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14. September 2018 - 13:55Versicherer – Interview

Zusammen wachsen

von Oliver Fischer, Alexander Hartberg

Wieso die Vorstandschefs Frederic Roßbeck und Frank Walthes die Integration der Feuersozietät in den Konzern Versicherungskammer als Musterbeispiel ansehen.

Traditionsbewusst: Versicherungskammer-Chef Frank Walthes (links) und Frederic Roßbeck, Chef der Feuersozietät Berlin Brandenburg, vor einem Porträt Friedrichs des Großen. Dessen Vater hatte vor 300 Jahren die Feuersozietät gegründet, die seit 14 Jahren zum Konzern Versicherungskammer gehört. (Marc Darchinger)
Die Zusammenführung von öffentlichen Versicherern ist nicht einfach, doch hier hat es offenbar geklappt. "Wir haben die Feuersozietät mittlerweile voll integriert", sagt Feuersozietäts-Vorstandschef Frederic Roßbeck im Doppelinterview.

Der größte öffentliche Versicherer, der Konzern Versicherungskammer, hatte den Regionalversicherer vor 14 Jahren übernommen. Heute erlebe der Kunde nach wie vor die gewohnte Verkaufsmarke Feuersozietät, so Roßbeck. Doch ermögliche die Zugehörigkeit zum Konzern, dass der Regionalversicherer, der aktuell sein 300-jähriges Jubiläum feiert, als Vollsortimenter auftreten und "alle Opportunitäten in allen Geschäftsgebieten" nutzen könne.

Dies bedeute aber nicht, dass die Feuersozietät nur Konzernprodukte im regionalen Anstrich verkaufe, wie Versicherungskammer-Chef Frank Walthes sagt. In vielen Feuersozietätsprodukten sei "ein guter Anteil an Versicherungskammer" enthalten, das gelte aber auch umgekehrt.

So hätten sich etwa bei der "Sorglos-Kombi" die Überlegungen der Feuersozietät als ideal erwiesen; dies war das erste der "Bündelprodukte", die die öffentlichen Versicherer letztlich gemeinsam auf den Markt gebracht hatten – ein Novum, wie sich Roßbeck erinnert. Selbst wenn die Versicherungskammer – die zuletzt das Kürzel "B" für Bayern aus ihrer einstigen Konzernbezeichnung VKB getilgt hatte, um den überregionalen Antritt zu betonen – viel größer ist als die Feuersozietät, sei diese ein vollwertiger Partner. "Wir stellen alles nur noch einmal an einer Stelle im Konzern für alle bereit", so Walthes. "Wir bringen die Ideen und Kapazitäten zusammen, partizipieren voneinander, und jede Region übernimmt Impulse von den anderen."

Die Feuersozietät Berlin Brandenburg sei „ein Musterbeispiel der Integration“, resümiert Walthes: „Die Erfahrungen, die wir hier gesammelt haben, haben wir jetzt auf die Vollintegration der Saarland-Versicherungen übertragen.“

"Aktive Rolle" bei Fusionen angestrebt

Wie Walthes am Rande des Doppelinterviews erklärte, seien aus seiner Sicht Versicherfusionen generell ein Weg, um das gemeinschaftliche Vorgehen zu befördern. "Nur bei einer vollständigen Integration lassen sich Synergien umfassend ausschöpfen und Marktpotenziale optimal nutzen."

"Organisatorisch, operativ und inhaltlich haben wir gezeigt, dass wir das gut können", sagte Walthes weiter. "Was uns im Kleinen hervorragend gelungen ist, wird uns auch im Größeren gelingen." Die Versicherungskammer wolle bei einer möglichen Konsolidierung "natürlich eine aktive, gestalterische Rolle einnehmen, was auch aufgrund unserer Marktposition naheliegt". Walthes erwartet, dass sich bei den Versicherern drei unternehmerische Blöcke herausbilden werden: eine Nordschiene, eine Südschiene und eine ostdeutsche Versicherungsgruppe.
Er wünsche sich, dass die Gespräche zwischen den beiden Provinzial-Gruppen ein gutes Ende finden, so Walthes: "Die Eigentümer sprechen miteinander, und das Management beider Häuser weiß mit Fusionen gut umzugehen." Wie der Versicherungskammer-Chef klar machte, sei die Zusammenarbeit der öffentlichen Versicherer auch in der aktuellen Konstellation intensiver geworden. So hätten die öffentlichen Versicherer jetzt vier "situative" Produkte für die Sparkassen-App zentral verfügbar gemacht, die der Kunde in bestimmten Situation kurzfristig abschließen kann, etwa eine tageweise Unfallversicherung. Walthes: "Hier bieten wir genau den Komfort beim Kauf, den der Kunde heute erwartet."
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