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Sustainibility
Blick in die Medien 23. April 2021
Die Vorgaben der EU-Kommission im Bereich Nachhaltigkeit sorgen für Diskussionen in der Finanzwirtschaft, was heute unter anderem im Fokus der Wirtschaftsmedien steht.

Schlanke Lösung ist gefragt

Bankenverbände mahnen, das Sustainable-Finance-Paket der EU bedeutet erheblichen Mehraufwand in kürzester Zeit, schreibt die Pattform „Finanzbusiness“. Am Donnerstag hat die EU-Kommission die neue EU-Taxonomie näher vorgestellt. DSGV-Präsident Helmut Schleweis stellt sich zwar hinter die Taxonomie und betont, die Kreditwirtschaft sei bereit dafür. Er sieht aber auch technische Hürden und kritisiert die Kurzfristigkeit.

So bedeute der Legislativvorschlag einen erheblichen Mehraufwand für Sparkassen, da die Umsetzungsfristen zu kurz bemessen und die Komplexität zu hoch sei. Schleweis plädiert daher nicht nur für eine Taxonomie „mit technischen Screening-Kriterien, die klar, schlank und einfach in der Praxis anwendbar sein sollten“, sondern auch dafür, die Einführung um ein Jahr zu verschieben.

Sparkassen-Stiftungen geben in der Pandemie weniger

Wie der DSGV mitteilt, unterstützen die Stiftungen der Sparkassen-Finanzgruppe aktuell 769 Stiftungen Projekte in ihren Regionen, berichtet die „Börsen-Zeitung“. Die finanzielle Unterstützung fiel allerdings aufgrund der Krise geringer aus. 363 Millionen Euro flossen vergangenes Jahr in die Projekte – 69 Millionen Euro weniger als 2019.

Ein Grund dafür sei, dass aufgrund der Coronakrise viele kulturelle und sportliche Veranstaltungen ausgefallen seien. „Gerade jetzt ist es wichtig, den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stabilisieren und die Gemeinschaft zu stärken. Unsere langfristigen Engagements sollen dabei helfen, dass in allen Regionen Deutschlands das soziale und kulturelle Leben nach der Pandemie wieder weitergehen kann“, erklärte DSGV-Präsident Helmut Schleweis.

Lagardes Lob für Annalena Baerbock

Die EZB-Präsidentin freut sich über die Kandidatenwahl der Grünen, meldet das „Handelsblatt“. Ansonsten wurde nach der gestrigen EZB-Sitzung deutlich, eine Straffung der expansiven Geldpolitik wird es weiterhin nicht geben. Der Leitzins werde nicht angehoben, auch ein Zurückfahren der Anleihekäufe stellte Lagarde nicht in Aussicht.

Hier werde das Kauftempo, wie bereits angekündigt, sogar noch weiter erhöht. „Ein zu früher Abbruch der Unterstützung könnte Narben in der Wirtschaft als Folge der Coronapandemie hinterlassen“, betonte Lagarde laut dem Bericht. Ebenfalls keine Änderungen gab es beim Strafzins für Banken. Dieser liege weiterhin bei minus 0,5 Prozent. Lagarde bat jedoch die Bürger um Verständnis für die Minuszinsen; diese seien notwendig, um die Wirtschaft zu unterstützen.

Das Smartphone wird zur Bankfiliale

Laut einer Studie der Consorsbank wickeln immer mehr Bundesbürger Aktiengeschäfte über Apps ab, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Die Bank habe dafür 1,36 Millionen Wertpapierdepots ihrer Kunden ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass sich die per App erteilten Wertpapieraufträge seit 2017 verdoppelt haben. Ausschließlich die App nutzten 15 Prozent der Kunden, zehn Prozent verwendeten sie überwiegend, weitere 15 Prozent gelegentlich.

Unterschiede bei der Verwendung von App und Browser zeigten sich in den Altersgruppen, hieß es weiter. Vor allem bei den 18- bis 25-Jährigen sei das Verhältnis dabei ausgewogen. Ältere Kunden nutzen dagegen noch verstärkt den Computer. Dabei spezialisieren sich junge Finanzunternehmen immer mehr auf das Smartphone. Bei einigen Neobrokern lassen sich Wertpapieraufträge nur noch via App erstellen, über PC sind sie dagegen gar nicht mehr erreichbar.

Der „Blick in die Medien“ gibt einen kurzen Überblick über die Sparkassen- und Finanzthemen, die die Medien bewegen. Er gibt nicht notwendigerweise die Meinung der SparkassenZeitung oder des DSGV oder dem Verband vorliegende Informationen wieder. 

 

23. April 2021