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Thema Pflege betrifft alle

Eine zusätzliche private Pflegeversicherung ist unverzichtbar, schreibt Harald Benzing, Vorstand des Konzerns Versicherungskammer.

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Das Thema Pflege erfährt gerade eine große Dynamik: So gab es allein seit 2015 drei Pflegestärkungsgesetze und ab 2019 soll durch das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz die Pflegevorsorge erneut verbessert werden. Seit die Pflegeversicherung 1995 in Deutschland als Pflichtversicherung für alle gesetzlich und privat Krankenversicherten eingeführt wurde, haben sich dabei sowohl Bedürfnisse und Leistungen als auch die Pflegekosten stetig erhöht: So wurden aus anfangs einer Million Leistungsempfängern inzwischen gut 3,3 Millionen, der Beitragssatz verdreifachte sich parallel auf 3,05 Prozent ab 2019.

 
Die Pflichtversicherung trägt nur einen Teil der Pflegekosten, schreibt VKB-Vorstand Harald Benzing © VKB

Trotz besserer Leistungen und Ausweitung der Leistungsempfänger trägt die soziale Pflegepflichtversicherung nur einen Teil der Pflegekosten: Sie gewährt Leistungen nach definierten Pflegegraden, durch die jedoch die Kosten ambulanter oder (teil-)stationärer Pflege nur teilweise finanziert werden. So klafft gegenüber den Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung schon bei professioneller ambulanter Pflege eine deutliche Finanzierungslücke von mehreren hundert Euro im Monat; bei stationärer Pflege beträgt die Differenz oft sogar deutlich über tausend Euro. Ohne zusätzliche Absicherung führt eigene Pflegebedürftigkeit also schnell zur finanziellen Überforderung, der notgedrungenen Veräußerung der eigenen Immobilie oder zur Kostenbeteiligung der Kinder, die der Staat dann in die Pflicht nimmt. 

 
© VKB

Ein finanziell sorgenfreies Leben bei Pflegebedürftigkeit garantiert nur eine zusätzliche private Absicherung der Pflege, wozu auch Verbraucherzentralen raten. Ein guter Einstieg ist die FörderPflege, die schon ab zehn Euro monatlich abgeschlossen werden kann und für die der Staat dann noch 60 Euro jährlichen Zuschuss gewährt. Die staatlich geförderte Pflegeversicherung eignet sich gerade für jüngere Menschen, die so finanziellen Schutz für die Pflege zu geringen Beiträgen erhalten und durch einen frühen Einstieg zudem von höheren Leistungen profitieren.

Dank der guten Beratung in den Sparkassen sind die Krankenversicherer der Sparkassen-Finanzgruppe bei der FörderPflege übrigens mit über 200.000 Verträgen bundesweiter Marktführer. Individueller ist der Abschluss eines Pflegetagegelds, das vom ersten Tag an Leistungen in allen Pflegegraden bietet und bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit zudem eine hohe Einmalzahlung leistet, die etwa für den pflegegerechten Umbau des eigenen Hauses genutzt werden kann. Übrigens gilt dieser Pflegeschutz uneingeschränkt und weltweit.

Abgerundet wird dieses Angebot durch eine elektronische Patientenverfügung, die dafür sorgt, dass der Wille des Patienten auch dann umgesetzt wird, wenn dieser seine Entscheidungen nicht mehr selbst treffen kann. Bereits seit 2008 bieten die Krankenversicherer der Sparkassen-Finanzgruppe den Angehörigen von privat Pflegepflichtversicherten exklusiv die Pflegeberatung „Compass“ an. Dieses Angebot modernisieren und erweitern wir gerade und werden damit 2019 auf den Markt kommen: Damit werden Angehörige künftig noch mehr Entlastung und praktische Unterstützung im Pflegealltag erfahren durch ein Bündel pflegebezogener Beratungs-, Online- und Serviceleistungen.
Als Kranken- und Pflegeversicherer der Sparkassen-Finanzgruppe haben wir in Sachen Pflege übrigens die längste Expertise im Markt: Bereits 1978 bot die Konzerngesellschaft Bayerische Beamtenkrankenkasse als erste Versicherung in Deutschland eine Pflegekostentagegeld-Versicherung an. Pflege ist für uns seitdem eine Herzensangelegenheit: So bieten wir als sozialer Arbeitgeber natürlich auch unseren pflegenden Mitarbeitern aktive Unterstützung an; durch unseren Pflegeinnovationspreis, den wir gemeinsam mit der Sparkassen-Finanzgruppe jedes Jahr verleihen, machen wir schließlich vorbildhafte Projekte der Pflege bundesweit sichtbar und empfehlen diese so zur Nachahmung.

Die Bedeutung des Themas zeigt eine Schätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW, das für das Jahr 2050 rund fünf Millionen Pflegebedürftige in Deutschland erwartet. Dies untermauert die hohe Bedeutung zusätzlicher privater Pflegeabsicherung deutlich und verpflichtet nicht zuletzt uns als Sparkassen und öffentliche Versicherungen zu entsprechender Information und Aufklärung unserer Kunden. Welche Wege hier zum Erfolg führen, zeigen nachfolgende Beispiele der Sparkassen Förde, Karlsruhe, Krefeld und Niederbayern-Mitte als Anregung zur Kundenberatung in Sachen Pflege.

Harald Benzing ist Krankenvorstand des Konzerns Versicherungskammer und Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Beamtenkrankenkasse und der Union Krankenversicherung, den Kranken- und Pflegeversicherern der Sparkassen-Finanzgruppe.

Statements von Sparkassenvorständen
Lutz Boden, Vorstandsmitglied Sparkasse Karlsruhe:

 
Lutz Boden © Sparkasse

Als Sparkasse mit eigener Versicherungsagentur setzen wir seit Jahren einen Schwerpunkt beim Versicherungsvertrieb. Dabei ist uns die Krankensparte ebenso wichtig. Dies spiegelt sich auch darin wider, dass wir schon als Kooperationssparkasse einen Kundenberater Kranken, heute Vertriebsbeauftragter Sparkassen, implementiert haben.

Aus dem direkten, persönlichen Erleben, unter anderem als erster Vorsitzender eines mobilen kirchlichen Pflegedienstes, weiß ich, wie essentiell eine private Pflegeabsicherung sein kann. Daher ist es mir ein großes Anliegen, unsere Kunden mit passenden Lösungskonzepten zu unterstützen. Um in der Pflege neue Impulse zu geben und den Fokus im Versicherungsvertrieb wieder intensiver auf die Pflegeabsicherung zu setzen, werden wir 2019 mehrere Pflegeveranstaltungen in unseren Regionaldirektionen durchführen. Hierbei soll der persönliche Kontakt des Beraters von der Einladung des Kunden, der Betreuung bei der Veranstaltung bis zum Beratungsgespräch und zum Abschluss der Schlüssel zum Erfolg sein.

Siegfried Thomaßen, stellvertretendes Vorstandsmitglied Sparkasse Krefeld:

 
Siegfried Thomaßen © Sparkasse

Pflege ist ein Thema, das die ganze Gesellschaft betrifft. Viele Menschen haben damit schon Erfahrungen im persönlichen Umfeld gemacht. Als Qualitätsanbieter möchten wir unseren Kunden auch beim Thema Pflege Orientierung geben, das als Kernthema gut geeignet ist, unsere Kunden anschließend in weiteren Bedarfsfeldern zu beraten.

Aktuell führen wir deswegen fünf regionale Kundenveranstaltungen durch. Dabei betrachten wir das Thema Pflege aus verschiedenen Perspektiven. Unsere Kunden zeigen hohes Interesse an der Veranstaltung und sind begeistert von den vielfältigen und nützlichen Informationen.“

Martin Kreuzer, Vorstandsmitglied Sparkasse Niederbayern-Mitte:

 
Martin Kreuzer © Sparkasse

Bereits seit vielen Jahren beraten wir unsere Kunden über die Risiken von Krankheit und Pflegebedürftigkeit. Neben Kampagnen und Kundenveranstaltungen war es uns auch sehr wichtig, unsere Kollegen/innen von der Wichtigkeit des Themas zu überzeugen. Dies haben wir in Form von Workshops und Beratungstagen für unsere Mitarbeiter umgesetzt. Zur Thematik „Absicherung bei Pflegebedürftigkeit“ spüren wir auch medial deutlichen Rückenwind: Nahezu täglich erscheinen Reportagen in Zeitung oder TV.

In den vergangenen Jahren ist es uns so gelungen, immer über 10.000 Euro Monatsbeitrag zu generieren.Da eine Pflegezusatzversicherung im Regelfall lebenslang besteht, gelingt uns dadurch auch eine enorme Erhöhung der Kundenbindung, zumal der Kunde ein solch sensibles Thema nicht im Internet oder bei einem unbekannten Versicherungsmakler abschließen möchte. Gerade mit unserer Kundennähe als Sparkassen sind wir die idealen Partner für die Absicherung von Pflegebedürftigkeit.