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03. Dezember 2018 - 08:30Kolumne 12/2018: Finanzmarktrisiken

(K)eine Rückkehr zur Normalität

von Dr. Silvio Andrae

Nebenwirkungen expansiver Geldpolitik

Noch ausschlaggebender ist, dass die expansive Geldpolitik der letzten Jahre genau das risikoreiche Verhalten gefördert hat, das durch die neuen Vorgaben begrenzt werden sollte. Da die Geldpolitik mächtig auf dem Gaspedal steht und die Regulierungspolitik fest die Bremse drückt, ist das wahrscheinlichste Ergebnis eine erhöhte Instabilität. Studien zeigen, dass eine strengere Regulierung und eine lockere Geldpolitik zusammen zu einem Anstieg der risikobehafteten Vermögenswerte in den Bankbilanzen führen.
Sehr niedrige Kreditrisiko- und Laufzeitspreads sowie rekordtiefe Volatilität haben zu noch riskanteren Verhaltensweisen geführt. Sollten sich diese Spreads normalisieren, würden enorme Risiken entstehen. Der rekordverdächtige Anteil der sogenannten Covenant-Lite-Finanzierungen, bei denen die Rückzahlungsfähigkeiten des Schuldners weniger genau unter die Lupe genommen werden, zeigt zudem eine übermäßige Risikobereitschaft an. Vermögensverwaltungsgesellschaften, Private-Equity-Gesellschaften und Kreditfonds haben zunehmend regulierungsbeschränkte Banken als Kreditgeber verdrängt. Dies macht es immer schwieriger, zu antizipieren, wie sich künftige finanzielle Einschnitte auswirken könnten. Das gilt vor allem für die Schwellenländer.
In den letzten Jahren hat es an Ineffizienz der Finanzmärkte nicht gemangelt. So konnten Anomalien wie die Verletzung der Bedingungen der gedeckten Zinsparität an den Devisenmärkten, Marktliquiditätsengpässe aufgrund teilweise neuer regulatorischer Vorgaben oder wiederholte Blitzcrashs beobachtet werden. Zu diesen „bekannten Kenntnissen“ kommen die „bekannten Unbekannten“ hinzu, die mit Hochfrequenzhandel und Passivinvestments verbunden sind. Die wohl größte strukturelle Veränderung an den Finanzmärkten ist das Aufkommen von Indexfonds (ETFs).

Fazit

Die skizzierten Risiken erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Vielzahl künftiger Schocks bündelt. Schlimmer noch, sollte die Weltwirtschaft einen weiteren deutlichen Abschwung erleben, wird es für die politischen Akteure viel schwieriger werden, angemessen zu reagieren. Niedrige Leitzinsen bedeuten, dass die Zentralbanken nur sehr wenig Spielraum für eine traditionelle geldpolitische Lockerung haben werden. Gleiches gilt für die fiskalischen Spielräume der Staaten.
Autor
Dr. Silvio Andrae ist Abteilungsdirektor beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) in Berlin.
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  1. (K)eine Rückkehr zur Normalität
  2. Nebenwirkungen expansiver Geldpolitik
  3. Fazit
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