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Tipps für kleine Händler

Die Digitalisierung hat auch für lokale Unternehmen drastische Folgen. Sie sind gut beraten, ihre lokale Marketingstrategie umzustellen.

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1. Ausgangspunkt Offline-Welt

Digitalisierung hat dramatische und, unter Umständen, fatale Folgen für lokale Unternehmen. Offline-Verkauf hängt von sehr vielen Faktoren und Variablen ab. Das können ganz banale Dinge wie das Wetter oder eine Baustelle in der Nähe des Ladens sein. Zusätzlich wird man immer wieder von der Konkurrenz und ihren Lockangeboten beeinflusst, wo man unweigerlich mitziehen muss, um Stammkunden nicht zu verlieren.

Grundvoraussetzung für Umsatz im stationären Handel ist, dass Menschen, also potenzielle Kunden, tatsächlich das Geschäftslokal betreten. Im zweiten Schritt müssen die potenziellen Kunden auch tatsächlich etwas kaufen, nachdem sie entschieden haben, über die Türschwelle in den Laden zu gehen. Die Variablen, auf die man keinen Einfluss hat, sind enorm. Macht beispielsweise gegenüber ein Unternehmen mit ähnlichem Angebot auf, kann dies schlimme Umsatzeinbrüche zur Folge haben.

2. Vorteile des Online-Handels

Ganz anders im Online-Bereich. Egal, ob man Handwerker ist, Dienstleistungen verkauft oder physische Produkte digital an den Mann und die Frau bringen möchte, all das ist möglich. Es reicht jedoch nicht, lediglich einen Onlineshop aufzubauen und darauf zu hoffen, dass Menschen diesen – freiwillig – besuchen. Nicht jeder Besucher, ähnlich wie beim stationären Handel, wird auch kaufen.

Werbeanzeigen sind ein Muss. Dazu bedarf es keiner riesengroßen Investitionssumme, wie es zum Beispiel im Bereich der Printmedien der Fall wäre. Mit wenigen Euros kann eine ganze Region mit den Werbeanzeigen erreicht werden. Damit hat man es allein in der Hand, wer die Anzeigen auch tatsächlich sieht.

3. Mehr Wissen über die Kunden

Im lokalen Handel kann man nicht davon ausgehen, dass alle Menschen, die am Laden vorbeilaufen, auch tatsächlich potenzielle Kunden sind. Das kann man nicht wissen und nur in äußerst geringem Rahmen beeinflussen. Man kann auch nicht beeinflussen, wie viele Menschen tatsächlich am Laden vorbeilaufen. Da ist abhängig von vielen Faktoren wie Lage oder Wetter.

 
Der Onlineshop bietet Handwerkern und kleinen Unternehmen viele Vorteile, die oft noch vernachlässigt werden. © dpa

Online kann man all das beeinflussen und sogar nach oben skalieren. Man kann bestimmen, wem die Anzeigen gezeigt werden, wie alt diejenigen sind, wo sie wohnen und sogar wann sie es sehen sollen. Wenn man schon Kundenströme verzeichnet hat, kann man sogar noch einen Schritt weiter gehen. Man kann die erhobenen Daten der Kunden hochladen und beispielsweise „Google“ oder „Facebook“ sagen, dass sie ähnliche Kunden, mit ähnlichen Interessen anpeilen sollen. Mit dem jeweiligen Budget kann der Wirkungskreis dementsprechend erhöht werden, sodass ähnlich „tickende“ Menschen, wie die bestehenden Kunden, auf einen aufmerksam werden.

4. The trend is your friend

Wer glaubt, dass der Trend schon vorbei sei, wird enttäuscht werden. Ich gehe davon aus, dass es in den nächsten fünf Jahren sogar noch zu einer Beschleunigung bestehender Digitalisierungstendenzen kommt. Es werden immer weniger Menschen in stationäre Läden gehen. Wieso sollten sie auch? Es ist viel bequemer, sich die Produkte nach Hause liefern zu lassen. Umtausch- und Rückgaberecht machen es möglich, dass bei „Nicht-Gefallen“ jeder sein Geld zurückbekommt.

Wenn man seine Dienstleistungen verkaufen möchte, weil man Anwalt oder Handwerker ist, dann wird, bei Bedarf, von den Kunden auf „Google“ nach einem Anwalt oder einem dementsprechenden Handwerker gesucht. Wenn man also nicht sofort im Suchverlauf auftaucht, wird das eigene Angebot von den potenziellen Kunden nicht wahrgenommen. Wenn dies der Fall ist, solltest man sich schleunigst darum kümmern.

5. Ängste sind unbegründet

Viele haben Angst, sich mit der Materie auseinander zu setzen oder sie befürchten, Geld für Marketingmaßnahmen zu vergeuden. Doch ich sage meine Klienten immer: Onlinemarketing ist nur ein Spiel, dessen Regeln man leicht lernen kann. Wichtig jedoch ist, dass man überhaupt mitspielt, sonst hat man schon verloren.

Außerdem ist jede Werbeanzeige als Investment zu sehen, im Gegensatz zur Printwerbung oder vergleichbaren Medien. Man weiß im Online-Bereich immer, wer worauf wie reagiert. Man weiß, welche Kunden ein Produkt kaufen, man weiß, welches ihre Vorlieben sind.

Fazit

Wenn das Nachbargeschäft oder die Konkurrenz damit beginnen, sich online zu positionieren, wird es nicht lange dauern, bis sie enorme Vorteile finanzieller Art aufweisen. Gleichzeitig versetzt dieser Vorteil das Unternehmen dazu, noch mehr Geld in die eigene Werbung zu investieren und die eigene, geschäftliche Position zu sichern.

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