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08. Oktober 2018 - 08:30OSPlus-Neo

Schufa-Nachmeldung spart Prozesskosten

von Kerstin Ostertag, Brunhilde Hackenbruch

Die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen erhält aktuelle, anlassbezogene Schufa-Nachmeldungen zu Bestandskunden im Vollbezug. Unter OSPlus-Neo ist das ein großer Vorteil, da so nicht nur automatisch Risiko- und Prozesskosten reduziert werden, sondern sich auch formaler Aufwand im Antragsprozess reduzieren lässt.

Eine Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Sparkasse und Schufa arbeiten beim Erkennen von Kreditrisiken Hand in Hand. (dpa)
Seit die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wirksam geworden ist, müssen Schufa-Vertragspartner Verbraucher, um die erweiterten Informationspflichten nach Art. 13 und 14 DSGVO im Rahmen der Datenerhebung zu erfüllen, unter anderem mit der Schufa-Hinweislösung unterrichten. Im Neukundengeschäft (das heißt, der Kunde ist der Sparkas­se unbekannt) werden die Informationspflichten in der Regel mit der Personensatzneuanlage abgedeckt. Bei Bestandskunden erfolgt mit Abschluss eines Neugeschäfts die Unterrichtung nach DSGVO.
Bei Neukunden wird die Bonität in der Regel durch eine direkte Schufa-Anfrage geprüft. Im Bestandkundengeschäft kann bei Instituten, die die Schufa-Nachmeldungen im Vollbezug beziehen, auf die aktuellste Nachmel­dung zurückgegriffen werden. Sofern Institute allerdings den Dienstleistungsumfang eingeschränkt haben, müssen zu beiden Kunden­gruppen im Antragsprozess permanent neue, direkte Schufa-Anfragen gestellt werden. Das kann ein zusätzlicher Aufwand sein, weil in diesem Zusammenhang Rückfragen zum berechtigten Interesse beantwortet werden müssen – sowohl von Kunden als auch von der Schufa selbst (etwa im Rahmen von Stichproben-Kontrollen oder wenn bei der Schufa Fragen von Verbrauchern zu den von der Sparkasse gestellten Anfragen eingehen).
Mit OSPlus-Neo kommt mit Blick auf Direktanfragen und Informations­pflich­ten noch eine weitere Herausforderung dazu: Ist bei Geschäftsab­schlüssen in OSPlus-Portal noch die Schufa-Anfragemaske eingeblendet, und konnte der Berater auswählen, ob er eine Direktanfrage durchführt, ist dieser Prozessschritt der Anfrage "Ja" oder "Nein" auf der neuen Ober­fläche in OSPlus-Neo nicht mehr sichtbar. Der Berater weiß nicht, ob der Kunde über Schufa-direkt "Ja" oder Schufa-direkt "Nein" angefragt wird. Während bei einem "Nein" ressourcenschonend automatisch auf aktuelle Vorgänge zurückgegriffen wird, führt ein "Ja" zu einer automatisierten Direktanfrage. Diese ist kostenpflichtig und wird bei der Schufa im Datensatz zum Verbraucher für zwölf Monate taggenau gespeichert. Gegebenenfalls wird der Verbraucher durch einen Update-Service per SMS oder E-Mail über die Anfrage informiert.
(BBL)
Die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen schafft durch den Vollbezug von Nachmeldungen für die Beraterinnen und Berater Prozess­sicher­heit. Immer dann, wenn sich zu einem gemeldeten Bestandskunden der Daten­bestand verändert, liefert die Schufa anlassbezogen und tages­aktuell die positive oder negative Bonitätsveränderung bzw. Veränderungen zu den Personenstammdaten als Nachmeldung mit vollem Auskunftsinhalt aus. Die neue Information wird über Nacht automatisch in den Vorgän­gen abgelegt und kann von dort aus kostenfrei in Produktfolgeprozessen wiederverwendet werden – auch unter OSPlus-Neo. Bei den auf das Neukundengeschäft reduzierten anlass­bezo­genen Direktanfragen "Ja" wird der Neukunde durch die Meldung an die Schufa zum Bestandskunden. Das oben genannte Nachmeldeverfahren greift, sobald eine Veränderung im Datenbestand zum Verbraucher eintritt (s. Abb. 1).
Die im Rahmen des Neukundenprozesses einmalig eingeholte Schufa-Auskunft wird zur Wiederverwendung auf einen Zeitraum von maximal zwölf Monaten begrenzt und anschließend aus den Vorgängen gelöscht. Tritt nach Anfrage und Produktabschluss inklusive Meldung an die Schufa bereits eine Veränderung ein, wird die Sparkasse über diese via Nachmeldung informiert, und die Auskunft kann sofort gelöscht werden. Durch die regelmäßigen Löschprozesse der Vorgänge ist sichergestellt, dass sämtliche Informationen nur so lange wie nötig vorgehalten werden. Auskünfte bleiben für maximal zwölf Monate in den Schufa-Vorgängen gespeichert. Nachmeldungen werden solange eingesetzt, bis eine neue Nachmeldung zu einem aktiven Bestandskunden eingeht.

Querschnittsthema Schufa

Seit Beginn der A-Vertragspartnerschaft im Jahr 1967 sind die Schufa-Informationen ein wichtiger Bestandteil des Vertriebs- und Risikomanage­ments bei der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen. Informationen im Neu- und Bestandskundengeschäft leisten vor allem mit Blick auf die zuneh­mend digitalisierten Abläufe im Bankgeschäft einen essenziellen Beitrag ­ sowohl beim Multikanalbanking als auch im stationären Vertrieb. Für den Verbraucher selbst spielt der Einsatz der zu seiner Person bei der Schufa gespeicherten Informationen – ­ vor allem aus der Kreditwirt­schaft –­ ebenfalls eine wichtige Rolle. Der Schufa liegen zu mehr als 90 Prozent der gespeicherten Personen ausschließlich positive Informationen vor. Dadurch werden Verbrauchern in Deutschland schnelle und bequeme Geschäftsabschlüsse ermöglicht, sowohl online als auch stationär, da Kreditwürdigkeitsprüfungen in der Regel mittels Schufa-Abfragen innerhalb weniger Sekunden digital durchgeführt werden können.
Durch das seit mehr als 90 Jahren bewährte Gegenseitigkeitsprinzip melden die rund 9500 Vertragspartner aus Branchen wie Kredit­wirt­schaft (zu 87 Prozent Anteilseigener der Schufa), Handel und E-Commerce kreditrele­vante Informationen zu Privatpersonen an die Schufa. Sie verfügt mit Informationen zu 67,5 Millionen Privatpersonen über den umfangreichsten Datenbestand dieser Art in Deutschland. Außerdem kann die Auskunftei aktuell zu 5,3 Millionen registerlich geführten Unternehmen, Selbstständigen und Kleingewerbetrei­benden Auskünfte erteilen. Die Kombination von Informationen aus Unternehmens- und Personendaten­bank ermöglicht auch bei nicht im Handelsregister eingetragenen Unter­neh­men wie Klein­gewerbetreibenden oder Selbstständigen eine valide Bonitätseinschät­zung. Die angeschlossenen Vertragspartner profitieren von umfangreichen, aktuellen und qualitativ hochwertigen Informationen für ihr Risiko- und Antragsprozessmanagement.
Die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen kann durch die von der Schufa implementierten Qualitäts- und Kontrollmaßnahmen sicher sein, dass die vorliegenden Informationen im Datenbestand stets vollständig gepflegt und aktuell sind. Auf dieser Basis kann das Institut jederzeit eine valide und fallabschließende Bonitätseinschätzung von Neu- und Bestandskunden vornehmen. Im Vertriebsmanagement Privatkunden der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen angesiedelt, wird das Thema Schufa in Kooperation mit dem Vertriebsmanagement Unternehmenskunden, dem Bereich Kredit und dem Prozessmanagement im Haus umgesetzt. Daher müssen Einzel­themen innerhalb der Sparkasse adressatengerecht verteilt und gesteuert werden.
Rund 250 000 Informationen verarbeitet der Dienstleister jährlich für die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, bestehend aus Anfragen, Meldun­gen und Nachmeldungen. Den nachhaltigen und laufenden Prozessmaß­nah­men sowie konsequenten Schulungen ist es zu verdanken, dass sich die dafür aufzuwendenden Sachkosten bei der Kreissparkasse seit 2014 auf einem konstanten Niveau bewegen: Trotz jährlicher Girozuwächse von rund zwei Prozent sind die Kosten für das Institut nicht gestiegen. Zu dieser positiven Entwicklung trägt der volle Nachmeldebezug einen großen Teil bei.
Das heutige System ist das Ergebnis einer eingehenden Prüfung aller Ab­läufe im Jahr 2013. Gemeinsam mit der Vertriebsbeauf­tragten der Kreis­sparkasse Esslingen-Nürtingen sind in der Folge alle Schufa-rele­van­ten OSPlus-Prozesse optimiert und angepasst worden. Danach sind über einen Zeitraum von sechs bis neun Monaten folgende Maßnahmen implementiert worden:
  • Direktanfragen an die Schufa erfolgen überwiegend bei Neukunden (Personensatzneuanlage).
  • Ausschöpfen der Nachmeldungen im Bestandskundengeschäft (Schufa-Vorgänge).
  • Aufsetzen von OSPlus-Regelprozessen gemäß Regelungen in den Schufa-A-AGB, Anpassen der Basis-Administrationseinstellungen an Geschäftsproduktvarianten sowie Vorbelegen von Schufa-Konto- und Personenmerkmalen.
  • Beseitigen von Unsicherheiten bei Nutzung der Schufa-Vorgänge in OSPlus und Definieren klarer Vorgaben zur Vorgehensweise bei negativer Schufa.
  • Neuregeln von Aufgaben, Rollen und Zuständigkeiten, wie grund­sätz­liche Adressierung von Berateranfragen an den Marktservice.
  • Durchführen einer kostenfreien Dateninventur für Kreditkarten und Girokonten.
  • Prüfen und Bereinigen der Schufa-Vorgänge.
  • Reduzieren des Ereignistyps auf SFA-MKML-XX mit dem Ziel, die Folgebearbeitung adressatengerecht und risikorientiert zu steuern.
  • Prüfen der Prozesse im Abwicklungsbereich.
  • Vermitteln von nachhaltigem Wissen durch fortlaufendes Webinar-Angebot der Schufa.
Außerdem ist ein auf die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen zugeschnit­tenes Schulungskonzept erarbeitet worden, das praxisorientierte Präsenz­schulun­gen der Mitarbeiter in Markt, Marktservice und Kreditab­wick­lung umfasste. Im Rahmen des regelmäßigen Schufa-Jahresgesprächs mit der zuständigen Betreuerin und allen beteiligten Abteilungen wird die Qualität der Prozesse und der Datenbasis regelmäßig überprüft und ge­sichert. In dieser Runde werden auch neue Lösungen und Trends in der Entwicklung der Sparkassen-Finanzgruppe vorgestellt. Vor der Umsetzung von Vertriebsmaßnahmen oder Folgeaktivitäten werden bei Bedarf prozes­suale Anpassungen und interne Veröffentlichungen vorgenommen.
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  1. Schufa-Nachmeldung spart Prozesskosten
  2. Schufa-Vorgänge in OSPlus
  3. Fazit
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