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| LBS Südwest

Bausparen ist Produkt der Stunde

Deutschlands größte Landesbausparkasse hat im dritten Geschäftsjahr nach der Fusion einen neuen Rekord erzielt.

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Die LBS Südwest hat ihr Brutto-Neugeschäft nach Bausparsumme im vergangenen Jahr um knapp zehnProzent auf 10,23 Milliarden Euro gesteigert. Dieser Erfolg spiegele sich auch im Marktanteil wider, der bis Ende September 2018 auf 41,6 Prozent gewachsen ist. Damit baut die LBS die Marktführerschaft in ihrem Geschäftsgebiet aus.

„Mit diesem Ergebnis hat die Landesbausparkasse Südwest das beste Neugeschäft ihrer Geschichte erzielt“, so Wolfgang Kaltenbach, Vorsitzender des Vorstandes der LBS Südwest. Das sei eine Bestätigung dafür, dass der Zusammenschluss von LBS Baden-Württemberg und LBS Rheinland-Pfalz die richtige Entscheidung war. „Die damit verbundenen Maßnahmen und Veränderungen, insbesondere in der Vertriebsstruktur, zeigen Wirkung“, so Kaltenbach weiter.

 
Wolfgang Kaltenbach (rechts) übergibt den Vorstandsvorsitz zum 1. April an Stefan Siebert. © LBS

Ein entscheidender Erfolgsfaktor sei das Zusammenspiel der beiden Vertriebsschienen. Etwa die Hälfte des Bausparvolumens (4,91 Milliarden Euro) wurde von den Sparkassen / der BW-Bank in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vermittelt, ein Viertel (2,51 Milliarden Euro) vom LBS-Außendienst. Ein weiteres Viertel entfällt auf das Gemeinschaftsgeschäft, bei dem die LBS-Handelsvertreter gemeinsam mit den Sparkassen tätig sind. Diese Form der kooperativen Zusammenarbeit wurde nach der Fusion auch in Rheinland-Pfalz eingeführt und ist mittlerweile fast im gesamten Geschäftsgebiet der LBS Südwest umgesetzt. 2018 stieg der Anteil des Gemeinschaftsgeschäftes um 31,5 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro.

Für das Jahr 2018 kann die LBS Südwest ein Betriebsergebnis in Höhe von voraussichtlich 21 Millionen Euro ausweisen. „In Anbetracht der bestehenden Rahmenbedingungen sind wir mit diesem Ergebnis zufrieden“, erklärt Finanzvorstand Norbert Lohöfer. Die Situation guter Neugeschäftsvoraussetzungen in Verbindung mit schwierigen betriebswirtschaftlichen Bedingungen bleibe aber bestehen.

Strategisch ist die LBS Südwest darauf eingestellt, dass die Zinsen noch einige Zeit niedrig bleiben werden. Mit einer langfristig angelegten Unternehmensstrategie, marktgerechten Produkten und einer strengen Kostendisziplin wirkt sie dem stetig zunehmenden Ertragsdruck entgegen. „Das Betriebsergebnis hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert und wir erwarten für die kommenden Jahre wieder eine positive Entwicklung“, zeigt sich Lohöfer zuversichtlich.

Der Anteil der abgeschlossenen Tarife, die auf die Finanzierung oder Modernisierung von Wohneigentum ausgerichtet sind, liegt in der LBS Südwest bei über 90 Prozent. Mit einem Bausparvertrag sind die niedrigen Zinsen langfristig garantiert und die Sparer bleiben gleichzeitig flexibel. Der Zins für das Bauspardarlehen steht fest, aber eine Verpflichtung zur Abnahme besteht nicht. Dieser Mehrwert drücke sich in der Nachfrage nach Bausparverträgen und Immobilienfinanzierungen aus: Bausparen sei das „Produkt der Stunde“, so die LBS.

Darlehen auf Rekordstand

Erneut positiv hat sich auch das Kreditgeschäft entwickelt. Zum Jahresende erreichte der Bestand an Wohnbaudarlehen 9,67 Milliarden Euro (plus 5,2 Prozent). Das ist der höchste Wert in der Geschichte der LBS und spiegelt die Dynamik wider, die aktuell den Immobilienmarkt in Deutschland kennzeichnet. „Im Moment gibt es ein ganzes Bündel an Faktoren, das diese Entwicklung antreibt“, sagt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Uwe Wöhlert. „Das reicht von der positiven Wirtschaftsentwicklung über die steigende Bevölkerungszahl bis hin zu einem ungenügenden Neubau und führt mittlerweile zu teils erheblichen Preisübertreibungen“.

Im vergangenen Jahr hat die LBS 1,67 Milliarden Euro an Krediten an ihre Kunden ausbezahlt. Darüber hinaus hat der LBS-Außendienst eine weitere Milliarde Euro Kredite an die baden-württembergischen und rheinland-pfälzischen Sparkassen sowie die BW-Bank vermittelt. Einschließlich der ausgezahlten Sparguthaben und der durch Bauspardarlehen abgelösten Kredite hat die LBS über drei Milliarden Euro an ihre Bausparer überwiesen und so dem Wohnungsbau zur Verfügung gestellt.

Im Schnitt investieren Immobilieneigentümer zwischen 30.000 und 50.000 Euro in eine Modernisierung, bei der sie häufig energetische und wohnliche Sanierungen verbinden. Für solche Summen bietet die LBS Südwest mit dem Modernisierungskredit eine schnelle und unbürokratische Finanzierungsmöglichkeit – seit Mai 2018 für Darlehen bis zu 50.000 Euro ohne Grundbucheintrag. Mit großem Erfolg, sagt Wöhlert: „Mit der Erhöhung der maximalen Darlehenssumme treffen wir offensichtlich genau den Bedarf unserer Kunden.“ Die LBS verzeichnete 2018 im Modernisierungskredit, bei dem es sich um einen Vorfinanzierungskredit in Verbindung mit einem Bausparvertrag handelt, Darlehenszusagen in Höhe von 203 Millionen Euro (plus 41 Prozent).

Die Kommunen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gewinnen für die LBS immer mehr an Bedeutung. Im vergangenen Jahr wurden bei der LBS Südwest 62 neue Kommunalbausparverträge über 434 Millionen Euro (plus 262 Prozent) abgeschlossen. „Es ist nicht zuletzt die Null- und Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank EZB, die die Kommunen nach langfristigen, zinssicheren Finanzierungsmöglichkeiten Ausschau halten lässt“, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Wöhlert. Mit dem LBS-Bauspardarlehen lassen sich auf vielfältige Weise kommunale Immobilien- und Infrastrukturmaßnahmen finanzieren.

Die LBS Südwest hat im vergangenen Geschäftsjahr Altersvorsorge-Verträge über gut eine Milliarde Euro vermittelt. Damit hat sich die sogenannte Eigenheimrente zehn Jahre nach ihrer Einführung etabliert und zu einem festen Bestandteil im Bauspargeschäft der Landesbausparkasse entwickelt. „Wer die Förderung nicht nutzt, verschenkt bares Geld“, ist LBS-Chef Kaltenbach überzeugt.

Auch das neu eingeführte Baukindergeld sei für viele Familien eine wichtige Finanzierungshilfe. In Baden-Württemberg wurden bis Mitte Januar über 7500 Anträge gestellt, in Rheinland-Pfalz knapp 3400.

In das Jubiläumsjahr 2019 ist die LBS Südwest nach eigenen Angaben gut gestartet – die Bausparkasse wurde vor 90 Jahren gegründet. Im Januar wurden Verträge über 950 Millionen Euro vermittelt (plus 10,6 Prozent). „Der große Erfolg im Markt darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die anhaltenden Niedrigstzinsen weiter durch die Bilanzen fressen. Tatsache ist, dass die politisch motivierten Nullzinsen die gesamte Finanzbranche belasten und den Stabilitätsanker in der Baufinanzierung privater Haushalte, das Bausparen, dauerhaft in Gefahr bringen“, betont Kaltenbach.

Wechsel an der LBS-Spitze

Der Vorstandsvorsitzende der LBS Südwest Wolfgang Kaltenbach tritt zum 31. März 2019 den wohlverdienten Ruhestand an. Kaltenbach ist seit 2007 im Vorstand tätig, seit 2017 als Vorstandsvorsitzender. Stefan Siebert, der im November 2017 als Generalbevollmächtigter in die LBS eingetreten ist, wird das Ruder ab April übernehmen. Der Vorstand setzt sich dann aus drei Personen zusammen: Stefan Siebert (Vorsitzender), Uwe Wöhlert (stv. Vorsitzender) und Norbert Lohöfer.