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Sicherheit – mit Praxistipps
Damit Papier nicht zum Risiko wird
Vor einer wenig beachteten Sicherheitslücke im Homeoffice hat die SIZ in Bonn gewarnt.

Anders als USB-Sticks oder mobile Festplatten steht der Datenträger Papier eher selten im Verdacht, ein Sicherheitsrisiko zu sein. Doch papierne Kredit- oder Personalakten sind nicht minder sicherheitsrelevant wie ihre digitalen Pendants. Darauf weist die SIZ in Bonn hin.

Das Risiko von Verlust oder unberechtigter Einsichtnahme bestehe insbesondere auf dem Transportweg zwischen Homeoffice und Sparkasse sowie im Homeoffice selbst. Außerdem seien die Anforderungen für die Entsorgung von Papierdokumenten zu beachten.

Die SIZ gibt die folgenden Handlungsempfehlungen:

  • Prüfen Sie gemäß der Schutzbedarfsfeststellung, ob die Mitnahme von Papierdokumenten zulässig ist.
     
  • Gibt es entsprechende Arbeitsanweisungen zum mobilen Arbeiten oder eine Betriebsvereinbarung?

Zudem rät die SIZ, die Mitarbeiter zu folgenden Punkten zu sensibilisieren:

  • Abschließbares und/ oder separates Arbeitszimmer
     
  • Mögliche Einsichtnahme von außen, insbesondere beim Heimarbeitsplatz im Erdgeschoss
     
  • Fenster beim Verlassen des Arbeitsplatzes schließen
     
  • Unterlagen nicht unbeaufsichtigt liegen lassen und am Ende des Tages verschließen
     
  • Betriebliche Unterlagen in abgeschlossenen Schränken aufbewahren
     
  • DSGVO-konformer Aktenvernichter oder Entsorgung im Büro
     
  • Keine Unterlagen im Auto liegen lassen, keine Zwischenlagerung im Auto
     
  • Blickdichte Mappen oder Taschen für den Transport verwenden
     
  • Mit Kopien der Originaldokumente arbeiten, um Schäden an den Originalen zu vermeiden.
15. Februar 2021