Anzeige
| Datenanalyse

Plattformen für alle Fälle

Viele Finanzdienstleister planen aktuell digitale Plattformen, um den Service auszuweiten. Was halten Sie davon, wollte die Beratung "Cofinpro" in einer Befragung von 2000 Bundesbürgern wissen.

Anzeige

Grundsätzlich stößt das Geschäftsmodell auf fast ungeteilte Zustimmung, was bei neuen Angeboten heutzutage äußerst selten sei, wie die Analysten betonen. Mehr als drei von vier Befragten halten demnach eine solche Onlineplattform, vor allem wenn sie von Banken oder Sparkassen betrieben wird, für „attraktiv“ oder sogar „sehr attraktiv“. Doch welche Angebote würden grundsätzlich auf das Interesse der Nutzer stoßen? Auch hier zeigt die Befragung eine klare Tendenz: Je „nutzwertiger“ und innovativer ein Produkt, desto größer das Interesse der Befragten.

Entscheidend ist somit laut Cofinpro ein „attraktiver Produktmix“. Nicht ohne Grund steht auf Platz 1 der Wunschliste ein echter „Problemlöser“. Durch Konditionen- und Zins-Hopping unterhalten viele Kunden nämlich mittlerweile mehrere Bankverbindungen. Um hier den Überblick zu behalten, möchten die Befragten sämtliche Konten und Depots über einen Onlinemarktplatz bündeln und einsehen können. Doch was hätte das Kreditinstitut, das einen solchen Service bereitstellt, davon? Es könnte, da es die Sicht auf alle Daten hat, den Finanzstatus der Kunden deutlich besser einschätzen als zuvor und gezielter seine Angebote unterbreiten.

Zu bedenken ist beim Aufbau solcher Plattformen, dass die Interessenlage nach Alter, finanzieller Situation oder Bildungsstand unterschiedlich sein kann. Ein „digitaler Safe für Nachlässe“ stößt bei den Jüngeren erwartungsgemäß auf vergleichsweise wenig Interesse. Den „Geldtransfer in verschiedene Währungen“ finden jüngere Akademiker dagegen interessanter. Gleiches gilt für den Haushaltsrechner oder die Analyse der persönlichen Ausgaben.