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02. Februar 2017 - 17:14Arbeitskreis 5

Standards der Risikosteuerung am Beispiel Zinsänderungsrisiko

von Viola Uphoff, BVR, Olaf Wegner, DSGV

Durch erhöhte Anforderungen werden Erweiterungen in den Steuerungssystemen erforderlich. Hilfe bieten die Verbände.

Abteilungsleiter Olaf Wegner erläuterte Berechnungen für den Zinsüberschuss. (Himsel)
Seit Januar 2016 gelten formal Leitlinien der Eba zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos bei Geschäften des Anlagebuches. Hier sind aufsichtliche Änderungen zu erwarten. Besonders zu erwähnen ist, dass die Aufsicht künftig sowohl die barwertige Steuerung als auch die periodische Steuerung fordern wird.

Auswertungen des DSGV zm Stichtag 30. Juni 2016 zeigen, dass trotz der zum großen Teil ausreichenden Eigenkapitalausstattung aktuell knapp die Hälfte der Institute Eigenkapitalzuschläge in Höhe von 1,9 beziehungsweise 2,6 Prozent erhalten. Aber: Die aufsichtsrechtliche Kategorisierung identifiziert nicht ausschließlich und eindeutig die Institute, die durch übermäßig hohe Fristentransformationen Zinsänderungsrisiken eingehen.
Zusätzliche Erweiterungen in den Banksteuerungssystemen der Sparkassen sind erforderlich, wenn die aus Basel angekündigten Veränderungen auch national zu erfüllen sein werden. Durch das angekündigte Standardverfahren, das bei mangelnder Eignung eigener Methoden von den Instituten zu erfüllen ist, wird eine erhöhte Eigenkapitalausstattung erforderlich werden.
Bei Optionen und Produkten mit Verhaltensannahmen setzt die Aufsicht zukünftig verstärkt auf die Qualität der angewendeten Methoden. Eine Checkliste der beiden Verbände DSGV und BVR zur Sicherstellung korrekter und nachhaltiger gleitender Durchschnitte unterstützt die Institute in aufsichtlichen Gesprächen.
Ebenso sind die bestehenden Optionspreismodelle an das aktuelle Niedrigzinsumfeld anzupassen. Auch hier gehen die Sparkassen- und die genossenschaftliche Finanzgruppe ähnliche Wege zur Problemlösung.

Qualität der Methoden rückt in den Fokus

Durch einen laufenden Austausch der beiden Verbände lassen sich Synergieeffekte nutzen. Eine gemeinschaftliche Interessenvertretung erreicht auch mehr. Positive Ergebnisse brachte zum Beispiel der Abstimmungsprozess zum Baseler Konsultationspapier zum Zinsänderungsrisiko.
Eine besondere Herausforderung an die Zinsänderungsrisikosteuerung ist zum einen, dass im Passivgeschäft eine starke Umschichtung von Festzinsen zu variabel verzinslichen Produkten stattgefunden hat. Zum anderen gerät das Aktivgeschäft durch die Konzentration des Wettbewerbs unter Druck. Beide Effekte führen dazu, dass der Zinsüberschuss in den kommenden Jahren deutlich geringer ausfallen wird.
Die Eigenanlagen werden aufgrund der geringen Zinsbeiträge nur bedingt entgegenwirken können. Daher sollten Institute hinterfragen, ob der Erfolgsbeitrag aus der Fristentransformation in Bezug auf Zinsänderungsrisiken ökonomisch sinnvoll ist.
Eine gesamtheitliche Methodik bietet das Gesamtbanksteuerungsmodell VR-Control. Damit werden alle wesentlichen betriebswirtschaftlichen Fragestellungen inklusive der damit verbundenen prozessualen Sicht beantwortet. Herzstück bildet der Planungsprozess, in dem ein Schwerpunkt die integrierte Asset-Allocation mit VR-Euro darstellt, das der Software S-Karisma der Sparkassen-Finanzgruppe ähnelt.
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