Anzeige
Anzeige

Exklusiv für Abonnenten

Dieser Beitrag steht exklusiv Abonnenten des SparkassenZeitung Portals zur Verfügung.
Bitte loggen Sie sich hier ein:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen oder benötigen Sie ein neues?
Hier anfordern

Weitere Informationen zu Produkten, Bestellmöglichkeiten mit Testzugang, Lizenzprüfung oder FAQs finden Sie im Bereich Abo-Service.
Bei Fragen nehmen Sie gern Kontakt online mit uns auf oder rufen Sie uns an:
Tel.: +49 711 782-1173.

Passwort vergessen

Geben Sie Ihre E-Mail Adresse an und erhalten Sie einen Link um Ihr Passwort zurückzusetzen.

Bitte geben Sie hier Ihre E-Mail-Adresse an, mit der Sie bei uns registriert sind. Nach dem Klicken auf "Absenden" bekommen Sie eine Mail mit dem Link. Klicken Sie den Link an oder kopieren Sie diesen in die Adressleiste Ihres Internetbrowsers. So werden Sie automatisch angemeldet und können Ihr Passwort ändern.

Anzeige
08. August 2018 - 08:30Digitales Ökosystem

Startschuss für digitales Fundament im Immobiliengeschäft

von Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis

Die Sparkassen-Finanzgruppe verfügt über Immobiliendaten aus vielen Quellen, wie Vermittlung, Finanzierung und Versicherung. Sie werden künftig in einer verbundweiten Datenbank gebündelt, die das Fundament für ein "Digitales Ökosystem Immobilie" wird. Sparkassen und Verbundpartner haben damit künftig deutliche Vorteile.

Eine Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Nach der Genehmigung durch alle Gremium baut die Sparkassen-Finanzgruppe mit Hochdruck ein "Digitales Ökosystem Immobilie" auf. (vege/fotolia)
Mit dem Votum des Gesamtvorstands des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) am 18. Juni haben alle beteiligten Gremien zugestimmt: Die Entwicklung einer zentralen Immobilienmarkt-Datenbank auf Basis der Vorstudie, eines Umsetzungsplans und des gemeinschaftlichen Finanzierungsmodells ist beschlossen. Mit der Entwicklung wird der Deutsche Sparkassenverlag beauftragt, der Spezialist für mandantenübergreifende Datenhaus­halte sowie deren effektive Analyse, Benchmarking und Vernetzung ist. Darüber hinaus ist er erfahren in der Integration von Speziallösungen in die Kernbanksysteme im OSPlus.

Von zentraler Immobilienmarkt-Datenbank zum Digitalen Ökosystem Immobilie

Eine zentrale, verbundweite Datenplattform "rund um die Immobilie" schafft die performante Informationsgrundlage für alle traditionellen Ge­schäfte, wie Vermittlung, Finanzierung, Versicherung und Verwer­tung. Sie ist darüber hinaus Ausgangspunkt für die permanente Weiter­ent­wicklung des Geschäftsmodells zu einem "Digitalen Ökosystem Immo­bilie" im Ökosystem der Sparkassen-Finanzgruppe (s. Abb. 1).
Worum geht es aus der Sicht des Kunden? Alle Dinge, die mit Immobilien zu tun haben, sind – wie auch die Immobilie selbst – eine komplexe Angelegenheit. Die meisten Menschen kaufen nur einmal im Leben eine Wohnung oder Haus. Für ihre Entscheidungsfindung können sie daher nur selten auf den eigenen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Lernen sollte hier idealerweise über ein vernetztes Kollektiv erfolgen, das durch einen kompetenten und vertrauenswürdigen Partner organisiert werden muss.
Hier kommen die Institute und Verbundpartner der Sparkassen-Finanzgruppe zum Zuge (560 Unternehmen), die mit ihren Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mehr als 55 Millionen Kunden in Deutschland erreichen und gleichzeitig jedes Jahr mehr als 480 000 Immobilien allein als Kreditsicherheiten bewerten (nur Sparkas­sen). Daneben vermitteln und versichern sie aber mindestens genauso viele Objekte. Außerhalb dieser Betrachtung liegen ferner Objekte im Eigenbestand und in den Fondsfinanzierungen. Die Spar­kassen-Finanzgruppe erzeugt aus vielen Daten und Informationen unterschiedlicher Quellen in der Immobilienbewer­tung bereits heute ein großes Wissenspotenzial.

Von Big zu Smart Data

(BBL)
Im Grunde produzieren wir in Summe jeden Tag "Big Data". Aber dieses Öl des 21. Jahrhunderts liegt verstreut in der Wüste, und weder wir noch unsere Kunden können das darin schlummernde Wissen so effektiv nutzen, wie man es in anderen Bereichen der digitalen Welt, in anderen Ökosystemen heute gewohnt ist. An vielen Stellen müssen wir Daten (etwa bei der Vergabe von Realkrediten aus aufsichtsrechtlichen und vertraglichen Gründen) ohnehin neu organisieren. Das bietet die Chance, sich auf der Grundlage dieses noch verborgenen Wissens nicht nur in der eigenen Produktionseffizienz und Banksteuerung zu verbessern.
Wir können gleichzeitig für unseren Kunden und Partner zielgerichtet und effektiv neue interessante Produkte und Lösungen anbieten. Wissen aus dezentralen, zum Teil sehr heterogenen Datenquellen zu heben, heißt nicht nur schlichte Aggregation von Bits und Bytes, sondern bedeutet eine komplexe Datenmodellierung, Standardisierung und Verdichtung über sogenannte Metadaten. Eine komplexe Aufgabe, in der sich technologische und fachliche Expertise permanent austau­schen und vernetzen müssen.

Quadratur des Kreises: modern und doch aufsichtsrechtlich sicher

Am Ende muss eine performante, in unsere Kernbankensysteme integrierte und für unsere Partner über API-Schnittstellen offene Datenplattform entstehen, die nicht "mal eben" durch ein Start-up oder Fintech "hingestellt" werden kann. Die Datenverarbeitung muss am Ende auch für die aufsichtliche Akzeptanz hinreichend transparent und nachvollziehbar sein und dazu allen Anforderungen des Datenschutzes und der Vertraulichkeit gegenüber den Kunden genügen. So etwas gibt es nicht vorkonfektioniert am Markt zu kaufen. Schon gar nicht, wenn der Anspruch ist, in Bezug auf unsere und die uns anvertrauten Daten unserer Kunden analytisch und technologisch souverän zu sein – oder wie in diesem Fall der Immobilien zu werden.
Ohne diese technologische und analytische Souveränität kann heute kein Kreditinstitut der Bankenaufsicht eine leistungsfähige Geschäfts­steue­rung nachweisen. Datenhoheit und Modelltransparenz sind – in diesen Tagen durch die Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT) noch einmal bestätigt – die conditio sine qua non. Ohne sie wird die Aufsicht keine datenbasierte oder automatisierte Immobilien­bewertung – moderne Technik hin oder her – akzeptieren. Ohne sie wird etwa das Inkraftsetzen makroprudenzieller Instrumente zur Begrenzung von Baufinanzierungsgeschäften wegen der Sorge vor Immobilienpreisblasen – wie jüngst im Finanzstabilitäts­bericht an die Bundesregierung gefordert – von der Sparkassen-Finanzgruppe nur hingenommen, nicht aber differenziert statistisch unterlegt abgewehrt werden können.
Anzeige
  1. Startschuss für digitales Fundament im Immobiliengeschäft
  2. Immobilienportale gibt es doch schon
  3. Fazit und Ausblick
 Druck-PDF herunterladen

Kommentare zum Artikel (0)