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| #glaubandich-Challenge

Schloss auf der Bleistiftspitze

Upnano hat den diesjährigen Start-up-Wettbewerb der Erste Bank und Sparkassen in Österreich gewonnen. In einem hochkarätigen Feld hat sich der innovative 3D-Druckspezialist das Siegerpaket im Wert von 100 000 Euro gesichert.

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Ziel der Sparkassen war es immer, Menschen aus ärme­ren Bevölkerungsschichten die Chance auf mehr Wohlstand zu eröffnen. Diese Idee hat nichts an Aktualität verloren. Die Erste Bank und die öster­reichischen Sparkassen wollen den Unselbstständigen und Selbst­ständigen in bewegten Zeiten Mut machen. Mut an etwas zu glau­ben, an Zielen festzuhalten – und diese auch zu verwirklichen. Daher hat kürzlich eine große Kampagne unter dem Motto „glaub an dich“ begonnen. Mit dem Hashtag #glaubandich werden die Menschen aufgefordert, auf Facebook, Twitter oder Instagram ihre Ideen zu posten, die sie verwirkli­chen möchten. Die gesammelten Ideen und Ziele können hier abgefragt werden.

Zukunft denken

Der technologische Wandel gewinnt zunehmend an Geschwindigkeit und ändert dadurch die Art und Weise wie wir leben und arbeiten in immer kürzeren Intervallen. Wer in diesem Umfeld mit seinem Unternehmen erfolgreich sein will, der muss Trends frühzeitig erkennen und die tech­no­lo­gischen Möglichkeiten laufend für die Verbesserung des Produkt- und Serviceangebots nutzen. Unternehmen mit einer hohen Innova­ti­onskraft besitzen hier einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. Wie schnell Innovationen in marktfähige Produkte und Serviceleistungen umgesetzt werden können, wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Mit einer völlig neuen Herangehensweise bei der Produktentwicklung und einem innovativen Angebot positionieren sich die Erste Bank und Sparkassen am österreichischen Markt. Vor 200 Jahren waren die Sparkassen die Erfinder des Spar­buchs, und heute sind es Innovationen wie George, die den Bankalltag immer einfacher machen.

Im Jubiläumsjahr der Erste Bank erinnert man sich an Österreicher, die in den vergangenen 200 Jahren mit ihren Erfindungen Geschichte geschrieben haben wie Josef Ressel (Schiffsschraube), Petter Mitterhofer (Schreibmaschine), Hedy Lamarr (Funktechnologie) oder Paul Eisler (Leiterplatte). Diese Beispiele signalisieren, worum es auch heute geht: um die aktive und positive Gestaltung der Zukunft. Auch das Motto für das Jubiläumsjahr wurde bewusst zukunftsorientiert gewählt: The Future Is Yours.

Aufstrebende Volkswirtschaften (zum Beispiel aus dem asiatischen Raum) erhöhen den Druck auf die österreichische Wirtschaft. Menschen, die Kreativität, Mut und Unternehmergeist mitbringen, und Rahmenbe­dingungen, die die Innovationskraft und Umsetzungsgeschwindigkeit erhöhen, sind daher unbedingt nötig. Unter diesem Aspekt wurden deshalb auch in diesem Jahr wieder junge österreichische Unternehmen gesucht, die die Zukunft maßgeblich mitgestalten werden.

#glaubandich-Challenge 2019

Geschäftspolitische Ziele
Die #glaubandich-Challenge ist 2018 zum ersten Mal ausgetragen worden. Initiatoren sind die Erste Bank und Sparkassen und das junge Start-up Trending Topics. Zielsetzung ist es, jungen Unternehmen eine Bühne zu bieten. Wenn man von der Unterstützung für Start-ups spricht, dann denkt man in der Regel an Kapital. Fast genauso wichtig ist für junge Unternehmen aber die Möglichkeit, mit dem eigenen Angebot am Markt überhaupt wahrgenommen zu werden. Genau dafür wurde die #glaubandich-Challenge ins Leben gerufen.

 
© BBL
Gemeinsam mit Trending Topics, 4gamechangersTV und dem Grün­der­service der Wirtschaftskammer Österreich haben Erste Bank und Sparkassen nach dem „Start-up des Jahres 2019“ gesucht. Teilnahmeberechtigt wa­ren Projekte aus den Bereichen Fintech, Touris­mus, Energie, Mobilität, Medtech sowie Industrie (s. Abb. 1).

Einreichung und Vorauswahl
Startschuss für die #glaubandich-Challenge 2019 war zu Jahresbeginn. Zeitgleich zum österreichweiten Aufruf sich zu bewerben, sind auch die Teilnahmekriterien kommuniziert worden:
  • Es muss sich um ein Start-up aus den Kategorien Fintech, Medtech, Industrie, Energie, Mobilität bzw. Tourismus handeln.
  • Ein funktionierender Prototyp muss vorhanden sein beziehungsweise der Prozess der Leistungserstellung lässt sich darstellen.
  • Das Produkt löst ein relevantes gesellschaftliches beziehungsweise volkswirtschaftliches Problem und ist eine Innovation.
  • Das Angebot darf erst maximal seit fünf Jahren am Markt sein.
Die Bewerbungsphase lief bis jeweils eine Woche vor dem sogenannten „City-Pitch“. Zum Wettbewerb einzureichen waren eine kurze Beschrei­bung des Geschäfts­modells (Executive Summary) und Informationen zum Gründerteam. Die Vorauswahl der eingereichten Projekte hat eine hochrangige Jury aus Business Angels, Venture Capitals sowie Vertretern von Gründer- und Start-up-Organisationen getroffen.

City-Pitches
Die heiße Phase der #glaubandich-Challenge hat dann im Februar mit dem Tourstart in Wien zum Thema „Fintech“ begonnen. In den Wochen darauf folgten die City-Pitches zu den übrigen Kategorien in ausge­wähl­ten österreichischen Landeshauptstädten. Hier haben die besten acht Start-ups je Kategorie um den jeweiligen Sieg und einen Startplatz im großen Finale beim „4Gamechangers Festival“ in Wien gekämpft. Den Jungunternehmern standen jeweils nur drei Minuten für den Pitch und fünf Minuten für die Beantwortung der Juryfragen zur Verfügung. Neben den Erfolgsaussichten der Gründungsidee hat die Jury auch die Über­zeu­gungskraft und Präsentationskunst der angehenden Unternehmer bewertet. Alle teilnehmenden Start-ups haben von der Berichterstattung der Medien sowie den Networking-Möglichkeiten vor Ort profitiert. Die Sieger haben ferner einen kleinen Geldbetrag erhalten und sich für das große Finale qualifiziert.

 
Mit ihrem hochauflösenden 3D-Druck überzeugte das Start-up Upnano Fachjury und Publikum gleichermaßen. © Trending Topics
Das Finale: „4Gamechangers Festival“
Das „Start-up des Jahres 2019“ beim 4Gamechangers Festival zu küren, war zweifelsohne das „Highlight“ der #glaubandich-Challenge. Neben den sechs Kategoriesiegern der City-Pitches war der siebte Final­platz durch ein Onlinevoting auf TrendingTopics.at vergeben worden. Das Feld der Finalteilnehmer komplettiert haben drei Wild Cards des 4Gamechangers-TV. Beim großen Finale am 9. April in Wien haben somit insgesamt zehn Start-ups auf der Hauptbühne vor mehr als 1000 Zuschauern um den Sieg gekämpft. Die Anspannung hinter der Bühne war bei allen Fina­listen vor dem Start deutlich spürbar. Keiner der Finalteilnehmer war bis dahin vor einem derart großen Publikum aufgetreten.
Trotz der Nervosi­tät zu Beginn waren die Leistungen auf der Bühne dennoch souverän. Schlussendlich hat sich das Industrie-Start-up „Upnano“ durchgesetzt. Das Unternehmen hat die Jury mit einem hochauflösenden 3D-Druck für Mikrobauteile überzeugt. Das „High Resolution 3D Printing“ ist etwa für die Pharmaindustrie spannend, wo die Technologie in der Zellforschung oder Medikamentenforschung zum Einsatz kommen kann. Auf ihrer Homepage zeigt das Unternehmen daneben den spektakulären 3D-Druck eines Schlosses, das auf der Spitze eines Bleistifts thront

Als Gesamtsieger der #glaubandich-Challenge und somit „Start-up des Jahres 2019“ konnte sich Upnano über ein Siegerpaket im Wert von mehr als 100 000 Euro freuen – darunter einen Scheck über 10 000 Euro Preisgeld in Bar von Erster Bank und Sparkassen. Darüber hinaus hat das Siegerteam Medienvolumen bei Trending Topics, ein großes Beraterpaket bei Simon Kucher & Partners, Unterstützung bei einer Crowdfunding-Kampagne bei Conda und einen Jahresbedarf an Getränken von Coca Cola erhalten.

Fazit

Ganz orientiert am Jubiläumsmotto der Erste Bank „The Future Is Yours“, richten die österreichischen Sparkassen bewusst den Blick in die Zukunft. Mit der #glaubandich-Challenge, dem größten Start-up-Wett­bewerb Österreichs, zeigen die Sparkassen, dass diese Idee nach wie vor gelebt wird. „The Future Is Yours“ und #glaubandich werden dadurch für die Menschen greifbar und verkümmern nicht zu inhaltlosen Worthül­sen. Die Erste Bank und Sparkassen festigen damit ihr Image als die Bank für Unternehmensgründungen in Österreich und erhöhen als Inno­vationsführer im Finanzdienstleistungsbereich die Attraktivität für Neu­kunden.

Autoren
Mag. Emanuel Bröderbauer ist Head of Marketing „Gründer“ & SME der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen in Wien.
Prof. Dr. Anton Schmoll ist Dozent an der FH für Bank- und Finanz­wirt­schaft, Bankentrainer und Fachbuchautor in Wien.