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Coronakrise
Sparkasse ergreift Präventivmaßnahmen
Die Taunus Sparkasse verzichtet auf den üblichen Handschlag. Die Kunden der deutschen Sparkassen müssen aber nicht um ihr Erspartes fürchten.

Die deutsche Wirtschaft ist Exportweltmeister – und die Deutschen sind Reiseweltmeister – diese Kombination mache Deutschland sehr anfällig für eine Virus-Epidemie, so LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert gegenüber sparkasse.de. Problematisch für die Unternehmen sei vor allem, dass die Ausbreitung des Virus nicht vorhersehbar ist. Burkert: „Daher sind die deutschen Unternehmen sehr stark bedroht.“

Burkert: „Unser Finanzsystem ist stabil“

Einen Anlass, um ihr Erspartes zu fürchten, hätten die Menschen allerdings aus seiner Sicht nicht, so der LBBW-Chefvolkswirt: „Unser Finanzsystem ist stabil.“

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Hält deutsche Unternehmen für bedroht, das Finanzsystem aber für stabil: LBBW-Chefökomom Uwe Burkert.

 

Taunus Sparkasse ergreift Präventivmaßnahmen

Dennoch hält das Coronavirus auch die deutschen Sparer und Sparkassen in Schach. Erstmals war in Deutschland das Corona-Virus bei Patienten in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg nachgewiesen worden. Laut Bundesgesundheitsministerium muss „mit einem Import von weiteren Fällen nach Deutschland gerechnet werden. Auch weitere Übertragungen und Infektionsketten in Deutschland sind möglich.“

Der Vorstand der Taunus Sparkasse hatte sich deshalb dazu entschieden, einige zusätzliche Präventivmaßnahmen zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern im Kundenkontakt einzurichten.

Laut Robert-Koch-Institut schützen – wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen – Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie das Einhalten eines Mindestabstandes von krankheitsverdächtigen Personen vor einer Übertragung des Virus.

 

Hygiene-Desinfektionsständer in allen Geschäftsstellen

Hoher Hygiene- und Desinfektionsschutz ist in allen Sanitäranlagen der Taunus Sparkasse ohnehin Standard. Die dort eingesetzten Raum- und Handdesinfektionsmittel wurden bereits an die Standards des Robert-Koch-Instituts angepasst.

Darüber hinaus werden zeitnah durch einen externen Dienstleister als zusätzliche Präventivmaßnahme zum Schutz ihrer Kunden und Mitarbeiter in allen Geschäftsstellen und in der Ludwig-Erhard-Anlage in Bad Homburg Hygiene-Desinfektionsständer bereitgestellt.

Ein freundliches Lächeln muss genügen

Gleichzeitig bittet die Sparkasse alle Kunden und Geschäftspartner um Verständnis, dass bis auf Weiteres auf den üblichen Handschlag verzichtet wird. Die Beraterinnen und Berater begrüßen ihre Kunden wie gewohnt mit einem freundlichen Lächeln.

Der Vorstand reagiert damit auf die Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert-Koch-Instituts.

Deutscher Landkreistag: Deutschland gut gerüstet

Der Deutsche Landkreistag (DLT) hat unterdessen mitgeteilt, dass er Deutschland gut gerüstet für eine absehbare weitere Verbreitung des Coronavirus halte. Die Gesundheitsämter in den Landkreisen seien darauf eingestellt, mit einer möglichen Pandemie umzugehen, so Präsident Landrat Reinhard Sager.

„Wir sehen dem aktuellen Geschehen mit großer Aufmerksamkeit, aber auch mit dem Wissen entgegen, gut vorbereitet zu sein“: Landrat Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistags.

 

Kreise verfügen über ein „eingespieltes Instrumentarium“

„Sollten wir es tatsächlich wie zuletzt vom Bundesgesundheitsministerium erwartet mit einer Epidemie bis hin zum Katastrophenfall zu tun bekommen, koordinieren die Landkreise die Einsatzkräfte vor Ort, von der Feuerwehr über den Rettungsdienst bis zur Polizei.

Dabei handelt es sich um ein eingespieltes Instrumentarium, das umgehend einsatzfähig ist“, sagte der DLT-Präsident. Im Ka­ta­stro­phen- oder Pan­de­mie­fall mit über­re­gio­na­ler Aus­brei­tung sä­hen die be­ste­hen­den Not­fall­plä­ne auch Kri­sen­stä­be zwi­schen den kommunalen Be­hör­den und den Län­dern sowie mit dem Bund vor.

„Hände waschen, Husten- und Nies-Etikette beachten“

„Wir sehen dem aktuellen Geschehen deshalb mit großer Aufmerksamkeit, aber auch mit dem Wissen entgegen, gut vorbereitet zu sein.“ Zuletzt wies Sager darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger die Hinweise des Robert-Koch-Instituts beachten und die Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene und Abstand zu Erkrankten einhalten sollten. „Das ist ohnehin in Anbetracht der Grippesaison zu raten.“

 

27. Februar 2020