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| Robo-Advisory

Geldanlage ohne Emotionen

Robo-Advisor drängen auf den Markt für die Anlageberatung. Als Antwort auf den Trend setzen immer mehr Sparkassen auf die Dekabank-Lösung Bevestor. Sie hoffen, neue digitalaffine Kunden zu erreichen, sehen Bevestor aber als einen Baustein, der die klassische Anlageberatung ergänzt.

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Wenn Stephan Bruhn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse, an die Wachstumspotenzial in der digitalen Anlageberatung denkt, ist er optimistisch gestimmt. „Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung bieten Banken immer häufiger digitale Anlagelösungen im Bereich einer individuellen Vermögensverwaltung an. Die zehn größten Robo-Advisor verwalten mittlerweile über 1,2 Milliarden Euro, Tendenz stark steigend“, erklärt Bruhn. Der Sparkassen-Vorstand sieht hier das Wachstum noch nicht ausgereizt. Bruhn: „Für 2020 wird ein verwaltetes Vermögen von 20 bis 30 Milliarden prognostiziert“, betont der Sparkassen-Vorstand.

Die Frankfurter Sparkasse mischt deshalb in dem Geschäftsfeld kräftig mit. „Vor dem Hintergrund des zunehmenden Ergebnisdrucks sowie den Herausforderungen der Digitalisierung für die Sparkasse, gilt es vorhandene Wachstumspotenziale im Multikanalvertrieb systematisch zu realisieren sowie die Marktanteile im Wertpapiergeschäft nachhaltig zu behaupten beziehungsweise zu steigern“, unterstreicht Bruhn.

Das Institut hat deshalb die Debabank-Lösung bevestor eingeführt, die ebenfalls auf Basis eines Robo-Advisors funktioniert. Dabei stellen die Frankfurter das Angebot in erster Linie „für Selbstentscheider im Internetauftritt der Sparkasse“ zur Verfügung. Zusätzlich könne „der stationäre Vertrieb dieses Angebot als Ventillösung für abwanderungsgefährdete Kunden oder auch zur Gewinnung von Neukunden einsetzen“, so das Vorstandsmitglied.

 
Der Robo-Advisor soll dem Vermögensaufbau dienen, mit Goldkettchen läuft er wohl nur in solch inszenierten Bildrn herum. © dpa

Doch der Privatkunde sei gefordert: „Letztendlich muss der Kunde aber den Anlageprozess selbstständig im Internet durchlaufen, damit er auf Basis seiner Angaben eine entsprechende Portfolio-Empfehlung erhält“, so Bruhn. Er gehe fest davon aus, dass die Sparkasse durch die digitale Vermögensverwaltung zusätzliche Erträge erzielt, die „ohne dieses Angebot nicht generiert werden können“. Das Filialgeschäft werde durch die webbasierte Anlagemöglichkeiten nicht gefährdet. „Aus unserer Sicht sind keine Kannibalisierungseffekte mit dem stationären Vertrieb zu erwarten, da die digitale Vermögensverwaltung in erster Linie auf online-affine Kunden im Multikanal ausgerichtet ist“, betont der Vize-Chef der Frankfurter Sparkasse.

Seit Jahresanfang setzt auch die Hamburger Sparkasse auf Bevestor. „Das Angebot passt gut zur Haspa, denn für Bevestor spricht unter anderem die geringe Einstiegssumme von 25 Euro monatlich beim regelmäßigen Sparen oder mindestens 1000 Euro bei einer Einmalanlage“, begründet eine Haspa-Sprecherin den Schritt. So böten den Kunden - neben klassischen Investmentfonds, die auch monatlich angespart werden können - auch ETFs eine gute Alternative zum Vermögensaufbau. „Insbesondere im Niedrigzinsumfeld und dem breiten Themenkomplex der Altersvorsorge eröffnen sich hier gute Chancen, am Kapitalmarkt zu partizipieren“, heißt es.

Besonders für risikoscheue Kunden sei Bevestor ideal: „Neben der geringen Einstiegshürde bietet auch der indivduelle Anlageschutz-Service von Bevestor einen Sicherheitsanker, der gerade für Kunden mit geringer Risikoneigung überzeugend sein kann. Denn das investierte Geld kann vor möglichen Verlusten geschützt werden“, meint die Haspa-Sprecherin. Dabei habe die Sparkasse auch eine jüngere Zielgruppe im Visier. „Mit den Vorzügen des Bevestor-Angebotes möchten wir Kunden überzeugen, die von vorn herein offen für Kapitalmarktinvestments sind und deren Hemmschwelle gering ist. In vielen Fällen sind das auch jüngere Kunden, die im digitalen Umfeld zu Hause sind und durchweg Onlineangebote nutzen und erwarten“, so die Sprecherin.