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| Anlageberatung

Kunden fragen, Berater antworten

Sparbücher oder Festgeldkonten bringen längst keine Rendite mehr, die Aktienmärkte wackeln. Wie Berater verunsicherte Kunden überzeugen, sagt Frank Kalter von der Deka.

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Kundenfrage: Ist der Kauf von Aktien noch sinnvoll?
👉 Mögliche Antwort: Für langfristig orientierte Anleger führt im aktuellen Niedrigzinsumfeld kein Weg an Aktien vorbei. Natürlich gibt es immer wieder temporäre Schwankungen, aber je länger der Anlage­horizont, desto größer ist die Chance für Investoren, eine positive Rendite zu erzielen. Dabei gilt es, das Risiko breit zu streuen und nicht nur auf einige wenige Aktien zu setzen. Dazu bieten sich zum Beispiel Fonds an, die von professionellen Fondsmanagern gesteuert werden.

Welchen Betrag sollte ich investieren?
👉 Aus unserer Sicht ist es sinnvoll, regelmäßig mit Sparplänen zum Beispiel in Fonds zu investieren. Damit zahlen sich bereits geringere Anlagebeträge langfristig aus und das Risiko wird breit gestreut. Eine vergleichbare Risikostreuung können Anleger, die auf einzelne Aktien setzen, nur mit einem sehr hohen Anlagebetrag erreichen.

👉 Nach Berechnungen des Deutschen Aktieninstituts steigt mit zunehmender Laufzeit von Sparplänen, beispielsweise auf den Dax, außerdem die Wahrscheinlichkeit, eine positive Rendite zu erwirtschaften. Zu beachten ist bei Fondssparplänen wie bei allen Wertpapierinvestments, dass die Erträge schwanken können und der Blick in die Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft ist. Wer in Fonds investiert, sollte langfristig denken und nicht sofort an sein Geld müssen.

Meine Aktien und Fondsanteile bringen mir derzeit nur (Buch)verluste ein!
👉 Die momentane Korrekturphase an den Aktienmärkten dürfte noch etwas andauern. Da sich aber die weltwirtschaftliche Wachstumsdynamik nur verlangsamt und nicht abbricht, sind die Aussichten für die Aktienmärkte für die kommenden Quartale wieder positiver. Darüber hinaus sollten Anleger bei ihren Aktieninvestments stets einen langfristigen Anlagehorizont mitbringen.

👉 Als Beispiel: Der weltweit investierende Aktien-Publikumsfonds „Deka-GlobalChampions“ hat in den vergangenen drei Jahren eine Wertentwicklung von rund 32 Prozent, in den vergangenen fünf Jahren von rund 55 Prozent und seit der Auflage im Dezember 2006 eine Performance von rund 98 Prozent erzielt. Allerdings müssen Anleger beachten, dass die frühere Wertentwicklung kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung ist.
 
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Wann sollte ich Aktien kaufen?
👉 Aktien weisen im Vergleich zu anderen liquiden Anlageformen derzeit das beste Rendite-Risiko-Profil auf. Allerdings erhöhen die aktuellen politischen Unsicherheiten auch die Schwankungen an den Aktienmärkten. Deshalb ist es sinnvoll, über Sparpläne regelmäßig zu investieren. So können Anleger die Kurschwankungen nutzen, um Fondsanteile günstig zu erwerben.

Eine Rezession droht, Protektionismus kommt in Mode. Wäre es nicht falsch, jetzt einzusteigen?
👉 Grundsätzlich bleiben die globalen Aktienmärkte wegen langfristig positiver Aussichten und des Null- oder Negativzinsumfelds interessant. Solange die Weltwirtschaft im Trend wächst, gibt es im langfristigen Durchschnitt auch Kursgewinne an den Aktienmärkten. Ein steigendes Bruttoinlandsprodukt führt zu steigenden Umsätzen und damit steigenden Gewinnen der Unternehmen, was sich regelmäßig auch in Kursgewinnen an den Aktienmärkten widerspiegelt.

👉 Mittel- bis langfristig wächst die Weltwirtschaft aufgrund des Bevölkerungswachstums, der Aufholprozesse der Schwellenländer und der Innovationen und wegen des technischen Fortschritts. Deshalb ist ein Einstieg auch im aktuellen Marktumfeld weiterhin sinnvoll. Mit Blick auf die in der Frage formulierten Risiken ist es gewiss attraktiv, noch etwas Liquidität für Zukäufe vorzuhalten. So könnten sich kurzfristig weitere Einstiegschancen ergeben. Dennoch sollten Anleger immer darauf achten, sich bei Investmententscheidungen professionell über Ertrags-Risiko-Profile, Märkte, Anlagelösungen und Portfolio­­strukturierung beraten zu lassen.

Was für Aktien soll ich kaufen?
👉 Aktien sollten langfristig in jedem Anlegerportfolio eine wichtige Rolle spielen. Gerade im Niedrigzinsumfeld sind sie unverzichtbar. So bieten sich für konservativ ausgerichtete Privatkunden zum Beispiel dividendenstarke Aktien an, die tendenziell defensiver ausgerichtet sind. Um eine angemessene Risikostreuung zu erreichen, sollten jedoch Fondslösungen die erste Wahl für Kunden sein.

Haben Sie Tipps?
👉 Allgemein bieten sich insbesondere Aktienfonds sowie strukturierte Fondskonzepte, wie zum Beispiel Dachfonds und Vermögensverwaltungslösungen, für nahezu alle Anlegergruppen an, da mit diesen fast jedes gewünschte Ertrags-Risiko-Profil dargestellt werden kann. Für eher defensiv ausgerichtete Anleger sind Aktienfonds mit schwankungsarmen Aktien bei gleichzeitig guter Performance eine ausgezeichnete Wahl. Denn hier ist nicht nur die Schwankungs­intensität reduziert, sondern es können auch kurzfristige Kursrückgänge vergleichsweise gut abgefangen werden. Dabei handelt es sich in der Fachsprache um sogenannte „LowRisk“-Konzepte.
 
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Was ist von Nachhaltigkeitsaktien zu halten?
👉 Nachhaltigkeit ist ein Megatrend in allen Gesellschaftsbereichen. Auch in der Vermögensanlage wird das Thema zunehmend stärker nachgefragt. Neben einem guten Gewissen bringt die Integration von Nachhaltigkeits­­­­kriterien häufig Vorteile im Risikomanagement der Fonds. Dadurch, dass kritische Unternehmen mit potenziellen Verlustrisiken aus dem Investment­universum herausfallen, können Risiken minimiert werden und die Schwankungsintensität abnehmen.

Sollte ich vielleicht eher einen Robo-Advisor um Rat bitten als einen Bankberater?
👉 Wenn Kunden unsicher sind, welche Vermögensanlage für sie passt, sollte ein qualifiziertes Beratungsgespräch in der Filiale die erste Wahl sein. Für Kunden, die Finanzwissen mitbringen und auf eine Beratung verzichten können, die ihre Anlage­entscheidung selbst und online treffen möchten und auf der Suche nach einer Vermögensanlage in Wertpapieren sind, bietet sich auch eine Geldanlage über einen Robo-Advisor an.

Bieten Dividendenaktien und Fonds einen Ausweg in Phasen mit niedrigen und wackligen Kursen?
👉 Dividendenrenditen übersteigen im gegenwärtigen Marktumfeld die Verzinsung vieler Anleihen. Trotzdem können auch die Kurse von Dividendenaktien in Abhängigkeit vom Marktumfeld schwanken. Anlagelösungen, die auf dividendenstarke Titel setzen, sind jedoch tendenziell etwas defensiver ausgerichtet und eignen sich somit auch für eher konservativ orientierte Anleger, insbesondere wenn sie möglichst breit diversifiziert anlegen möchten.

Die Nebenkosten und Depotgebühren sind hoch – bin ich bei einer Direktbank günstiger bedient?
👉 Das Dekabank-Depot bietet Anlegern ein umfangreiches Serviceangebot wie umfangreiche Callcenter-Leistungen. Darüber hinaus ist der günstige Depotpreis bestands­unabhängig. Das heißt, er steigt auch dann nicht, wenn sich das Depotvolumen durch Wertzuwachs oder Neuanlage deutlich erhöht. Eine weitere Kostenersparnis ist auch durch die Umstellung auf eine elektronische Depotführung möglich.
 
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Sollte ich Einzelaktien oder Fondsanteile erwerben?
👉 Eine allgemeingültige Patentlösung gibt es nicht. Die richtige Mischung im Depot sollte genau auf den Anlegertyp und seine Anlageziele abgestimmt werden. Dennoch sollten für Privat­anleger Fonds die erste Wahl sein. Dadurch legen sie die Investmententscheidungen in die Hand von professionellen Fondsmanagern und erreichen in der Regel schon mit kleineren Anlagebeträgen eine angemessene Risikostreuung.

Sind Aktienfonds noch eine sichere Bank?
👉 Aktien sind derzeit aus Renditeaspekten unverzichtbar Die Auswahl des passenden Fonds ist für jeden Anleger individuell und von dessen Anlageziel und Anlagehorizont sowie von seiner Erfahrung und Risikobereitschaft abhängig. Für eher defensiv ausgerichtete Aktienanleger bieten sich beispielsweise Anlagen in globale Aktienfonds an. Diese können ihre Investments regional und branchenmäßig breit streuen und erreichen so eine höhere Risikostreuung als zum Beispiel Anlagen in den Dax oder Euro Stoxx 50.

Soll ich ETFs kaufen, die sind doch billiger und performen relativ gut?
👉 ETFs bilden in der Regel die Zusammensetzung und die Wertentwicklung eines Aktien- oder Rentenindex nahezu eins zu eins nach. Wegen der rein regelbasierten Umsetzung ist diese Anlageform für Anleger ohne die nötige Kapitalmarkterfahrung nur sehr bedingt geeignet. Die große Anzahl an ETFs am Markt erschwert zudem eine sinnvolle Produktauswahl.

👉 Ein zentrales Problem bei ETFs beruht auf ihrem größten Vorteil: Sie bilden Märkte immer eins zu eins ab. Das bedeutet aber auch, dass es keine Möglichkeit gibt, das Verlustrisiko aktiv zu beeinflussen. Verluste lassen sich bestenfalls durch einen frühzeitigen Verkauf verhindern – für eher unerfahrene Anleger oder Anleger, die sich selbst nicht täglich um ihre Geldanlage kümmern wollen oder können, ist das eine fast unlösbare Aufgabe. Dieses Dilemma lösen ETF-basierte vermögensverwaltende Fonds mit aktivem Management auf. Denn sie verbinden die Einfachheit des ETFs mit den Vorteilen eines aktiven und professionellen Managements.

Anleihen - bringen die noch etwas? 
👉 Im Zuge der Niedrigzinspolitik der Zentralbanken und der damit verbundenen Anleihen-Ankaufprogramme sind die Kurse sehr vieler Anleihen kontinuierlich gestiegen und bieten daher seit geraumer Zeit nur noch geringe Renditen. Anleger, die bereits in den vergangenen Jahren in Anleihen investierten, können sich aktuell aufgrund des kontinuierlich gefallenen Zinsumfelds über ansehnliche Kursgewinne freuen.

👉 Zwischenzeitlich wurden neue Rekordtiefststände bei den Geld- und Kapitalmarktzinsen erreicht, die nahezu über alle Laufzeiten hinweg im negativen Bereich liegen. Daher erscheint eine Fortsetzung dieses Trends im gleichen Umfang wie in der Vergangenheit eher unwahrscheinlich.

Dementsprechend steht bei Anleihen als Anlageform künftig der Aspekt des Werterhalts und der Stabilität im Vordergrund. Fern der „sicheren“ Staatsanleihemärkte bieten Schwellenländeranleihen oder Euro-Hochzinspapiere für den eher ausschüttungsorientierten Anleger aber weiterhin attraktive Renditepotenziale. Somit ist die Anlageklasse Anleihen nicht per se uncharmant.
 
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Zertifikate – wo bieten sie Vorteile?
👉 Zertifikate haben eine fest definierte Laufzeit sowie festgelegte Zins- und Rückzahlungs­vereinbarungen. Anleger wissen also bereits vor dem Kauf, wann und unter welchen Bedingungen sie das Zertifikat zurückgezahlt bekommen. Mit einer Investition in Anlage­zertifikate kann ein Anleger sowohl bei steigenden als auch bei seitwärts tendierenden oder fallenden Kursen des Basiswerts einen Gewinn erzielen. Für den Anleger gibt es somit in jeder Marktphase attraktive Renditechancen. Sie können aus einer Vielzahl verschiedener Basiswerte auswählen, etwa aus Einzelaktien, Indizes, Rohstoffen, Zinsen und Fonds.

Kundeneinwand: Ich habe gelesen, dass bei Zertifikaten die Kosten hoch und schwer durchschaubar sind
👉 Bei Zertifikaten sind die Kosten transparent. Die Zertifikate-Emittenten informieren die Anleger über die Kosten der strukturierten Wertpapiere detailliert in den jeweiligen Basisinformations- beziehungsweise Produktinformationsblättern. Die Kosten für Zertifikate liegen zum Teil erheblich unter denen anderer Anlagelösungen.

Kundeneinwand: Sind Zertifikate nicht mit besonderen Risiken behaftet?
👉 Zertifikate gibt es in den verschiedensten Ausprägungen. Damit kommen sie bei jeder Risikoneigung infrage. Zertifikate mit hundertprozentigem Kapitalschutz oder strukturierte Anleihen sind eine konservative Anlageform. Dem gegenüber stehen Anlagezertifikate ohne Kapitalschutz, die eher den offensiveren Anlageformen zuzuordnen sind, dafür aber auch höhere Renditechancen bieten. Grundsätzlich gilt bei Zertifikaten ebenso wie bei allen Wertpapieren: Je größer die Chance, desto größer auch das Risiko.

Edelmetalle – lohnt die Anlage?
👉 Gold profitiert derzeit von den weltweit niedrigen Zinsen und Unsicherheiten. Der jüngste Kursaufschwung kann durchaus noch weiter laufen. In unseren Multi-Asset-Mandaten halten wir seit dem Frühjahr strukturelle Beimischungen vor. Allerdings sind die Risiken bei der Goldanlage, dass sich die Weltwirtschaft zwischenzeitlich wieder beruhigt und der Goldpreis damit wieder sinkt.
 
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Kryptowährungen – sind Bitcoins mehr als ein Anlage-Hype?
👉 Kryptowährungen werden ein Bestandteil des Finanzsystems bleiben. Allerdings sind diese Märkte noch kaum etabliert und somit auch Spielfeld für Spekulanten. Daher kann es immer wieder zu heftigen Preisschwankungen für alle Arten von Krypotwährungen kommen. Auch hier ist zu beachten, dass solche Währungen keine Zinsen oder Ausschüttungen bieten.

Autos, Gemälde, alter Wein – nur etwas für die Reichen? 
👉 Wer Sorgen hat, dass Anleihen oder Aktien zu hoch bewertet sind, ist leider bei Kunst & Co nicht besser dran. Auch hier gehen die Preise seit Jahren in die Höhe, das Geschäft floriert. Wer also auf weitere Wertsteigerungen setzt, lebt auch hier riskant, wer sich an schönen Bilden und anderen wertvollen Gegenständen erfreuen kann, ist hier richtig.

Die Antworten kommen von Frank Kalter, Leiter Vertriebsmanagement, Marketing und Private Banking der Dekabank.