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11. August 2017 - 08:48Berlin Hyp – Interview

„Wir haben uns einiges vorgenommen“

Das Verbundunternehmen Berlin Hyp solle der „schnellste, effektivste und verlässlichste Immobilienfinanzierer in Deutschland werden“, sagt Vorstandschef Sascha Klaus. Neben neuen Produkten habe seine Bank ein spannendes internes Projekt gestartet.

„Es wird keine schnelle Zinswende geben.“ Sascha Klaus hat klare Vorstellungen, wie sich der Markt entwickelt. (Berlin Hyp)
Herr Klaus, das Ergebnis Ihres Hauses steigt. Sehen Sie sich als Profiteur der Niedrigzinsphase?
Sascha Klaus: Es stimmt, dass wir in einem sehr harten Wettbewerbsumfeld unser Vorsteuerergebnis erneut verbessern konnten. Dabei sind die Margen jedoch deutlich unter Druck. Vor allem das Neugeschäft mit einem Volumen von mehr als drei Milliarden Euro ist dabei beachtlich. Auf der Refinanzierungsseite profitieren wir allerdings vom aktuellen Zinsumfeld.
Die Immobilienmärkte sind seit einiger Zeit sehr gefragt und es gibt Befürchtungen einer Überhitzung. Wo finden Sie Gelegenheiten, mit neuem Geld in den Markt zu gehen?
Klaus: Es ist natürlich richtig, dass viel in die Immobilienmärkte in ganz Deutschland investiert wird. Das geht über alle Assetklassen des Immobilienmarkts hinweg. Auch wenn die A-Standorte wachsender Metropolregionen im Fokus stehen, so sehen wir wieder mehr Interesse an den sogenannten B- oder C-Standorten. Es gibt sicher punktuelle Preisübertreibungen und immer knapper werdendes Angebot. Bei den vielen Gesprächen, die ich mit Investoren führte, habe ich aber kein einziges gehabt, wo ein Investor gesagt hat, dass er aufgrund der aktuellen Angebots- und Preislage aus dem Markt geht.
Aber kann der Boom und können die niedrigen Renditen am Immobilienmarkt andauern?
Klaus: An die niedrigeren Renditen werden wir uns gewöhnen müssen. Es wird keine schnelle und starke Zinswende geben. Die sechs Prozent Rendite von einst sind die heutigen vier Prozent. Für uns ist es wichtig, dass wir bei unserer Risikopolitik bleiben. Qualität ist wichtiger als Quantität, und am Ende des Jahres bin ich guter Dinge, dass wir als Bank das Ergebnis des Vorjahres übertreffen werden.
Im Verbundgeschäft erweitern Sie die Produktpalette, was genau ist hinzugekommen?
Klaus: Zum einen gibt es das Immo-Aval, das eine Ergänzung zum bereits gut etablierten Immo-Schuldschein von uns sein wird. Der Immobilienschuldschein, von dem auch im laufenden Jahr eine neue Transaktion kommt, bietet Sparkassen die Möglichkeit einer Barbeteiligung. Das Immo-Aval dagegen kombiniert das bekannte Produkt der Haftungsbeteiligung via Aval mit einer sehr einfachen Dokumentation und Umsetzung. Es bietet Sparkassen die Möglichkeit, sich an unserem Risiko zu beteiligen oder anders herum, dass wir uns an Risiken der Sparkassen beteiligen. Das funktioniert im Gegensatz zum Immo-Schuldschein sogar nach Transaktionsbeginn. Wir haben auch sonst mehr Flexibilität, was die Größe der Beteiligung oder eben den Zeitraum angeht.
Der Immo-Aval ist also eine wechselseitige Beteiligung an Garantien oder Bürgschaften der Institute?
Klaus: Ja. Sparkassen können hiermit Risiken im eigenen Portfolio abbauen. Für viele Häuser ist das interessant, weil sie gerade im Immobilienbereich zuletzt stark gewachsen sind und teilweise ihre Risikolimits bereits erreichen. So können Institute mit wichtigen Kunden aktuell weiter Geschäfte tätigen, wo sie ansonsten an Begrenzungen stoßen würden.
Der Immo-Risikodialog gehört ebenfalls zu ihren jüngst gestarteten Produkten. Was hat es damit auf sich?
Klaus: Wir haben in der Vergangenheit umfangreiche Expertise bei der Restrukturierung von schwierigen Immobilienkrediten bewiesen. Die betreffenden Fachleute sind ja weiter bei uns, und wir wollen ihr Know-how auch für den Verbund zugänglich machen. Hier genügt ein Anruf einer Sparkasse, um in einem Quick-Check zu sehen, was in der Zusammenarbeit mit uns möglich wäre. Am Ende kann ein Mandat zur Restrukturierung oder zum Verkauf einer Immobilie an uns erfolgen, da wir bundesweit aktiv sind, kann das für viele Sparkassen attraktiv sein. Im Grunde genommen ist das Produkt eine Serviceleistung.
Was bringt das zweite Halbjahr für die Berlin Hyp?
Klaus: Wir werden eine weitere Immo-Schuldschein-Transaktion machen und hoffen, einige Transaktionen beim ImmoAval vorzunehmen. Ansonsten ist es im Verbund das klassische Konsortialgeschäft mit den Sparkassen. Auf der Anlageseite hatten wir erneut einen grünen Pfandbrief begeben. Alles kann man in dem gerade zurzeit sehr bewegten Immobilienmarkt nicht fest planen, und so müssen wir auch flexibel auf sich bietende Chancen reagieren können.
Wie geht ihr Projekt Berlinhyp21 voran?
Klaus: Hierbei sind rund ein Drittel unserer Mitarbeiter involviert, den Veränderungsprozess der Bank aktiv mitzugestalten. Wir haben bereits im Backoffice einige Automatisierungen gestartet, doch die Digitalisierungsoffensive geht für uns viel weiter. Wir analysieren den gesamten Kreditprozess vom Kunden bis zur Buchung, um auch hier so weit wie möglich digitale Lösungen zu nutzen. Am Ende wollen wir der schnellste, effektivste und verlässlichste Immobilienfinanzierer in Deutschland werden. Da haben wir uns einiges vorgenommen und investieren gezielt in die Weiterentwicklung der Bank.
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