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Rettungsschirm
Blick in die Medien 06.04.2020
Die Bundesregierung muss deutlich mehr Mittel aufbringen, um die Folgen der Coronakrise wie von ihr geplant abzudämpfen.

Der Rettungsschirm wird immer größer

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt, soll sich das Hilfspaket zur Bewältigung der Coronakrise inzwischen auf 1173 Milliarden Euro summieren. Weiter heißt es, die Kreditvergabe soll erneut weiter erleichtert werden. Außerdem sollen die Minister Olaf Scholz und Peter Altmaier kurzfristig bekannt geben wollen, dass der Bund bei Krediten in Höhe von bis zu 500.000 Euro künftig zu 100 Prozent haften werde. Auch soll der künftige Zinssatz für KfW-Kredite bei drei Prozent liegen. Derweil hat die Bafin Banken in Schutz genommen, diese sollten Kredite nicht möglichst schnell durchwinken. „Niemand, auch nicht die Politik, erwartet, dass die Banken nun überhaupt nicht mehr hingucken“, so Bafin-Präsident Felix Hufeld in der „FAZ am Sonntag“. Weiter sprach Hufeld von zwei Gruppen von Banken, die in der Coronakrise „kritischen Belastungen ausgesetzt“ sein könnten. Die „Finanz-Szene“ vermutet nun, damit könnten die Sparkassen und Genossenschaftsbanken gemeint sein.

„Wir brauchen eine vierte europäische Säule“

Am Sonntag hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen neuen Marshall-Plan gefordert, berichtet die „Welt am Sonntag“. Nun sprechen sich in einem Gastbeitrag die EU-Kommissare Thierry Breton und Paolo Gentiloni für einen europäischen Fonds aus, der Anleihen ausgeben könne. Der Fonds solle ausschließlich für den wirtschaftlichen Aufbau nach der Coronakrise genutzt werden. Derweil scheint der Widerstand in der Union gegen die sogenannten Corona-Bonds zu bröckeln. So sprechen sich Vorstandsmitglied Elmar Brok, der Obmann der Fraktion im Auswärtigen Ausschuss, Roderich Kiesewetter, und der Vizepräsident des EU-Parlaments Rainer Wieland für solche Anleihen aus. Wegen der Katastrophe in diesen Ländern seien „klar definierte und begrenzte“ europäische Corona-Anleihen als Teil eines Hilfspakets „unvermeidbar“, sagte Brok.

BayernLB gibt sich pragmatisch

Der Vorstandsvorsitzende der BayernLB, Stephan Winkelmeier, sprach auf der Bilanz-Pressekonferenz für das abgelaufene Geschäftsjahr von einem „zufriedenstellenden Ergebnis“ bei widrigen Bedingungen, berichten SparkassenZeitung, „FAZ“ und „Süddeutsche Zeitung“. Der Nettogewinn fiel um 44 Prozent auf 463 Millionen Euro. Die Gründe waren zum einen günstigere Sondereffekte im Jahr davor, zum anderen gestiegene Verwaltungskosten. Sie sind die Folge des Umbaus, den sich die BayernLB verordnet hat. Winkelmeier ist sich sicher, dass die Coronakrise das Geschäft seiner Bank massiv beeinträchtigen wird, ohne dass er eine Prognose abgeben wollte. Aber es werde zusätzlichen Stellenabbau geben, der aber noch nicht beziffert werden kann. Ebenso wurde entschieden, wie von der Finanzaufsicht empfohlen, die Dividende ausfallen zu lassen, um das Kapital für die absehbar schwere Zeit zu stärken.

6. April 2020