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02. Februar 2017 - 15:05Rentabilität

Strukturbruch Negativzinsphase

von Detlev Priehs, Sparkasse Herford

Erträge steigern, Kosten senken, Ziele anpassen sind die Antworten.

Detlev Priehs, Sparkasse Herford: Auch bei den Sachkosten wird kräftig gespart. (Himsel)
Eins vorab – wir können leider auch nicht zaubern. Die Belastungen sind extrem. Die Betriebsergebnisse der folgenden Jahre sinken kontinuierlich. Es sind unternehmerische Antworten gefragt, um dem Zinsszenario zu begegnen und den Ergebnisverfall zumindest abschwächen zu können.

Im Vordergrund der vielen Maßnahmen steht die Ertragssteigerung. Die Sparkasse Herford stellt entsprechend mehr Risikodeckungsmasse zur Verfügung und stärkt das margenträchtige Kreditgeschäft. Dazu gehört die Steigerung des Schuldscheindarlehnsgeschäfts oder der Ausbau des gewerblichen Immobiliengeschäfts. Doch um in diesen Bereichen Wachstum zu generieren, sind auch Investitionen in Mitarbeiterqualität und -quantität notwendig. Dank präziser Businesspläne ist eine Überwachung der Investitionen jederzeit gegeben. Schon 2016 zeigen sich die ersten Erfolge. Das gewerbliche Kreditgeschäft konnte um fünf Prozent ausgebaut werden.
Weitere Ertragssteigerungen erfolgen über eine bewusst breit angelegte Asset Allocation im Eigengeschäft. So sind die Aktien- und Immobilienfondsvermögen nahezu doppelt so hoch wie die Vermögenspositionen der Vergleichssparkassen. Auch Spreadanlagen nehmen einen höheren Stellenwert ein, selbstverständlich unter Berücksichtigung der vorgegebenen Risikolimite.
Seit 2013 fährt die Sparkasse Herford eine moderne Multikanalstrategie. Dazu gehört auch die Onlinefiliale, die mittlerweile mit acht Kundenberatern und rund 7500 direkt zugeordneten Kunden eine der großen Filialen darstellt. Effiziente Beratungsprozesse über Telefon oder Videobanking sowie ausgeweitete Beratungszeiten führen zu einer hohen Kundenzufriedenheit.
Mithilfe des Lebensarbeitszeitkontos der Deka wurde ein Instrument zur Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit etabliert. Mitarbeiter verzichten auf Teile ihres Bruttogehalts und legen es in sichere Investmentfonds an. Eine Win-Win-Situation für alle. Er kann flexibel über seinen Renteneintritt entscheiden – der Sparkasse wird ein Stellenabbau erleichtert.
Auch bei den Sachkosten wird kräftig gespart. Unbeliebte Themen, wie die Reduzierung von Weltspartagsgeschenken, Kalendern oder Sponsoringmaßnahmen, werden nicht ausgelassen.
Diese Maßnahmen werden jedoch nicht ausreichen, um das bestehende Ertragsniveau zu halten. Daher ist zu guter Letzt der eigene Zielanspruch und der Ausschüttungsanspruch der Träger zu beleuchten und gegebenenfalls zu korrigieren. Folglich muss ein neu definiertes Betriebsergebnisniveau von 0,6 Prozent ausreichen, um die Negativzinsphase unbeschadet zu überstehen.
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