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| VKB

Im Markt gut positioniert

Die Versicherungskammer Bayern (VKB) hat sich zufrieden mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2018 gezeigt. Das verwaltete Kapital des Konzerns erreichte eine neue Rekordmarke.

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Nach den vorläufigen Geschäftszahlen liegt das Beitragsvolumen im gesamten Versicherungsgeschäft der VKB bei 8,30 Milliarden Euro, im selbstabgeschlossenen Geschäft bei 8,22 Milliarden Euro. Das entspreche einer Steigerung von jeweils 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so der Konzern. „Mit innovativen Lösungen und marktgerechten Produkten haben wir uns in einem anspruchsvollen Markt sehr gut positioniert“, sagte Vorstandschef Frank Walthes. Der verwaltete Kapitalanlagenbestand des Konzerns Versicherungskammer (inklusiv Drittgeschäft) sei um rund drei Prozent gewachsen und liege damit erstmals über 60 Milliarden Euro.

In der Schaden- und Unfallversicherung konnte der Konzern Versicherungskammer die Beiträge um 3,4 Prozent auf 2,69 Milliarden Euro steigern. Die Kompositversicherer des Konzerns wachsen sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft. Insbesondere in der Wohngebäude- und Haftpflichtversicherung wurde ein Zuwachs erzielt. „Unsere Leistungsfähigkeit und unsere Verlässlichkeit konnten wir angesichts einer Vielzahl von Schäden unter Beweis stellen“, so Walthes. Allein für die Schäden der fünf Unwetter Burglind, Friederike, Wilma, Yvonne und Fabienne zahlte die Versicherungskammer fast 100 Millionen Euro an ihre Versicherungsnehmer aus.

Die Krankenversicherer der Sparkassen-Finanzgruppe, die Bayerische Beamtenkrankenkasse und die Union Krankenversicherung, steigerten die Beiträge um 2,4 Prozent auf 2,47 Milliarden Euro. Besonders gut habe sich das Geschäft in der Zusatzvorsorge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung im privaten und betrieblichen Bereich entwickelt. Im Bereich der Pflege- und Krankenzusatzversicherung belegen die beiden Krankenversicherer eine führende Position, so die VKB. Mit insgesamt über drei Millionen Versicherten bilden sie die drittgrößte private Krankenversicherungsgruppe in Deutschland.

 
Dienstleistungen wie das Portal "Meine Gesundheit" für Krankenversicherte oder ein Arbeitgeberportal zur bAV verdeutlichen die neue Ausrichtung des VKB Konzerns. © VKB

Mit dem digitalen Gesundheitsportal "Meine Gesundheit" stehe den privat krankenversicherten Kunden eine interaktive Plattform zur Verfügung. Diese bietet den Kunden eine digitale Patientenakte, ein elektronisches Rechnungsmanagement und umfangreiche Gesundheitsdienstleistungen, wie etwa Medikationsplan oder Arztsuche. „Wir sind Gesundheitspartner und Lotse unserer Kunden und bauen unsere digitalen Gesundheitsservices weiter aus“, so Walthes.

Die Lebensversicherer der Versicherungskammer steigern ihre Beitragseinnahmen um 1,7 Prozent auf 3,07 Milliarden Euro. Damit zeigt sich, dass gerade in Zeiten hoher Volatilität an den Kapitalmärkten, die Kunden der Lebensversicherung besonders vertrauen. Walthes: „Der Anteil solvenzschonender Produkte am Neugeschäft liegt bei über 80 Prozent.“ Besonders erfreulich habe sich zudem die Mitte Mai neu eingeführte Risiko-Lebensversicherung entwickelt, die mit nur wenigen Gesundheitsfragen einfach und schnell abgeschlossen werden kann.

Portal für Arbeitgeber zur bAV wird gut genutzt

Erstmals wurde das gesamte Neugeschäft aller drei Risikoträger (Bayern Versicherung, Saarland Lebensversicherung, Öffentliche Leben Berlin) im Konzern Versicherungskammer über eine einheitliche Produkt- und IT-Plattform bearbeitet und gesteuert.

Des Weiteren habe der Konzern das Geschäft mit der betrieblichen Altersvorsorge konzernweit gebündelt und weiter intensiviert. Das seit Jahresbeginn 2018 angebotene Arbeitgeberportal werde bereits von 500 Unternehmen genutzt. Zu der guten Gesamtentwicklung trugen alle Vertriebswege bei. Aufgrund des Multikanalvertriebs konnten sämtliche Zielgruppen über alle Geschäftsfelder erfolgreich und nachhaltig angesprochen werden.

Im Bereich der Digitalisierung und Innovation arbeitet die Versicherungskammer überaus erfolgreich in unterschiedlichen Initiativen und richtet ihre Produkte, Vertriebswege und Prozesse fortlaufend auf die Bedürfnisse ihrer Kunden aus. „Die Zufriedenheit unserer Kunden haben wir als strategisches Konzernziel verankert und sehen unseren Erfolg bereits in den jährlich erhobenen Werten“, sagt Walthes. Die Versicherungskammer setzt dafür Data Analytics ein, testet neue Geschäftsmodelle und arbeitet mit Startups eng zusammen. Darüber hinaus stellt sie ihre Data-Analytics-Fähigkeiten den öffentlichen Versicherern und Sparkassen in einem Dienstleistungsmodell zur Verfügung.

Mit Wirkung zum 31. Juli 2018 hat der Konzern Versicherungskammer die Saarland Lebensversicherung und die Saarland Feuerversicherung vollständig übernommen. Die bislang an den Gesellschaften beteiligte Sparkassenorganisation Saar erhielt im Gegenzug Anteile an der Versicherungskammer Bayern, Anstalt des öffentlichen Rechts. Unter dem Dach der Versicherungskammer betreuen die Saarland-Versicherungen weiterhin von Saarbrücken aus die saarländischen Privat- und Gewerbekunden und stärken ihre Rolle als Versicherer in der Region Saarland. „Wir verfügen über ein erfolgreiches funktionales Betriebsmodell, das es uns ermöglicht, Konzernstrukturen weiter zu vereinheitlichen sowie Kompetenzen und Fähigkeiten stets für den gesamten Konzern zu nutzen“, sagt Walthes.

Interview mit VKB-Chef Walthes zu Versicherer-Fusionen