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Zinswahl
Blick in die Medien 22.05.2020
Kunden der Hamburger Sparkasse können mittels eines Zinsvergleichs Geld bei anderen Banken anlegen, ob das Programm Schule bei anderen Sparkassen macht, ist heute im Fokus der Medien.

Haspa startet „Zinslotse“

Kunden der Haspa können seit Kurzem Geld bei anderen Banken anlegen, berichten „Handelsblatt“ und „Börsen-Zeitung“. Die Sparkasse kooperiert mit der Zinsplattform Deposit Solutions, heißt es. Laut einer Haspa-Sprecherin sei die Pilotphase Anfang Mai gestartet. Wie das „Handelsblatt“ schreibt, sollen zwei weitere große Sparkassen folgen, der Trend dürfte in der Sparkassen-Organisation für Diskussionen sorgen. Markus Berg von Berg Lund & Company dazu: „Eine Sparkasse muss versuchen, für den Kunden die beste Lösung zu suchen – und das müssen nicht unbedingt Produkte aus dem Sparkassen-Verbund sein.“

Scholz umreißt Konjunkturprogramm

Der Finanzminister hat in einer Videobotschaft betont, Anfang Juni sei der richtige Zeitpunkt, um ein Konjunkturpaket zu beschließen, melden „Süddeutsche Zeitung“ und „Börsen-Zeitung“. Details zum Volumen oder konkrete Maßnahmen seien noch unklar, der Fokus liege aber vor allem auf besonders betroffenen Branchen. Die Verbände VDA, VDMA, ZVEI und VCI forderten am Mittwoch unter anderem eine Senkung der Unternehmenssteuer, die Abschaffung des Solis und öffentliche Investitionen für die Digitalisierung und Bildung.

Derweil empfehlen die Wirtschaftsweisen in einem Beitrag für die „Süddeutsche Zeitung“, das Konjunkturprogramm solle vor allem dem Strukturwandel helfen. Dafür schlagen sie die Erweiterung des Verlustrücktrags, eine Energiepreisreform sowie die Förderung privater und öffentlicher Investitionen vor.

„Wir dürfen die Fehler der Finanzkrise nicht wiederholen“

EU-Wirtschaftskommissar Gentiloni lobt die deutschen Maßnahmen im Kampf gegen Corona, mahnt aber, Deutschland müsse die Investitionen auf dem hohen Niveau halten, heißt es im „Handelsblatt“ und der „FAZ“. Er kündigte eine Solvenzhilfe für Unternehmen an. EU-Kommissar Dombrovskis erklärte, der EU-Stabilitätspakt bleibe bis auf Weiteres ausgesetzt.

Derweil könnte für den Wiederaufbaufonds eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag notwendig sein. Für Angela Merkels Milliardenplan wäre das eine Hürde. Vor allem bei den Liberalen gibt es kritische Anmerkungen und Mahnungen vor dem Eintritt in eine „Schuldenunion“. Auch in der Eurozone wächst die Kritik. So kündigten beispielsweise die Nordländer einen restriktiveren Gegenvorschlag an.

22. Mai 2020