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| US-Notenbank

Trump fordert Negativzinsen

US-Präsident Donald Trump kümmert sich wenig um die Unabhängigkeit der Notenbank. Nach Zinssenkungen fordert er nun von der Fed Negativzinsen.

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„Wir sollten tiefere Zinsen haben als Deutschland, Japan und alle anderen,“ schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. Die USA seien bei Weitem das größte und stärkste Land. „Aber die Fed bringt uns wettbewerblich in Nachteil“, twitterte er. „China ist nicht unser Problem, die Federal Reserve ist es.“

 
US-Präsident Donald Trump (l.) hat deutliche Vorstellungen, wie Fed-Chef Jerome Powell seinen Job machen soll. Die Unabhängigkeit der Notenbank gerät unter Druck. © dpa

In der Euro-Zone liegt der Leitzins seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Der Einlagensatz liegt sogar bei minus 0,5 Prozent. Das heißt, Banken müssen Strafzinsen zahlen wenn sie bei der Europäischen Zentralbank (EZB) überschüssige Gelder parken. Die japanische Notenbank hält ihren kurzfristigen Zinssatz derzeit bei minus 0,1 Prozent.

„Die Menschen sind SEHR enttäuscht von Jay Powell und der Federal Reserve“, schrieb Trump mit Blick au den Fed-Chef. Der US-Präsident hatte von der unabhängigen Notenbank in den vergangenen Monaten immer wieder drastische Zinssenkungen gefordert. Auf diese Weise sollten die Währungshüter die US-Wirtschaft unterstützen.

Die Fed hatte am Mittwoch ihren Leitzins zum dritten Mal in Folge herabgesetzt und signalisiert nun eine Pause. Sie kappte wie erwartet ihren geldpolitischen Schlüsselsatz um einen weiteren Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent. (rtr)