Baustelle in Eisenach
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Konsortialfinanzierung / mit Video
„Tor zur Stadt“ für Eisenach
Wie Wartburg-Sparkasse, Sparkasse Lüneburg und Helaba ein 25 Millionen Euro schweres Entwicklungsprojekt stemmen.

Jahrzehnte­lang ging es nicht vorwärts, jetzt scheint das Happy End in Sicht: Zwischen Haupt­bahnhof und Nikolai­tor entsteht auf einem Areal von 30.000 Quadratmetern ein Fachmarkt­zentrum mit Park­haus, Hotel und Tagungs­halle. 2022 soll alles fertig sein.

Finanziert wird das Vor­haben durch den Verbund aus Wartburg-Sparkasse, Sparkasse Lüneburg und Helaba. Mit einem Inves­ti­ti­ons­volumen von 25 Mil­lionen Euro ist das „Tor zur Stadt“ in Eisenach heute das größte private Ent­wick­lungs­­projekt seit rund 20 Jahren.

Um das Projekt auch finan­ziell in sicheres Fahr­wasser zu bringen, hatte sich der Projekt­entwickler May & Co. für seine „Haus­sparkasse“ in Lüneburg entschieden. Das ausge­wogene Konzept überzeugte aber auch die Wartburg-Sparkasse vor Ort, sich finanziell am „Tor zur Stadt“ zu be­teiligen.

Eisenach
Nikolaikirche mit Nikolaitor – dem alten Stadttor. Nun entsteht ein neues Tor zur Stadt EIsenach – dank Finanzierung durch Wartburg-Sparkasse, Sparkasse Lüneburg und Helaba.

Sparkasse hat Helaba ins Boot geholt

Es brauchte jedoch einen weiteren starken Partner. „Als mittel­ständische Sparkasse können wir ein Finanz­ierungs­volumen in Höhe von 25 Mil­lionen Euro nicht alleine stemmen; den­noch wollten wir unserer Verant­wortung hier vor Ort natürlich gerecht werden“, berichtet Andreas Reinemann, stell­vertretender Abteilungs­leiter Firmen­kunden­geschäft der Wartburg-Sparkasse.

Gemein­sam ent­schloss man sich 2017, die Helaba mit ins Boot zu holen. Zum einen, weil sie als Verbund­bank in der Ver­gangen­heit bereits zahl­reiche Projekte gemein­sam mit den Sparkassen realisiert hat. Zum anderen, weil die Helaba als größter europäischer Finanz­ierer von Gewerbe­immo­bilien sowohl über eine tiefe Markt­kenntnis als auch über eine hohe Finanz­ierungs- und Struk­tu­rie­rungs­expertise verfügt.

Wartburg-Sparkasse bleibt Konsortialführer

Und so steuert die Helaba den Groß­teil der Finanz­ierungs­summe bei, doch die Wartburg-Sparkasse tritt als Konsortial­führer auf und fungiert als Schnitt­stelle zwischen Sparkassen, Helaba und der Projekt­entwicklungs­gesellschaft.

„Wir freuen uns einfach, dabei zu sein“, sagt Malaika Priebe, Expertin Sparkassen­kredit­geschäft der Helaba. Für sie ist die Rolle der Helaba dabei klar definiert: „Wir unter­stützen hier vor Ort die Sparkasse; aber letztlich in dem Sinne, dass wir nur die Dinge bei­tragen, die die Spar­kasse selbst nicht leisten kann. Ansons­ten nehmen wir uns zurück, weil es ihr Stand­ort und ihr Kunde ist.“

Jeder Finanzdienstleister steuert spezielles Know-how bei

Konkret heißt das: Die Helaba steuert die Projekt­erfahrung mit großen Gewerbe­immo­bilien bei, die Sparkasse Lüneburg ihre Erfahrung mit dem Projekt­ent­wickler May & Co. und die Wartburg-Sparkasse ihre regionale Expertise.

Wartburg
Gute Zusammenarbeit: Andreas Reinemann, Stellver­tretender Abteilungsleiter Firmenkundengeschäft Wartburg-Sparkasse, und Malaika Priebe, Expertin Sparkassenkreditgeschäft der Helaba.

„Und so ist ein Dreamteam entstanden!“, sagt Andreas Reinemann, der die Rollen­verteilung und die Zusammen­arbeit ebenfalls durchweg positiv bewertet. Am un­kompli­zierten Ab­lauf hat auch Projekt­entwickler May & Co. ent­schei­denden Anteil: „Die Zusammen­­arbeit mit Herrn Kolb und der May-Gruppe war von Anfang an sehr an­genehm. Man konnte spüren, es mit einem enga­gierten, familien­geführten Unter­nehmen zu tun zu haben“, ergänzt Andreas Reinemann. Die Ent­scheidungs­wege seien kurz, die Kom­petenz sei hoch.

„Muster­beispiel an Nach­haltig­keit“

All das zeigt: Komplexe Projekte wie das „Tor zur Stadt“ brauchen Aus­dauer und ein starkes Team. Der bisherige Erfolg ist daher nicht zuletzt der inten­siven und vertrauens­vollen Zusammen­arbeit aller Betei­li­gten geschuldet.

Das neue „Tor zur Stadt“ ist für Ober­bürger­meisterin Katja Wolf auch deshalb ein „Muster­beispiel an Nach­haltig­keit“, das mittel­fristig zu einer Auf­wertung der Stadt führen wird. „Kein Zweifel, das ist ein Projekt, das uns alle sehr viel Energie ge­kostet hat“, so Katja Wolf. Schluss­endlich sei es jedoch auf­grund der ge­teilten Vision aller Betei­li­gten zu einem „Herzens­projekt“ geworden.

Ein Video über die Entstehung des Baus sehen Sie hier.

Marco Pfohl, Helaba
– 14. Februar 2020