulden bei Bund und Ländern
Die Viruspandemie erhöht den Schuldenberg der öffentlichen Hand in Deutschland.

Bund, Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände und Sozialversicherung waren Ende des ersten Quartals mit 1,955 Billionen Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Der Schuldenstand stieg damit im Vergleich zum Schlussquartal 2019 um drei Prozent oder 56,2 Milliarden Euro. Binnen Jahresfrist wuchs das Schuldenniveau um 1,5 Prozent: „Die Coronakrise zeigte erste Auswirkungen auf die Finanzlage der öffentlichen Haushalte“, erklärten die Statistiker.

Die Verschuldung des Bundes kletterte zum Jahresende um 2,6 Prozent oder 31,2 Milliarden Euro auf 1,22 Billionen Euro. Bei den Ländern gab es ein Plus von 23,3 Milliarden Euro oder 4,0 Prozent auf 602,4 Milliarden Euro.

Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände stieg um 1,4 Prozent oder 1,8 Milliarden Euro auf 132,6 Milliarden Euro. Bei der Sozialversicherung gab es gegenüber dem Vorquartal einen Rückgang des Schuldenstands um rund eine Million Euro (minus 1,1 Prozent). (rtr)

30. Juni 2020