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| Restkreditversicherungen

Selbstverpflichtung für den Vertrieb

Um die Qualität von Produkt und Beratung weiterhin sicherzustellen, haben der DSGV und der Verband öffentlicher Versicherer eine Selbstverpflichtung entwickelt.

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Mit einer Restkreditversicherung können sich Verbraucher optional gegen Zahlungsausfälle absichern, sollten sie arbeitslos oder arbeitsunfähig werden oder versterben. Sie oder ihre Hinterbliebenen sind damit wirkungsvoll vor Überschuldung oder Privatinsolvenz geschützt.

Die Restkreditversicherung nützt deshalb nicht nur dem Verbraucher, der sich keine Sorgen über die Bedienung seines Darlehens nach einem unerwarteten Schicksalsschlag machen muss. Sie hat auch eine wichtige volkswirtschaftliche Funktion, indem die negativen wirtschaftlichen Folgen des Kreditausfallrisikos – zum Beispiel für Banken oder haftende Dritte – vermieden werden.

 
Autor Guido Schäfers, Vorsitzender des Versicherungsausschusses Leben im Verband öffentlicher Versicherer: Restkreditversicherung nützt nicht nur dem Verbraucher. © VöV

Dennoch trifft die Restkreditversicherung zunehmend auf Kritik von Verbraucherschützern, Aufsicht und Politik. Die Sparkassen-Finanzgruppe geht aktiv mit der Kritik um und möchte sicherstellen, dass ihren Kunden jederzeit ein hochwertiges Produkt und eine hochqualitative Beratung angeboten werden.

Um dies flächendeckend in der Sparkassen-Finanzgruppe zu gewährleisten, haben der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und der Verband öffentlicher Versicherer (VöV) unter Beteiligung von Vertretern aus Sparkassen und Versicherern die „Selbstverpflichtung der Sparkassen-Finanzgruppe zum Vertrieb von Restkreditversicherungen“ entwickelt. Die Selbstverpflichtung wurde am 28. November 2018 vom DSGV-Gesamtvorstand angenommen.

Selbstverpflichtung geht über gesetzliche Vorgaben deutlich hinaus

Anlässlich der kürzlich erfolgten Veröffentlichung der Selbstverpflichtung möchten wir auf einige Bestandteile genauer eingehen und an dieser Stelle betonen, dass die Selbstverpflichtung sowohl die gesetzlichen Vorgaben enthält, als auch freiwillige Verpflichtungen, die über die gesetzlichen Anforderungen deutlich hinausgehen. Damit bekommt der Kunde ein ganzheitliches und umfassendes Bild über alle seine Rechte in einem Dokument.

Restkreditversicherung ist immer freiwillig

Es ist selbstverständlich, dass jeder Kreditnehmer bedarfsgerecht beraten wird. Dabei wird auch die bereits vorhandene Absicherung angemessen berücksichtigt. Die Entscheidung für oder gegen eine Versicherung trifft der Kunde natürlich freiwillig auf der Basis des gemeinsam ermittelten Bedarfs.

 
Autor Marcus Waidelich, Direktor Vertrieb beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband © DSGV

Der Kunde erhält separat einen Kredit- und einen Versicherungsvertrag, aus dem der jeweilige Anbieter klar hervorgeht. Wir haben die Unterlagen kundenfreundlich und transparent gestaltet, sodass sowohl die Versicherung selbst als auch die Leistungsausschlüsse und Einschränkungen für den Kunden leicht verständlich sind.

Optionale Absicherung gegen Zahlungsausfälle

Sowohl dem DSGV als auch dem VöV war es wichtig, über die gesetzlichen Anforderungen deutlich hinauszugehen. Die Restkreditversicherung ist eine wertvolle Absicherung, was wir durch freiwillige Anstrengungen zur Verbesserung von Produkt und Vertrieb untermauern wollen.

Aus diesem Grund haben wir zum Beispiel die gesetzlich vorgeschriebene Belehrung zur Restkreditversicherung um den Hinweis ergänzt, dass der Abschluss der Restkreditversicherung grundsätzlich freiwillig und nicht erforderlich ist, um einen Kredit zu erhalten.

Beratung ist grundsätzlich ergebnisoffen

Wir weisen auch darauf hin, dass die Beratung für den Kunden grundsätzlich ergebnisoffen ist. Daher findet im Antragsprozess keine Vorbelegung zum Abschluss oder eine Vorauswahl der Risiken statt. Wir verpflichten uns ebenfalls, die monatliche Kreditrate zur besseren Vergleichbarkeit der finanziellen Verpflichtung sowohl mit als auch ohne die Kosten der Restkreditversicherung auszuweisen, wenn der Kunde seine Versicherungsprämie mitfinanzieren möchte.

Auch bei Kündigung oder Widerruf von Verträgen gehen wir mit unserer Selbstverpflichtung über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. So werden dem Kunden bei einer Vertragskündigung die Abschlusskosten der Versicherung anteilig erstattet.

Widerrufspflicht auf 30 Tage verlängert

Zudem verlängern wir für unsere Kunden ihr Widerrufsrecht auf 30 Tage für alle Risiken. Eine 30-tägige Widerrufsfrist ist eigentlich nur für Lebensversicherungen vorgeschrieben, während sie für alle anderen Versicherungen lediglich 14 Tage beträgt. Wir verdoppeln also freiwillig die Widerrufsfrist.

Die Sparkassen-Finanzgruppe ist mit ihrer Selbstverpflichtung Vorreiter und Impulsgeber für andere Selbstverpflichtungen der Branche. Durch ihre Umsetzung können wir als Sparkassen und Versicherer gemeinsam zum Wohl unserer Kunden beitragen.