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21. Juli 2017 - 14:19Regulatorik

Zukunftsfähig bleiben

von Dorothea Topf, Sparkassen Rating und Risikosysteme

Die Sparkassen Rating und Risikosysteme (SR) unterstützt Sparkassen dabei, die Anforderungen der regulatorischen Banksteuerung zu bewältigen.

Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung ist die SR Anfang 2017 in den Regelbetrieb gestartet. Sie unterstützt die Sparkassen bei den Aufgaben der regulatorischen Banksteuerung und hilft ihnen, die stetig wachsenden regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Zentral bereitgestellte Standardlösungen sollen die Anwendung in den Instituten erleichtern.

"Wir streben eine stärkere Standardisierung an, als wir sie in der Vergangenheit hatten", sagt Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV und Aufsichtsratsvorsitzender der SR: "Es muss dabei darum gehen, wieder mehr Zeit zu haben, um im Markt, im Kundengeschäft präsent zu sein."
Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, ist Vorsitzender des SR-Aufsichtsrats.
Im Februar 2015 hatte der DSGV-Vorstand entschieden, die operativ-technischen Aufgaben in der Umsetzungsunterstützung für die regulatorische Banksteuerung neu zu organisieren. Die Unterstützung der Sparkassen bei der regulatorischen Banksteuerung sollte nicht mehr im Rahmen von Projekten, sondern in Linienfunktion bei einem Dienstleister erarbeitet werden. Ein Grund dafür war die insbesondere durch die EZB getriebene, immer stärker quantitativ orientierte Aufsicht.

Als Unternehmen, in dem betreffende Kompetenzen aufgebaut und gebündelt werden, wurde die 2004 in Berlin gegründete SR ausgewählt, eine 100-prozentige Tochter des DSGV. Hier konnte auf bewährte Prozesse und Strukturen zurückgegriffen werden. Zudem ist die Zusammenarbeit der SR mit dem DSGV, der Finanz Informatik (FI), den Regionalverbänden sowie insbesondere den Prüfungsstellen und der Bankenaufsicht bestens eingespielt.

Unterstützung aus einer Hand

Der SR wurde die Verantwortung übertragen, leistungsfähige und zukunftsfähige Methodiken für die Institute zu entwickeln. Entsprechend hat das Unternehmen schrittweise Projekte und Aufgaben in der Banksteuerung übernommen und sich organisatorisch neu aufgestellt. Die SR ist stark gewachsen und wurde um die neuen Bereiche "Risiko und Kapital" sowie "Reporting und Datenhaushalt" erweitert.

Bis Ende 2018 sollen alle Stellen für die Betreuung der Aufgaben der Banksteuerung besetzt sein. Im Fachrat Banksteuerung als höchstem fachlichen Entscheidungsgremium und dem Steuerungskreis Banksteuerung sowie in den sieben neuen Arbeitskreisen arbeiten die FI sowie Institute, Verbände und Prüfungsstellen an den Themen.

Kosten werden direkt mit Sparkassen verrechnet

Die Kosten für die sogenannte Umsetzungsunterstützung werden inzwischen direkt von den Instituten getragen. "Ziel war es, dass die Kosten für diese neuen Aufgaben den Instituten direkt in Rechnung gestellt werden – wie auch bei den Ratingverfahren – und keine Umlage über Regionalverbände oder den DSGV mehr zum Tragen kommt", sagt Schackmann-Fallis. Ein Preismodell zur langfristigen Refinanzierung hat die SR inzwischen vorgelegt.
Wolfgang Schmitz, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Köln, leitet den Fachrat Banksteuerung. (Sparkasse)
"Die Zusammenarbeit zwischen SR, Fachrat und FI hat sich gut eingespielt, und ich erlebe einen starken Willen, gemeinsam zu Ergebnissen zu kommen", sagt Wolfgang Schmitz, Vorsitzender des Fachrats Banksteuerung. Die regulatorischen Anforderungen seien nun mal da, und die damit verbundenen Aufgaben müssten gelöst werden.

"Wir arbeiten intensiv daran, dass die Häuser künftig erste Vorteile bei Prüfungen vor Ort ziehen können", so Schmitz. Erleichterungen sollen unter anderem durch eine zentrale Abstimmung und Validierung von Methoden erreicht werden. Ein "Fachliches Methoden-Zielbild Banksteuerung" wurde inzwischen erarbeitet, nachdem der Fachrat Banksteuerung des DSGV und der SR einen entsprechenden Auftrag erteilt hatte. An diesem Zielbild haben 22 Sparkassen, sieben Regionalverbände, zwei Prüfungsstellen sowie DSGV, Finanz Informatik und SR mitgewirkt. Als Basis der Zusammenarbeit mit der FI liegt inzwischen eine abgestimmte, fachliche SR-Mittelfristplanung Banksteuerung für die gemeinschaftliche Releaseumsetzung vor.

Die Entwicklung der Methoden nehme nun Fahrt auf, berichtet SR-Geschäftsführer Peter Nettesheim. Eines der größten Themen in nächster Zukunft sei die Entwicklung eines Integrierten Datenhaushalts (IDH). "Die herausgehobene Bedeutung des Themas Datenhaushalt ist uns allen sicherlich sehr präsent", sagt Wolfgang Schmitz: "Der neue IDH ist eine wesentliche Voraussetzung, um die erhöhten Anforderungen der Aufsicht zu erfüllen. Gleichzeitig wird er aber auch unseren Häusern neue Analysemöglichkeiten bieten und heutige manuelle Prozesse bei Mehrwertdiensten überflüssig machen."

Entscheidend sind einheitliche Daten

Peter Nettesheim, Geschäftsführer der DSGV-Tochter Sparkassen Rating und Risikosysteme. (SR)
Der Aufbau eines Integrierten Datenhaushalts ist entscheidend, um schnell auf aufsichtliche Anforderungen reagieren zu können. Dies gilt auch für Aufgaben, die die SR schon übernommen hat, etwa die Umsetzung der Meldewesenvorgaben zu Finrep und Anacredit. Einheitliche Daten schaffen zudem die Grundlage, die betriebswirtschaftliche Steuerung zu automatisieren. Ziel ist eine einheitliche Datenarchitektur, die die Institute effizient bei ihren internen Reportings und aufsichtlichen Meldungen unterstützt.

Dieses Projekt unterscheide sich in Komplexität und der Menge der zu berücksichtigenden Daten und Methoden wesentlich von den meisten anderen Aufgaben, sagt SR-Geschäftsführer Nettesheim: "So gibt es in der heutigen dispositiven Welt basierend auf OSPlus allein mehr als 60 000 Datenfelder, die beurteilt werden müssen und aus denen eine Auswahl erfolgen muss."
Bei der Schaffung einer einheitlichen Datenarchitektur müsse "ganzheitlich gedacht werden", gleichzeitig dürfe die Tiefe bei der Berücksichtigung einzelner Datenfelder nicht verloren gehen. Trotz dieser Herausforderungen sei der angestrebte Nutzen aber so groß und sei die Notwendigkeit für die künftige Steuerung der Institute so erheblich, "dass unsere Gremienmitglieder und wir dieses Projekt mit aller Kraft vorantreiben", so SR-Geschäftsführer Nettesheim. Im ersten Schritt soll die vollständige Anbindung des Meldewesens an den Integrierten Datenhaushalt erfolgen, anschließend die Adressenrisikosteuerung.
Neben dem Aufbau eines Integrierten Datenhaushaltes ist die Standardisierung der Methoden und Verfahren ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der zentralen Unterstützungsleistung durch die SR – darunter die Umsetzung eines Standardisierten MaRisk-Reportings, von Standardparametern für die Risikosteuerung sowie einer standardisierten Risikoinventur.
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