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Rezessionsängste
Blick in die Medien 24.03.2020
Die Wirtschaftsexperten sind laut Medienberichten „im Panikmodus“. Grund sind die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise, eine tiefe Rezession gilt als sicher.

Konjunktureinbruch steht bevor

Laut Ifo-Institut könnte mit bis zu 20,6 Prozent weniger Wirtschaftsleistung zu rechnen sein, heißt es im „Handelsblatt“. Ifo-Chef Clemens Fuest zufolge werden die Kosten für die Wirtschaft „voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“. Das IfW Kiel rechnet mit einem Schrumpfen der Wirtschaft von bis zu neun Prozent. DIW-Präsident Fratzscher warnt vor einem Überbietungswettbewerb für das schlimmste Rezessionsszenario. Bislang gebe es noch keine verlässlichen Prognosen, die Schrumpfung könnte milder, aber auch stärker ausfallen, so Fratzscher.

Sonderkreditprogramm für Firmen startet

Die Nothilfen der Bundesregierung werden von der Wirtschaft begrüßt, gleichzeitig mahnen Arbeitgebervertreter Tempo an, heißt es in Berichten von „Börsen-Zeitung“ und „Wallstreet Online“ sowie der SparkassenZeitung. Spitzenverbände stellen Maßnahmen der Regierung gutes Zeugnis aus. BDI-Hauptgeschäftsführer Lang sagte, das Paket könne Unternehmen schnell, unbürokratisch und passgenau helfen. DIHK-Präsident Schweitzer forderte, Hilfsgelder müssten noch in diesem Monat fließen. Derweil ist das Sonderkreditprogramm der KfW an den Start gegangen, erste Anträge wurden bereits eingereicht und erste Kredite von bis zu drei Millionen Euro auch zugesagt. BVR-Präsidentin Kolak sagte: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Banken und Sparkassen werden weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, die zu erwartende Flut von Kreditanträgen zu bewältigen, damit die Hilfe möglichst schnell ankommt.“

Bundesregierung will Negativzinsen vorerst nicht verbieten

Negativzinsen auf Einlagen sollen erlaubt bleiben, da dem Sparer auch weiterhin eine breite Palette an Spar- und Vorsorgeoptionen zur Verfügung stehe, heißt es in einem Bericht des „Handelsblatts“. Auch bezog die Bundesregierung Stellung zur Frage, ob Negativzinsen steuerlich absetzbar sein sollten. Laut Einschätzung des Bundesfinanzministeriums zählten diese aber zu den Werbungskosten. Die FDP reagiert fassungslos; „ich kann nicht glauben, dass die Bundesregierung die Belastungen aus Negativzinsen steuerrechtlich allen Ernstes als Werbungskosten einstuft“, so FDP-Experte Toncar.

Zahlreiche Banken schließen ihre Filialen für die Öffentlichkeit

Von Dienstag an wird das Filialnetz der Deutschen Bank auf rund 290 Geschäftsstellen verkleinert, berichten „Spiegel-Online“ und das „Handelsblatt“. Geldautomaten bleiben zugänglich. Die Deutsche Bank betonte, die Bargeldversorgung sei gesichert. Kunden könnten Automaten der Cash Group nutzen. Die Volksbank Köln Bonn wird alle Filialen schließen. Auch bei anderen Volksbanken und Sparkassen werden zahlreiche Geschäftsstellen geschlossen, so unter anderem bei der Sparkasse Münsterland Ost.

24. März 2020