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| Sparkassentag 2019

Unser Sparkassentag

Vier Auszubildende aus dem Ostdeutschen Sparkassenverband berichten aus Hamburg.

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Gemeinsam allem gewachsen“ – unter diesem Motto fand der 26. Deutsche Sparkassentag in Hamburg statt. Der Sparkassentag ist alle drei Jahre der zentrale Treffpunkt für die Sparkassen-Finanzgruppe. Rund 100 national und international renommierte Referenten, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, berichten über Themen, die Finanzwelt und Gesellschaft bewegen.

Auch wir vier haben die Chance bekommen, den Deutschen Sparkassentag mitzuerleben. Zwischen den Vorträgen in der Arena des Messegeländes und den Foren, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, an diversen Messeständen Verbundpartner der Sparkassen-Finanzgruppe kennenzulernen. Eine Neuheit in diesem Jahr waren die Speakers Corners. Hier konnten Teilnehmer während den Pausen und parallel zum Programm weitere Kurzvorträge hören und sich anschließend an Diskussionen beteiligen.

Für den Ostdeutschen Sparkassenverband begann der Sparkassentag schon am 14. Mai. OSV-Verbands- und Abteilungsleitung, die Vorstände der Mitgliedssparkassen, Verwaltungsräte, Landräte und Oberbürgermeister sowie insgesamt 14 Auszubildende verbrachten gemeinsam den Abend im ehemaligen Hauptzollamt Hamburg. Am nächsten Tag öffnete die Messe ihre Tore für rund 2500 Teilnehmer. Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, sprach die Begrüßungsworte.

 
Die OSV-Azubis waren in Hamburg mit dabei (von links): Celina Breuer, Julia Gericke, Marie-Sophie Zwick und Manina Enzkat © OSV

In den diversen Vorträgen ging es um das Thema Gemeinschaft. John Anderson Kay, Gastredner aus Großbritannien, sprach über Verantwortung in der Finanzindustrie. In den Foren fanden 45- minütige Expertendiskussionen statt. Zuerst entschieden wir uns für den Themenschwerpunkt „Gemeinschaft leben – Mitmachen ist Heimat – Die integrierende Kraft des gesellschaftlichen Engagements.“ Im Forum ging es um das Thema Gemeinschaft durch Engagement, etwa in Form ehrenamtlicher Tätigkeiten, die in den vergangenenJahren nicht ausreichend nachhaltig gewesen seien. Deshalb seien die Ehrenamtsquoten gesunken. Christina Hanna Meiser brachte es auf den Punkt: „Wir haben keine Wissenslücken, sondern Umsetzungsstau!“

Anschließend kam das Highlight des Kongresstags, die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie sprach über Umwelt und klimabezogene Risiken, Digitalisierung und Nachhaltigkeit und schloss mit den ausdrucksstarken Worten: „Die Sparkasse ist und soll die Seele eines Ortes bleiben“.

Im Forum 2 ging es um das Thema „Alltag meistern – Stadt, Land, Haus – So wohnen wir morgen.“ Zur Sprache kam hier das Mietproblem in Deutschland. Immer mehr Menschen möchten in der Stadt wohnen, die Mieten werden unbezahlbar. Das Konzept von Wohngruppen in architektonisch passend gestalteten Häusern stärke den Zusammenhalt, 80 Prozent der Wohnungen seien allerdings im Eigentum der Bewohner, hieß es in der Diskussion. Der Erwerb von Wohneigenum sei oft die bessere Entscheidung, weil im Alter keine Miete anfalle.

Abends ging es mit Bussen zur Fischauktionshalle, wo wir mit Fish and Chips, Alsterwasser und Seemannsmusik begrüßt wurden. Auf Elbschiffen fuhren wird zum Schuppen 52. Dort empfingen uns Matrosen mit einem kräftigen „Moin“. In lockerer Atmosphäre und toller Umgebung konnten wir nette Gespräche mit unserer Verbandsleitung und den Abteilungsleitern führen.

Der zweite Tag begann mit Vorträgen zum Thema Zukunftsgestaltung. In seiner Grundsatzrede erläuterte Helmut Schleweis den Werdegang der Sparkassen in Hamburg. Bundesfinanzminister Olaf Scholz lobte in seiner Rede die Stabilität der Sparkassen und der Wirtschaft und stellte die Rolle der Sparkasse in der Gesellschaft dar. Im Forum „Zukunft gestalten – Altersvorsorge und Altersarmut in Deutschland gab es spannende Diskussionen. Themen und Fragen waren etwa, wie hoch die Rente sein muss, wie lange der Generationenvertrag reicht, ob es genug erträgliche Arbeit in Deutschland gibt und ob das Rentensystem Faulheit bestraft und Fleiß belohnt. Heutzutage fürchte sich jeder Zweite vor Altersarmut, hieß es. Daher brauche es den Anreiz zur Arbeit, damit wir schon früh damit beginnen, Armut im Alter mit Erwerbstätigkeit zu bekämpfen.

Es folgten die Ergebnisse der Azubi-Lounge. Hier präsentierten Auszubildenden aus der Sparkassen-Finanzgruppe ihre Projekte vom Sparkassentag, etwa die Gestaltung einer Social- Media-Kampagne. Das letzte Forum schloss sich gleich an, der Titel hieß: „Sparkasse erleben – Aus- und Weiterbildung – Wie arbeiten wir heute und morgen?“ Hier ging es um die Aus- und Weiterbildung der zukünftigen und der bereits angestellten Mitarbeiter.

Schnell waren sich die Experten einig: Bildung sei das absolute Zukunftsthema. Die Arbeit in den Sparkassenfilialen werde bereits seit mehreren Jahren durch die Digitalisierung beeinflusst. Die Podiumsgäste diskutierten Fragen wie: Wie sieht das Banking der Zukunft aus? Wie arbeiten wir morgen? Was für Kompetenzen benötigen die Mitarbeiter? Inwiefern können durch Zusatzleistungen für die Kunden, aus den Sparkassenfilialen Begegnungsstätten werden? Wie können wir unseren Kunden auch über das Banking hinaus lebensbegleitend behilflich sein. Ein weiteres Thema der Debatte war die Ausbildung. Der Ausbildungsrahmenlehrplan für Bank-Azubis soll vor allem kundenorientiert gestaltet werden. Die zukünftigen Sparkassenmitarbeiter sollten die Fähigkeit besitzen, Bedarf zu entdecken, zu wecken und Produkte abzuschließen.

Julia Gericke, Celina Breuer, Manina Enzkat und Marie-Sophie Zwick