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28. November 2018 - 08:30Agile Projektentwicklung

Schon beim Lernen Mehrwert schaffen

von Nicolaj Kramer, Anna Abelein

Ideen und Prototypen erblicken das Licht

Das Magazin Ohrenkuss publiziert ausschließlich Texte, die Menschen mit Down-Syndrom verfasst haben.
Mit den Erkenntnissen der Interviews haben die Sparkassenmitarbeiter in „wilden Brainstormings“ verschiedene Lösungsansätze erarbeitet. Und aus den besten Ideen sind in der Folge Prototypen geworden. Für die Deutsche Krebshilfe hat sich etwa die Idee durchgesetzt, einen YouTube-Channel „Weg des Kriegers” einzurichten. Das Format: Kurzvideos mit persön­lichen Geschichten betroffener Krebspatienten. Und im Nu ist auch eine weitere Idee zum Prototypen geworden: als Storyboard mit der Geschichte einer an Krebs erkrankten jungen Frau und ihrer Freundin. Neben der Krebserkrankung führt sie ein einiger­maßen normales Leben eines Millenials und geht sogar feiern. Das Storyboard ist später in ein Video (inklusive Rollenspiel) umgesetzt worden.
Für Ohrenkuss gab es gleich zwei neue Ideen-Wege: Zum einen den, Prozente in Läden für Ohrenkuss zu generieren. Dabei wird dem Kunden im regionalen Einzelhandel beim Kauf (hochwertiger und -preisiger) Produkte ange­boten, statt eines Rabatts von fünf Prozent denselben Betrag für Ohren­kuss zu spenden. Dabei erhält der Kunde ein Gratismagazin sowie einen Gutschein für eine zweite Ausgabe bei Online-Registrierung. Die Idee ist im Prototyp dann in Gestalt eines Kassenbons mit der Option Rabatt oder Spende umgesetzt worden.
Ein (Rückwärts-)Lauf-Event hat als zweite Idee mit einer Veranstaltung für und mit Menschen mit Trisomie 21 in den Bonner Rheinauen über­zeugt. Der Gewinner erhält in einer Siegerehrung ein Ohrenkuss-Abo auf Lebenszeit. Die Idee ist durch ein Modell der Rheinauen mit dem Lauf-Event vorgestellt worden.

Die Ergebnisse reifen

Am zweiten Tag sind die Ideen an „echten“ Nutzern getestet worden. Das entsprechende Feedback ist eingearbeitet und das Konzept dadurch ausgereifter geworden. Anschließend sind die Ergebnisse vor den ande­ren Teams und den Partnern der Deutschen Krebshilfe und Ohrenkuss präsentiert worden.Ohrenkuss hat die im Workshop entwickelte Idee tatsäch­lich durch eine Kooperation mit einem bekannten Café in der Bonner Innenstadt verwirklicht, das künftig ihre Tassen dort verkaufen wird. Außerdem war erkennbar: Für die Öffentlichkeit muss alles noch deutli­cher nach Außen transportiert werden. Gut, dass die möglichen Nutzer dies so schnell rückgemeldet haben. Auch dafür werden aktuell Koopera­tionspartner gesucht, die Ohrenkuss-Texte publizieren.
Die Deutsche Krebshilfe nimmt mit, dass eine gezieltere Kommunikation an jede Zielgruppe das A und O ist. So auch an Millenials, deren „Brille“ sie hier ganz besonders passend aufgesetzt bekommen haben. Geschafft hat all dies eine Workshop-Gruppe, die zuvor nie mit dieser Methode gearbeitet hat.

Fazit und Ausblick

Design Thinking ist Innovationsmethode und Arbeitskultur zugleich. Der sechsstufige Prozess eignet sich, um aus Perspektive der Kunden sinnvolle Angebote und Dienstleistungen zu entwickeln. Ein großer Vorteil liegt nach den Bonner Erfahrungen in der starken Nutzerzentrierung. Diese ist angereichert worden durch niedrigschwel­lige Methoden, um mit Kunden/Nutzern in Kontakt zu kommen. Es ist somit schnell ein tiefes Problemverständnis und ein kreatives Selbstbewusstsein entstanden. Durch die Art und Weise mit Vorschlägen umzugehen, sind Fehler als Lernpotentiale gesehen und die kollektive Intelligenz intensiv genutzt.
Gerade in Zeiten eines hohen Ertragsdrucks, lassen sich mit Design Thinking Entwicklungskosten reduzieren. Ergebnisse und Ideen werden viel schneller als bei traditionellen Arbeitsmethoden auf ihre Vorteil- und Sinnhaftigkeit hin untersucht und gegebenenfalls angepasst. Will eine Sparkasse die siloübergreifende und multidisziplinäre Zusammenarbeit fördern, sind Design Thinking Methoden ebenfalls anzuraten.
Autoren
Nicolaj Kramer ist Mitarbeiter der Hamburger Sparkasse.
Anna Abelein ist Gründerin und Geschäftsführerin der Protostart GmbH in Düsseldorf.
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  1. Schon beim Lernen Mehrwert schaffen
  2. Ideen und Prototypen erblicken das Licht
  3. Fazit und Ausblick
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