Anzeige
| Digitalisierung

Neue Ideen für Pepper

Überlegungen zur Einbindung der Finanz Informatik standen im Fokus eines Workshops von Sparkassen, die einen Roboter aus der Baureihe „Pepper“ im Einsatz haben.

Anzeige

Der humanoide Roboter „Pepper“ erfreut sich innerhalb der Sparkassengruppe stetig zunehmender Beliebtheit (wir berichteten). Vor diesem Hintergrund trafen sich Ende März 2019 auf Einladung der Kreissparkasse Köln rund 20 Sparkassen und Verbundpartner in Siegburg zu einem zweitägigen Pepper-Workshop. Dieser knüpfte an eine vorausgegangene Veranstaltung bei der Sparkasse Marburg-Biedenkopf an.

Auch dieser zweite Pepper-Austausch fand in passender Umgebung statt, und zwar im Media-Plenum, dem Netzknotenpunkt der Kreissparkasse Köln für die Beschäftigung mit innovativen Entwicklungen. Im Fokus der Veranstaltung standen zwei wesentliche Aspekte. „Der Kreis der Sparkassen, die mit Pepper arbeiten, wird stetig größer“, so Sven Eschmann, der im Bereich Innovationen der Kreissparkasse Köln federführend die Weiterentwicklung von Pepper verantwortet. Deshalb sei es darum gegangen, ein aktuelles Gesamtbild davon zu zeichnen, welche Lösungen und Anwendungsfälle die einzelnen Sparkassen bereits erarbeitet haben.

Gute Lösungen skalierbar machen

Damit sei jetzt der Zeitpunkt gekommen, Ideen zu schmieden, wie diese guten Lösungen skalierbar gestaltet werden können, so Eschmann weiter. So war mit der Finanz Informatik erstmals der zentrale IT-Dienstleister der Sparkassen in eine Pepper-Runde eingebunden. Aus dem Verbund nahmen des Weiteren der Deutsche Sparkassen- und Giroverband, das SIZ und S-Kreditpartner teil, darüber hinaus für technische Fragestellungen auch das Unternehmen Humanizing Technologies mit Standorten in Köln, Olpe/Westfalen und Wien, das sich auf Cloud-Lösungen für humanoide Roboter spezialisiert hat.

Die Vorträge der Sparkassen aus Berlin, Bremen, München und Rostock sowie der Gastgeber zeigten, dass die bisherigen Themenschwerpunkte ganz unterschiedlich sind – manche setzen Pepper in der Kundenhalle, andere im Foyer oder bei Kundenveranstaltungen, die nächsten wiederum in internen Abteilungen ein. Zwei Pepper waren bei dem Workshop „leibhaftig“ vor Ort, sodass alle Teilnehmer auch mit dem humanoiden Roboter interagieren konnten. Die Vertreter der Finanz Informatik zeigten sich für die vielfältigen Ideen aufgeschlossen und nahmen zahlreiche Anregungen zu einer weiterführenden Bewertung mit.

Ein Baukasten für Interessierte

„Zu unseren Zielvorstellungen zählt nicht zuletzt die Schaffung eines Baukastenmarktplatzes, in welchem die bisher von einzelnen Instituten entwickelten Pepper-Lösungen für alle Sparkassen zur Verfügung gestellt werden“, formuliert Sven Eschmann die gemeinsame Vision. Denkbar sei zunächst eine Palette sogenannter Mikroservices wie des Kontoweckers, der Fotoüberweisung oder der Online-Terminvereinbarung, auf welche die in einer Warteschlange anstehenden Kunden von Pepper angesprochen werden könnten.

„Positive Aufmerksamkeit schafft Pepper bereits jetzt. Im nächsten Schritt gilt es, ihn zu einem intelligenten Serviceroboter weiterzuentwickeln“, so Eschmanns Fazit. „Der Schlüssel dazu ist die weitere Vernetzung des Roboters mit künstlicher Intelligenz in der Cloud.“ Diesen Gedanken aufgreifend, vereinbarten die Sparkassen und Verbundpartner, die entwickelten Ideen auszuarbeiten und den gemeinsamen Austausch weiter zu forcieren.

______________________________________________
Einen Beitrag aus der Evidenzstelle zu diesem Thema finden Sie unter dem Link
https://evidenzstelle.sparkasse.de/project/intelligente-service-roboter-in-der-sparkasse
(nur nach vorheriger Anmeldung sichtbar).