Anzeige
Anzeige

Exklusiv für Abonnenten

Dieser Beitrag steht exklusiv Abonnenten des SparkassenZeitung Portals zur Verfügung.
Bitte loggen Sie sich hier ein:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen oder benötigen Sie ein neues?
Hier anfordern

Weitere Informationen zu Produkten, Bestellmöglichkeiten mit Testzugang, Lizenzprüfung oder FAQs finden Sie im Bereich Abo-Service.
Bei Fragen nehmen Sie gern Kontakt online mit uns auf oder rufen Sie uns an:
Tel.: +49 711 782-1173.

Passwort vergessen

Geben Sie Ihre E-Mail Adresse an und erhalten Sie einen Link um Ihr Passwort zurückzusetzen.

Bitte geben Sie hier Ihre E-Mail-Adresse an, mit der Sie bei uns registriert sind. Nach dem Klicken auf "Absenden" bekommen Sie eine Mail mit dem Link. Klicken Sie den Link an oder kopieren Sie diesen in die Adressleiste Ihres Internetbrowsers. So werden Sie automatisch angemeldet und können Ihr Passwort ändern.

Anzeige
11. Juni 2018 - 08:30S-Hub-Innovationstag

Radikal digital

von Gregory Lipinski

Von Fux, Fina, Bissy bis zu Sam – auf dem ersten Innovationstag des S-Hub standen neue digitale Produkte und Services im Blickpunkt. Sie sollen das Finanzleben von Privat- und Firmenkunden über Smartphones erleichtern – von einer besseren Konto- und Vertragsverwaltung über bequemeres Wertpapiersparen bis hin zu einer unkomplizierteren Finanzierung der eigenen vier Wände.

Eine Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Dr. Joachim Schmalzl (DSGV) hat einige der bereits im Rahmen des S-Hub mit Fintechs entwickelten Produkte vorgestellt. (Fotos: S-Hub/Twitter)
Rund 200 Teilnehmer sind zum
ersten Innovationstag des Sparkassen-Hub nach Hamburg gekommen und haben vielfältige Eindrücke aus den aktuellen Projekten des digitalen Inkubators der Spar­kassen-Finanzgruppe mitgenommen. "Der zentrale Organisator von Inno­vationen in der Sparkasse ist der Sparkassen-Hub", hatte Dr. Joa­chim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstands-mitglied des Deutschen Sparkassen- und Großverbandes, die S-Hub-Arbeit schon in seinem Einführungsstatement "geadelt". Für Schmalzl ist klar, dass an der Digi­talisierung kein Weg vorbeiführt, auch wenn noch nicht alle in der Organisation das so sehen. In seiner Eröffnung hat er zahlreiche Produkt­ideen skizziert, die auf dem Innovationstag in Vorträgen vertieft und teilweise bereits an Info-Stän­den gezeigt worden sind.

Innovative Produkte vor der Einsatzreife

Aktienmuffel mit Fux überzeugen
Aktien von Siemens und Bayer kaufen? Nein danke – für viele Deutschen kommt dies nicht infrage. Lediglich 30 Prozent der Bundes­bürger halten Dividen­den­papiere für eine gute Geldanlage. Sie lassen stattdessen ihre Ersparnisse lieber auf einem Tagesgeldkonto liegen, das ihnen äußerst geringe Zinssätze bietet. Die große Scheu vor Kurs­verlusten und der Aufwand beim Wertpapierkauf hat die Bun­des­bürger zu notorischen Aktien­muffeln werden lassen.
Damit könnte bald Schluss sein. Denn der S-Hub, das Zukunftslabor der Sparkassen-Finanzgruppe, hat jetzt eine neue App entwickelt, die das Wertpapiersparen revolutionieren könnte. Ihr prägnanter Name: Fux. Das Besondere an der neuen digitalen Anwendung ist für S-Hub-Chef Jans Rieken: Statt zu Geburts­tagen oder zu anderen feierlichen Anlässen Gutscheine von Amazon, Apple & Co. für Filme oder Musik zu verschenken, können Fux-Nutzer ihren Freunden, Verwandten und Bekannten virtuell und phy­sisch Wertpapiergutscheine in die Hand drücken. Damit senke die App die Hürde bei den Deutschen, ihr Geld in Aktien anzulegen.
Doch das ist nicht alles. Fux schafft es auch, die App-Nutzer zum eige­nen Aktiensparen zu animieren. Dazu werden vorhandene Konto­umsät­ze gerundet und dem Fux-Wertpapierkonto gutgeschrieben. Dadurch flie­ßen kleinere Geldbeträge, die der Privatkunde kaum bemerkt, in Aktienanlagen. Passend dazu wurde ein Werbeslogan entwickelt: "Fuxen ist das neue Sparen". Fast unbemerkt häuft der Nutzer so ein klei­nes Wertpapierpolster an. Erfährt das Depot durch Dividendengut­schriften und Kurssteigerungen zusätzlich einen deutlichen Wertzuwachs, könnte es den App-Nutzer verleiten, seine bisherige Abneigung vorm Aktiensparen abzulegen. Er legt dann möglicherweise weitere frei verfügbare Geldbeträge in Wertpapiere an und findet somit wieder den Zugang zum Aktienmarkt. Sollte die Idee für das Fux-Produkt von der Sparkassen-Finanzgruppe umgesetzt werden, könnte es vor allem dem Fondsanbieter Deka einen enormen Wachstumsschub verleihen.

Immer auf dem Laufenden mit Vertragscheck-App
Fux ist aber nur eine von mehreren neuen digitalen Services, den der S-Hub vorgestellt hat. Privatkunden ihr Finanzleben erleichtern soll eine App namens "Vertrags­check" . Schnell und auf einen Blick soll die App Kunden helfen, Zugriff auf alle persönlichen Finanzinformationen zu erhalten. Das Besondere: Die App verwaltet zudem abgeschlossene Verträge und die Adressen von Vertragspartnern. Ob ein Abo für eine Zeitschrift oder einen Streamingdienst wie Netflix oder Amazon oder ein Mobilfunkverträge – bequem mit nur wenigen Klicks können Nutzer un­liebsame Verträge online kündigen. Das spart Zeit und Geld. Doch die App geht noch einen Schritt weiter. Sie erkennt etwa rechtzeitig Versorgungslücken und bietet den Kunden dazu passende Lösungen. Bernd Storm, Mitgründer und Geschäftsführer der Mün­chener Firma Aboalarm, hofft, dass die Vertragscheck-App künftig auch bei der Finanz Informatik eingesetzt wird. Entsprechende Gespräche laufen. Hinter Aboalarm steckt seit Kurzem als neuer Besitzer das Vergleichsportal Verivox, eine Tochter des Medienunternehmens Pro Sieben Sat 1.
An Infoständen konnten sich Besucher des ersten Innovationstags über Fux, Bissy und andere neue S-Hub-Produktentwicklungen informieren.
Bissy hilft mittelständischen Unternehmen
Auch für kleine Unternehmen und Gewerbetreibende, einer der wich­tigs­ten Kundengruppen der Sparkassen-Finanzgruppe, gibt es aus dem Zukunftslabor neue virtuelle Dienste. Unter dem Namen "Bissy" hat der Hub eine neue App entwickelt, die das tägliche Geschäftsleben der Unternehmer besser koordiniert. Von einer gezielten Steuerung der Zah­lungsströme, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden, bis hin zu einer besseren Warenlogistik – mit dem neuen Smartphonedienst soll der Fir­menkunde virtuell eine Art täglichen Begleiter in der Hand halten, der ihm dabei hilft, sein "Unternehmen mit 360 Grad im Blick zu behalten", heißt es. Vor allem bei der Liquiditätssteuerung soll die Anwendung wertvolle Dienste leisten. Hat sich der Unternehmer mit dem Kauf eines Geschäftsautos finanziell verhoben, schlägt die App passende Leasingangebote vor. Leicht und unkompliziert zahlt der Kleinunternehmer dann eine monatliche Rate und verkauft das Auto. Die frei werdende Liquidität könnte der Firmeninhaber für eine andere Anschaffung einsetzen, die für den Geschäftsbetrieb strategisch relevanter ist.

Alle Verträge im virtuellen Archiv
Eine andere Idee, um den Deutschen das Leben zu erleichtern, verfolgt die App "Sam". Von der Geburtsurkunde über den Führerschein bis zu notariellen Kaufverträgen für die eigenen vier Wände – jede Bundes­bür­ger verfügt in der Regel über eine Menge Verträge. Meist liegen die Dokumente wild an verschiedenen Orten. Damit will Sam Schluss machen. Die App-Nutzer können über eine Erkennungssoft­ware alle Verträge einspannen und digital archivieren. Gleich­zeitig werden die Daten aus den Verträgen virtuell erfasst. In einem zweiten Schritt werden Schnittstellen zu Partnern der Verträge eingerich­tet. Dadurch sollen den Kunden Mehrwerte angeboten werden, die von den Sparkassen bepreist werden (etwa das Erstellen eines Testaments). Damit könnten sich die Institute eine zusätzliche Erlösquelle sichern.

Einfacher zu vier Wänden mit Fina
Auch für das hart umkämpfte Immobiliengeschäft hat sich der S-Hub ei­nen virtuellen Dienst einfallen lassen, der vor allem für die Landesbau­sparkassen interessant sein könnte. Deren einprägsamer Name: Fina. Wer eine Wohnung oder ein Haus kauft, soll dadurch schneller zu seinem eigenen vier Wänden kommen. In einfachen vier Schritten und innerhalb von 70 Minuten begleitet die App potenzielle Immobilienkäufer dabei – vollständig digital und ohne Medienbrüche –, ihre Baufinan­zie­rung auf die Beine zu stellen. Sie liefert potenziellen Hauskäufern unter­schriftsreife Darlehenskonditionen. Das könnte den Immobilienkauf beschleunigen. Denn die Kunden wissen dadurch genau, welche finanzielle Belastungen auf sie zukommen. Allerdings ist die App nur auf Immobilienabschlüsse bis 400 000 Euro ausgerichtet.
Anzeige
  1. Radikal digital
  2. Digitale Natives – für Sparkassen die Zielgruppe der Zukunft
  3. Sekundenschnelle Transaktionen durch Blockchain
  4. Fazit
 Druck-PDF herunterladen

Kommentare zum Artikel (0)