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06. Juni 2018 - 08:30Instant-Payments-Forum

Wo bleibt die Nachfrage?

von David Kollmann

EBA-Clearings-Instant-Payment-Service RT1 ist mittlerweile seit 4.000 Stunden ununterbrochen online – die Infrastruktur für Bezahlen in Echtzeit läuft. Auf dem "Open Forum on Pan-European Instant Payments" haben Teilnehmer aus unterschiedlichen Sparten über die Zukunft von Instant Payments diskutiert.

Eine Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Instants Payments werden viele Bezahlprozesse beschleunigen. (seventyfour/fotolia)
Nur drei Jahre nachdem das European Retail Payments Board (ERPB) ein europaweites Instant-Payment-System gefordert hat, ist das European Payments Council (EPC) mit Sepa Credit Transfer (SCT) Inst am 21. November 2017 online gegangen. Am selben Tag hat EBA-Clearings RT1 gestartet. Eine gute Nachricht, die Wolfgang Ehrmann, Vorsitzender der Euro Banking Association (EBA) gleich an den Anfang seiner Eröffnungsrede des 9. Open Forums on Pan-European Instant Payments gestellt hat. Die Geschwindigkeit ist umso beein­druckender, wenn man die Zahl beteiligter Institutionen und Interes­sengruppen berücksichtigt – aber SCT Inst und RT1 sind nur die ersten Schritte auf dem Weg zum länderüber­greifenden Bezahlen in Echtzeit.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte bereits 2014 angekündigt, dass auf Sepa ein sicheres, effizientes und europaweites Instant-Payment-System für Endkunden folgen wird. Mitte April, fünf Monate nach Erreichen dieses Meilensteins, haben sich in Frankfurt am Main Ver­treter von Banken, Verbänden und Unternehmen getroffen, um Perspek­tiven und Vorbereitungen der Anbieterseite abzugleichen. Unter dem Motto: "… and now, where is the demand side?" (Wo bleibt die Nachfrage?) sind Prioritäten, Einsatzmöglichkeiten, Anforderungen und Erwartungen der jeweiligen Interessenvertreter zusammenge­tragen worden.

Otto-Gruppe sieht Mehrwert

(BBL)
Nach der Einführung durch Ehrmann kam die erste Präsentation von Boris Jendruschewitz, Leiter Konzernfinanzen der Otto-Gruppe, ei­nem der größten internationalen Versandhändler mit 120 Tochter-Firmen in mehr als 30 Ländern, die neben Versandhandel auch Logistik, Reisen und Finanzdienstleistungen anbieten. Mit einer multinationalen Bank ist Otto dabei, SCT Inst-Transaktionen als Vor­kas­seoption im Onlinehandel einzuführen. Der Fokus liegt auf Kun­den mit schlechtem Kreditrating – laut Jendruschewitz der perfekte Test für das System, da alle Schlüsselprozesse bei Otto intern laufen.
Gegenüber der bisher in solchen Fällen präferierten Nachnahme steigt die Ge­schwin­digkeit der Zahlungsabwicklung. Der gesamte Prozess ist zudem effizienter, ohne Abstriche bei der Sicherheit des Zahlungseingangs zu machen. Lieferungen bei Übergabe kontaktlos in Echtzeit zahlen zu können, hat aber noch weitere Vorteile: Der Logistikanbieter Hermes, ebenfalls eine Otto-Tochter, testet seit Kurzem Warenlieferungen per Roboter. Auch bei der hauseigenen Inkasso EOS ist Instant Payment – etwa noch während des Tele­fonats mit dem Berater – ein direkter Mehrwert für alle Parteien.
Jendruschewitz hat in Frankfurt am Main das Potenzial unterstrichen, das Instant Payment vor allem für die Serviceerfahrung des Kunden hat, etwa wenn die Wertstellung einer Retoure direkt bei Wareneingang erfolgen kann. Der Otto-Manager gab ferner einen Ausblick über diese kurz- bis mittelfristigen Einsatzmöglichkeiten hinaus, denn Geschäftsmodelle, die aus neuen Technologien entstehen, sind im Vorfeld kaum vorhersehbar. Ein Beispiel sind für ihn E-Book-Reader, die eine Renaissance der Klein- und Selbstverlage initiiert und heute einen eigenen Industriezweig ermöglicht haben: das eigene Buch (s. Abb. 1). Die daraus resultierenden Folgen für angrenzende Märkte sind vielfältig und gehen bis hin zu einem Boom bei Kursen für kreatives Schreiben.
Unternehmen empfiehlt er, SCT Inst in dieser ersten Phase mit einem funktionsübergreifenden Ansatz ins Auge zu fassen. Auf diese Weise ist ein Unternehmen früh an Bord, wenn es darum geht, das Potenzial dieses relativ neuen Bezahl­instruments in Bezug auf Business Cases, Wandel des Kunden­verhaltens und eventuell ganz neuer Industriezweige nutzen zu können.
(BBL)
Ergänzend macht er sich für die Funktion "Request for Payment" stark (s. Abb. 2). Dabei lässt der Händler dem Kunden eine Nachricht zukommen, die alle für eine Transaktion relevanten Informationen enthält und die direkt von der genutzten Applikation verarbeitet werden kann. In Kombination mit Instant Payment eröffnet diese Funktion einen effizienten und sicheren Weg für eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. Die Otto-Gruppe hat eine solche Funktion bei der Implementierung von Instant Payment fest eingeplant, sobald ein Payment Initiation Service Provider (PISP) sie anbietet.
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  1. Wo bleibt die Nachfrage?
  2. Bezahlvorgänge auf dem aktuellen Stand der Technik
  3. Eine ganze Reihe von Fragen
  4. Fazit
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