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05. Januar 2018 - 11:09Wirtschaftsaussichten 2018

Was wird aus dem Aufschwung?

von Reinhold Rickes, DSGV

Für die deutsche Wirtschaft ist ein Wachstum von 2,5 Prozent prognostiziert. Es könnte sogar noch deutlicher ausfallen.

Die Konjunktur im Blick: Baukräne (hier in Frankfurt) künden von wirtschaftlicher Dynamik. (dpa)
Der Konjunkturmotor brummt. 2017 haben quasi in einem synchronisierten Aufschwung fast alle Weltregionen zugelegt, und für 2018 wird überall noch mehr Wachstum erwartet. Deutschland als exportstarkes Land dürfte davon und durch die steigende deutsche Investitionstätigkeit 2018 besonders profitieren und dann zum sechsten Mal in Folge über Potenzial wachsen. Mit einem erwarteten Wachstum von rund 2,5 Prozent treibt Deutschland den Euroraum weiter an und stützt die internationale Konjunktur.
Wachstumsforscher sehen als Treiber für den anhaltenden weltweiten Aufschwung besonders die Digitalisierung der Gesellschaft (neuer Kondratieff-Zyklus). In diesem Zyklus werden alle Wertschöpfungsketten weltweit neu begründet. Innovationen führen zu neuen Produktionsprozessen und Investitionen. Dabei nimmt der Wettbewerbsdruck zu. Größere Preis- und Zinssteigerungen bleiben aus. Die Zentralbanken haben Zeit zur Vorbereitung des Ausstiegs aus der ultraexpansiven Geldpolitik gewonnen.
Sieht Gefahr der Überhitzung: Reinhold Rickes. (DSGV)
Die noch Anfang 2016 erwarteten politischen Risiken für 2017 sind nicht eingetreten. Die Politik sorgte für Stabilität. Eine längere Phase der Regierungsbildung in Deutschland wird daher 2018 die Märkte und Europa nicht aus der Ruhe bringen lassen. So sollten die Wahlen in Italien ebenso wie der Brexit Europa 2018 nur begrenzt beunruhigen.

Sicherlich bleibt die Politik ein großes Abwärtsrisiko für die weltweite und deutsche Konjunktur. Die Konfliktherde Nordkorea/USA, Ukraine/Russland, Türkei und beispielsweise der Nahe Osten (Jerusalem) sind besonders zu beachten. Im Falle von Abspaltungen, Protektionismus und mit Gewalt einhergehenden Auseinandersetzungen könnte 2018 auch das deutsche Wachstum belastet werden. Es könnte dann auch unter zwei Prozent liegen.

Ein deutlich stärkeres Wachstum im Jahr 2018 in Deutschland ist aber auch nicht auszuschließen. Eine weiter steigende Welt- und Binnennachfrage bei hoher Liquidität könnte in Deutschland auch zu einem Wachstum von bis zu drei Prozent führen. In diesem Boom müsste den Gefahren der Überhitzung mit stärkerer Inflation entgegengewirkt werden. Geld- und Fiskalpolitik wären gefordert, die Umdrehungszahl des Motors wieder zu drosseln. Fiskalpolitisch müssten Strukturreformen durchgesetzt und geldpolitisch die Leitzinsänderungen schneller eingeleitet werden. Zu Letzterem bliebe besonders die Europäische Zentralbank gefordert.
Der Autor ist Leiter Volkswirtschaft beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV).
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