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| Bilanzbericht

Online-Filiale mit steigenden Kundenzahlen

Die Internetfiliale der Sparkasse Dortmund zählt bereits 6200 Kunden, ein Plus von 32 Prozent in 24 Monaten. In diesem Jahr kommt die Videolegitimation, schreibt die Sparkasse in ihrem Bilanzbericht.

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Sieben Mitarbeiter in der Online-Filiale beraten mittlerweile 6200 Kunden, sagte Uwe Samulewicz, Vorstandschef der Sparkasse Dortmund, bei der Bilanzpressekonferenz des Instituts. Das sei eine Steigerung von 32 Prozent seit der Eröffnung der Online-Filiale im Jahr 2016. Die Einführung der Videolegitimation in diesem Jahr solle die Beratung noch komfortabler machen und das Kundeninteresse weiter erhöhen.

Auch im Firmenkundengeschäft stelle sich die Sparkasse bei den digitalen Services breiter auf und setze auf die neu gegründete Einheit Payment. Diese stehe gewerblichen Kunden und Vereinen in allen Fragen rund um Zahlungsverkehrslösungen zur Seite.

Bewegte Pausen und kleine Sabbaticals für Mitarbeiter

 
Uwe Samulewicz beim Bilanzpressegespräch. Der Vorstandschef der Sparkasse Dortmund wird nach 44 Berufsjahren in der Sparkassen-Finanzgruppe in diesem Jahr in den Ruhestand treten. Sein Nachfolger steht noch nicht fest. © Sparkasse
Die Digitalisierung verändere nicht nur das Kundenverhalten, sondern auch die Tätigkeiten der 1600 Sparkassenmitarbeiter. Einerseits werden Servicetätigkeiten durch Maschinen unterstützt oder sogar ersetzt. Auf der anderen Seite entstehen neue Arbeitsplätze. Der Sparkasse sei es wichtig, ihre Mitarbeiter in Zeiten der Veränderung mitzunehmen, erklärte der Vorstandschef. Der Mitarbeitergesundheit und einem positiven Arbeitsklima dienten die im vergangenen Jahr neu eingeführten „bewegten Pausen“. Die Teams können speziell für die Büroarbeit entwickelte Beweglichkeits- und Dehnübungen in den Arbeitstag einschieben. Eine unkomplizierte Auszeit ermöglichten ebenfalls die sogenannten „kleinen Sabbaticals“. Mitarbeiter der Sparkasse können pro Jahr bis zu 30 Tage unbezahlten Urlaub nehmen.

 
Hochhaus der Sparkasse Dortmund (rechts) neben dem RWE-Tower (links) und hinter dem Gebäude der Stadt- und Landesbibiliothek. Sparkassenchef Samulewicz zog jetzt eine positive Jahresbilanz. © dpa

Die Privatkundeneinlagen der Sparkasse Dortmund stiegen trotz niedriger Zinsen um 2,7 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro an. Die Kredite an Privatkunden stiegen um 4,7 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro. Dabei spiele auch die Verbesserung von Produkten eine Rolle: „Innovationen wie die Sparkassen-Card-Plus kommen bei unseren Kunden aufgrund der einfachen Handhabung und Flexibilität sehr gut an“, sagte Samulewicz. Der zuvor bereits auf hohem Niveau befindliche Kreditbestand bei Unternehmen und Selbstständigen sei im zurückliegenden Geschäftsjahr noch einmal um zwei Prozent auf 4,2 Milliarden Euro gesteigert worden. Die Bilanzsumme sei auf einem hohen Niveau von 9,2 Milliarden Euro verblieben. Samulewicz sprach von einem "zufriedenstellenden Ergebnis".

Neuer Firmenkundenvorstand des Instituts ist sei Juli 2018 Peter Orth. Vorstandschef Samulewicz wird in diesem Jahr nach 44 Jahren in der Sparkassen Finanzgruppe, davon 17 Jahre als Vorstandsvorsitzender, in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger werde rechtzeitig bekanntgegeben, teilt die Sparkasse mit.